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Blick auf die Schalttafel der Leitwarte im Jugendstil-Wasserkraftwerk Heimbach, © Johannes Höhn
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Wenn die Ge­ne­ra­to­ren schwei­gen

Kam­mer­mu­sik elek­tri­siert im Kraft­werk Heim­bach

Von außen hat das Wasserkraftwerk Heimbach etwas Sakrales. Die lange Halle gleicht einem Kirchenschiff, zwei Türme krönen es weit sichtbar. Sein Erscheinungsbild macht es zu Deutschlands schönstem Jugendstilkraftwerk. Erwartungsvoll streben die Besucher ins Innere, nehmen zwischen großen Turbinen Platz. Auf der Empore glänzen historische Messinginstrumente, an den Wänden leuchten Lampen aus dem Art-Deco. „Spannungen“ lautet das Motto des Kammermusikfestivals, das hier in der Eifel jedes Jahr im Juni das Publikum elektrisiert. Ob Strom messbar ist, wenn die Musiker aufspielen? Sicher ist: In jeder Ecke der großen Maschinenhalle lauschen die Zuhörer gespannt, wenn Musik von Dvořák oder Mendelssohn, Bartók oder Debussy erklingt, und die Generatoren ausnahmsweise schweigen.

Inmitten der Rureifel

Wenn im Kraftwerk keine Musik erklingt, sorgt die Natur in und um Heimbach für melodische Klänge: Blätterrauschen, Vogelzwitschern, Wasserplätschern. Das Kraftwerk bezieht sein Wasser aus der Urfttalsperre, der ältesten Talsperre der Eifel. Ob zu Fuß über den Eifelsteig und die Wasserlandroute oder mit dem Rad auf dem Rurufer-Radweg – die Talsperre ist über viele Wege zu erreichen und bietet beeindruckende Panoramablicke über Urftsee und Obersee. Sie befindet sich mitten im Nationalpark Eifel, einem ganz besonderen Stück Natur, dass Pflanzen, Tieren Lebens- und Menschen Erholungsraum zur Entspannung bietet.

Hier gibt's die passende Musik:

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    Eingangstür des Jugendstil-Wasserkraftwerks Heimbach , © Johannes Höhn
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    Fassade vom Jugendstil-Wasserkraftwerk Heimbach in der Eifel, © Johannes Höhn
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    Jugendstil-Kraftwerk Heimbach, © Johannes Höhn
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    Turbinenhalle im Jugendstil-Wasserkraftwerk Heimbach , © Johannes Höhn