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Rheinradweg NRW, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz

Aus­flü­ge am Rhein


Un­ter­wegs am wohl schöns­ten Fluss Deutsch­lands

„Warum ist es am Rhein so schön?“, fragt ein bekanntes deutsches Volkslied. Mindestens 15 Strophen sind überliefert, das zeigt schon, wie viele unterschiedliche Gründe es gibt. Wir haben zehn Tipps zusammengestellt, wie Du den wohl schönsten deutschen Fluss in NRW aus ganz unterschiedlichen Perspektiven entdecken kannst. Unsere Tipps folgen dem Strom dabei flussabwärts.

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Ausblick auf den Drachenfels und Schloss Drachenburg., © Rheinsteig-Büro

Un­se­re Top-Tipps


Zu Fuß, mit dem Rad, in der Seil­bahn oder auch auf dem Rü­cken ei­nes Esels – den Rhein kann man in NRW auf ganz un­ter­schied­li­che Wei­se ent­de­cken:

1. Immer dem großen Strom nach

Für Radler gibt es eine perfekte Art und Weise den Rhein zu erkunden: Der Rheinradweg, einer der beliebtesten Radwege Deutschlands, führt 1.320 Kilometer immer am Strom entlang, einen nicht unerheblichen Teil davon durch NRW. Von Bad Honnef aus geht es vorbei an den rheinischen Metropolen Bonn, Köln und Düsseldorf bis zu den weiten Auen des Niederrheins – und weil es durchs Flusstal geht, sind auch keine nennenswerten Anstiege zu befürchten.

2. Wanderung durch den Grand Canyon der Romantik

Wer lieber als Wanderer unterwegs ist, kann das Rheintal auf dem 320 Kilometer langen Rheinsteig entdecken, der von Bonn nach Wiesbaden führt. Nach dem Start in der Beethovenstadt geht’s rheinaufwärts durch beeindruckende Natur, vorbei an imposanten Schlössern und Burgen auf den Höhen des Siebengebirges und mittelalterlichen Städtchen am Ufer des Rheins – ein echtes Stück Rheinromantik eben, die Künstler und Schriftsteller schon vor 200 Jahren in ihren Bann gezogen hat.

3. Mit dem Esel auf den Drachenfels

Der Drachenfels in Königswinter gilt als der meistbestiegene Berg Europas. Von seinem Gipfel aus kann man perfekt den Blick über das Rheintal und das Siebengebirge schweifen lassen. Wer den steilen Anstieg hinauf zur Burgruine scheut, ist in der urigen Zahnradbahn gut aufgehoben, die den Berg ohne Mühen bezwingt. Kinder können sich über eine ganz andere Art des Hinauf-Transports freuen: Auf dem Rücken eines Esels geht es sanft schaukelnd ganz gemächlich bergan.
www.siebengebirge.com

4. Durch Bonn zu Kunst und Musik

Ganz im Zeichen des berühmtesten Sohnes der Stadt steht Bonn jedes Jahr im September beim Beethovenfest. Wer den Musikgenuss mit einem Museumsbesuch verbinden möchte, kann dies sogar mit dem Fahrrad tun: Auf einer 12 Kilometer langen Museumsroute geht es durch die Stadt, entlang der Museumsmeile, an der unter anderem die Bundeskunsthalle und das Haus der Geschichte liegen, und zum Abschluss zur Rheinpromenade.

