Ausblick auf die Aggertalsperre, © Klaus Stange

Talsperren im Bergischen Land


Blaue Wunder im Wald

Die Stauseen regulieren und speichern nicht nur das Wasser. Sie sind auch herrliche Ausflugsziele für Wassersportfreunde und Erholungssuchende.

Keine Region in Europa hat so viele Stauseen auf so kleinem Raum wie das Bergische Land: Zwölf Stück schmücken hier dicht an dicht die Täler zwischen den grünen Hügeln. Mal funkeln sie zwischen den Bäumen im Wald hindurch wie ein verstecktes Juwel, mal laden sie mit ihrem klaren Wasser zum Baden ein, mal tost das Wasser an ihren gigantischen Staumauer herab.

Aber natürlich wurden die Talsperren im Bergischen Land nicht nur zum Vergnügen gebaut. Vielmehr wurden sie zwischen 1899 und 1985 errichtet, um die Menschen mit Trinkwasser zu versorgen oder den Wasserstand der Flüsse zu regeln und die Anwohner so vor Hochwasser zu schützen.

Wasser für 1 Mio. Menschen

Allein die Große Dhünntalsperre liefert pro Tag frisches Wasser für bis zu einer Million Menschen vor allem für die Städte der Bergischen Drei, Wuppertal, Solingen und Remscheid. Auch wenn sie das zweitgrößte Trinkwasser-Reservoir in Deutschland ist, verdankt sie ihren Namen nicht ihrer Größe oder Form, sondern dem Flüsschen Große Dhünn, das sie staut.

Majestätisch und abgeschieden ruht die Talsperre mitten in einem Naturschutzgebiet zwischen den Städten Kürten, Wermelskirchen, Dabringhausen und Odenthal. Eintauchen ins Wasser ist hier zwar nicht erlaubt, dafür laden Spazierwege zu Wanderungen rund um den Stausee ein. Das reicht auch schon aus, um zumindest den Kopf zu erfrischen, denn an der weitläufigen Talsperre wartet wohltuende Ruhe als Kontrast zum Trubel in den Städten.

Baden erlaubt

An der Bevertalsperre kommt an heißen Tagen hingegen ganz sicher Urlaubslaune auf. Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls als Brauchwassertalsperre erbaut, reguliert sie heute vor allem den Wasserstand der Wupper – und ist nebenbei ein Paradies für erholungssuchende Wasserfans: Idyllische Buchten, Spazierwege und Badestellen sorgen für quirliges Leben, sobald im Sommer die Sonne scheint. Nach Vereinbarung werden auch Führungen durch die Stauanlage angeboten.

An der Genkeltalsperre in Gummersbach erfahren Wissendurstige dagegen auch ohne Führung Interessantes über das Trinkwasser-Reservoir: Entlang eines Rundweges informieren an 13 Standorten Schautafeln über die Funktion einer Talsperre, ihre Geologie, Hydrologie sowie Land- und Forstwirtschaft in der Umgebung. Gruppen können außerdem mit dem Aggerverband eine Besichtigung der Staumauern vereinbaren.

www.dasbergische.de

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