5. Biergarten auf dem Wasser

Das Feierabendbierchen auf dem Wasser genießen – das geht auf einigen Bootshäusern im Süden von Köln. Mitten auf dem Rhein zwischen tuckernden Schubverbänden und schnatternden Enten liegen die schwimmenden Biergärten und bieten Besuchern Erholung und echte Nähe zum berühmten Fluss– abseits der trubeligen Asphaltstraßen der Metropole.
www.suertherbootshaus.de | www.rhein-roxy.de

6. Mit der Seilbahn über den Rhein schweben

Das Köln-Panorama mit dem Dom kennt jeder, der schon mal in der Rheinmetropole war. Einen ganz besonderen Ausblick bietet Europas erste Seilschwebebahn, die über einen Fluss führt. Ganz gemütlich kann man hier über den Fluss schaukeln und den Ausblick aus der Vogelperspektive genießen.
www.koelner-seilbahn.de

7. Über den Rhein raften

Nicht nur auf einem gemächlich schippernden Ausflugsschiff, sondern auch mit eigener Muskelkraft kann man auf dem Rhein auf Entdeckungstour gehen. Möglich machen’s Raftingtouren über den schönsten deutschen Fluss. Weil der Rhein kein Wildwasser ist, sind die Fahrten auch für Anfänger geeignet. Nur wenn Schiffe vorbeifahren, kann’s ein bisschen schaukeln.
www.river-rafting.de

8. Blick aus 240 Metern Höhe genießen

Einen besseren Ausblick in die Ferne gibt es am Rhein wohl nirgendwo: 240,5 Meter ist der Rheinturm in Düsseldorf hoch – auf 168 Metern gibt es eine Aussichtsebene, von der aus man über die Weite des Flusses bis ins Bergische Land und nach Köln schauen kann. Bei gutem Wetter ist am Horizont sogar der Kölner Dom zu sehen. Und wer will, kann in Deutschlands höchster Bar noch einen Cocktail schlürfen oder auf der größten Dezimaluhr der Welt nachschauen, wie spät es ist.
www.duesseldorf.de

9. Historisches neu entdecken

Einst großer industrieller Umschlagplatz und „Kornkammer des Ruhrgebiets“, heute Szeneviertel von Duisburg: Der Innenhafen ist ein Musterbeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Besucher finden inzwischen Kneipen, Restaurants und Museen in den früheren Speichern. Maßgeblich beteiligt am Wandel war der britische Stararchitekt Lord Norman Foster, der unter anderem auch den Reichstag in Berlin umgestaltet und ihm seine charakteristische Glaskuppel aufgesetzt hat.
www.innenhafen-duisburg.de

10. Durch die Natur streifen

Eine der letzten Auenlandschaften Deutschlands findet sich auf der Bislicher Insel bei Xanten. Viele seltene Tiere und Pflanzen haben hier einen Lebensraum gefunden und sowohl zu Fuß als auch per Rad lässt sich das Gebiet auf vorgegebenen Wegen erschließen. Unweit entfernt hält sogar eine Fahrradfähre.

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    Die Kopfweiden sind typische Bäume der niederrheinischen Landschaft, © Sprave Regionalverband Ruhr
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    Ansicht Schloss Drachenburg mit Rheinblick, © Tourismus NRW e.V.
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    Köln-Panorama bei Nacht, © Dieter Jacobi / KölnTourismus GmbH
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    Diersfordter Wald am Niederrhein, © Tourismus NRW e.V.
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    Rheinradweg NRW, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz
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    Luft ansicht vom Rhein und dem Medienhafen Düsseldorf, © Tourismus NRW e.V.
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Ge­heim­tipps für...

Rheinradweg NRW, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz
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Aus­flü­ge am Rhein

Der ganze Panarbora Baumwipfelpfad aus der Vogelperspektive , © Tourismus NRW e.V.
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Kurz­tipps für Kurz­trips

Das Restaurant "Glück und Seligkeit" in Bielefeld ist in einer früheren Kirche untergebracht., © glückundseligkeit.de
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Un­ge­wöhn­li­che Re­stau­rants

Kennst Du schon den Rhein­rad­weg?


Rechts und links ent­lang des Rheins fin­dest Du präch­ti­ge Schlös­ser und Kir­chen, atem­be­rau­ben­de Ar­chi­tek­tur und In­dus­trie­land­schaf­ten. Auf un­se­rer vir­tu­el­len Kar­te er­hältst Du nach ei­nem Klick auf den ge­wünsch­ten Stre­cken­ab­schnitt span­nen­de In­fos und tol­le Tipps.

Etappe 1von Bad Honnef nach Köln Etappe 1von Bad Honnef nach Köln Etappe 2von Köln nach Düsseldorf Etappe 2von Köln nach Düsseldorf Etappe 3von Düsseldorf nach Duisburg Etappe 3von Düsseldorf nach Duisburg Etappe 4von Duisburg nach Wesel Etappe 4von Duisburg nach Wesel Etappe 5von Wesel nach Emmerich am Rhein Etappe 5von Wesel nach Emmerich am Rhein Emmerich am Rhein Wesel Duisburg Düsseldorf Bad Honnef Bonn Köln
Etappe 1von Bad Honnef nach Köln Etappe 1von Bad Honnef nach Köln Etappe 2von Köln nach Düsseldorf Etappe 2von Köln nach Düsseldorf Etappe 3von Düsseldorf nach Duisburg Etappe 3von Düsseldorf nach Duisburg Etappe 4von Duisburg nach Wesel Etappe 4von Duisburg nach Wesel Etappe 5von Wesel nach Emmerich am Rhein Etappe 5von Wesel nach Emmerich am Rhein Emmerich am Rhein Wesel Duisburg Düsseldorf Bad Honnef Bonn Köln
61 4 3 3 3 2 40 40 Metropole Ruhr neanderland Düsseldorf Niederrhein Köln & Rhein-Erft Bergisches Land Aachen & Eifel Bonn & Region Wesel Duisburg Düsseldorf Monheim Mettmann Neuss Köln Brühl Bonn Königswinter Bad Honnef Emmerich am Rhein Kleve Kalkar Xanten Moers Krefeld Etappe 1 Etappe 2 Etappe 3 Etappe 4 Etappe 5 Archäologischer Park Xanten MedienHafen Düsseldorf Schloss Drachenburg Beethoven Museum Insel Hombroich Schloss Augustusburg Kaiser Wilhelm Museum Rathaus Kalkar Neanderthal Museum Landschaftspark Duisburg-Nord Kölner Dom

Etappe 1


Bad Hon­nef – Köln

Blick auf Schloss Drachenburg, © Dominik Ketz, Tourismus NRW e.V.

Schluchtenartige Täler, dicht bewaldete Gipfel, raue Felsen und ein großer Tier- und Pflanzenreichtum prägen das Siebengebirge, das hoch über dem Rhein thront. Hier beginnt die erste Etappe. Die Gesteinsvielfalt des Siebengebirges hat Bauherren seit jeher fasziniert und ihnen gute Dienste geleistet: Der Drachenfels steckt in den Kirchen und Schlössern in Xanten, Aachen, Köln und Brühl, die wir heute zum Teil als UNESCO-Weltkulturerbestätten bestaunen. Auf dieser Etappe kommst Du an Beethovens Geburtshaus vorbei und kannst Dich an der atemberaubenden Pracht der UNESCO Weltkulturerbestätten, den Schlössern Augustusburg und Falkenlust, berauschen. Die Spitzen des Kölner Doms weisen Dir dabei den Weg bis zum Endpunkt der ersten Etappe.

Etappe 2


Köln – Düs­sel­dorf/Neuss

Erftmündung, © Dominik Ketz, Tourismus NRW e.V.

Der mondäne Rheinauhafen und die kuschelige Altstadt nehmen die von Süden kommenden Radler in Köln als erstes in Empfang. Hier beginnt die zweite Etappe. Wer die Knusperhäuschen-Bauweise schätzt, nimmt die linksrheinische Route weiter nach Norden über das mittelalterliche Zons. Grün und saftig ist es derweil auf der rechten Rheinseite, nördlich von Monheim inmitten der Urdenbacher Kämpe. Eine Landschaft artverwandt mit dem Museum Insel Hombroich in Neuss: Wer dort die Treppenstufen am Ende des Kassenhäuschens hinabgeht, betritt die Auenlandschaft der Erft und damit einen der bezauberndsten Kunstorte Europas. Mit Kunst geht es weiter im pulsierenden Düsseldorf, das heute eine lebendige und vielseitige Kunstszene hat. Ein Abstecher ins Neanderland bringt Dich am Ende dieser zweiten Etappe zurück zu Deinen eigenen Wurzeln und macht Dich mit dem Urzeitmenschen, dem Neandertaler, bekannt.

Etappe 3


Düs­sel­dorf/Neuss – Duis­burg

Radfahrer im Landschaftspark Duisburg-Nord, © Dominik Ketz, Tourismus NRW e.V.

Relativ kurze Abschnitte auf dieser Etappe machen lange, ausgedehnte Stopps möglich: Gott sei dank, gibt es hier doch so vieles zu entdecken! Das Museum Insel Hombroich inmitten der Erft-Auen in Neuss, zum Beispiel  lohnt einen Zwischenstopp. Geballte Kunst und Architektur können Radfahrer bei einer Rast in der Kulturmetropole Düsseldorf erleben. Das linksrheinische Krefeld punktet mit Bauhaus-Architektur von Mies van der Rohe aus den 1920er Jahren. Am Ende der Etappe erwartet Duisburg durstige Radler mit einem zur Gastronomie-Meile ausgebauten Hafenareal: Der Duisburger Innenhafen ist ein besonders attraktives Stadtquartier am größten Binnenhafen der Welt. Ist die Sonne dann untergegangen strahlt das alte Hüttenwerk, der Landschaftspark Duisburg-Nord, in rot, grün und blau Schwindelfreie können vom Hochofen aus einen atemberaubenden Blick über das Ruhrgebiet genießen.

Etappe 4


Duis­burg – We­sel

Rheindamm bei Rheinberg, © Dominik Ketz, Tourismus NRW e.V.

Auf diesem Abschnitt des Radwegs geht es durch die dünner besiedelte und naturbelassenere Region Niederrhein. Wiesen und Felder bieten eine freie Sicht über die flache Landschaft – die gut trainierten Radlerbeine kommen hier zur Ruhe. Zwischen Wesel und Xanten liegt die Auenlandschaft Bislicher Insel. In der romantischen Wasserlandschaft überwintern jedes Jahr tausende Wildgänse. Von Oktober bis Februar tauchen sie als Formationen am Himmel auf oder lassen sich auf grünen Wiesen nieder. Mit einem Fernglas können Besucher sie ganz nah beobachten. Auch Gänse, Biber und Silberreiher haben in der Auenlandschaft ihr Zuhause.

Etappe 5


We­sel-Em­me­rich

Rheinaue an den Bislicher Inseln, © Sprave Regionalverband Ruhr

Zwischen Wesel und Xanten stoßen Radfahrer auf ein ganz besonderes Stück Natur: In dem vom Rhein umspülten Naturschutzgebiet Bislicher Insel leben seltene Tiere und Pflanzen. Gleich nebenan, im schmucken Dörfchen Bislich, legt eine Fähre ab, die Radler und Wanderer über den Strom nach Xanten bringt. Auf der linken Rheinseite können Besucher sich dann auf eine Zeitreise ins antike Rom begeben: Im Archäologischen Park Xanten laden die Überreste der Colonia Ulpia Traiana zu einem historischen Abstecher ein. Nur etwas weiter rheinabwärts bietet das kleine Städtchen Kalkar schon den nächsten lohnenden Halt. Kurz vor der niederländischen Grenze bietet sich in Emmerich  ein schöner Ausblick auf den hier besonders breiten Rhein und ein beindruckendes Bauwerk: Die Rheinbrücke Emmerich ist mit 803 Metern die längste Hängebrücke Deutschlands.