Beuys und Kre­feld

Illustration Kaiser Wilhelm Museum, © Tourismus NRW e.V.

Joseph-Beuys-Platz 1 steht auf dem Straßenschild. Ein erster Hinweis auf den berühmten Künstler. An dieser Adresse ragt mitten in der Krefelder Innenstadt ein palastartiges Gebäude empor – das Kaiser Wilhelm Museum. Während sich vor den großen Eingangstüren des Museums der Trubel der Innenstadt abspielt, können Besucher in den ruhigen Räumen im Innern auf Spurensuche des in Krefeld geborenen Künstlers Joseph Beuys gehen.

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Das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld, © Johannes Höhn

Ein al­che­mis­tisch wir­ken­des Cha­os


Beuys im Kai­ser Wil­helm Mu­se­um

Ein Haufen toter Honigbienen, Tierknochen, Glasflaschen und eine Filzmatte – allerlei Krimskrams in einem Doppelregal aus Holz, dazu ein Arbeitspult und ein Stuhl. Das ist die „Barraque D’Dull Odee“, eine Installation von Joseph Beuys, die übersetzt so viel wie „verlassener Ort“ bedeutet und im Untertitel auf den „Arbeitsplatz des Wissenschaftlers/Künstlers“ hinweist, seinen Arbeitsplatz. Beuys hat zudem Rahmen und Scheiben des Museumsraumes mit deckender weißer Farbe überstrichen, um den Kellercharakter zu betonen. Die Installation ist Teil des einzigen Raumensembles von Beuys in Nordrhein-Westfalen, das heute noch genauso betrachtet werden kann, wie der Künstler es zu Lebzeiten eingerichtet hat.

Joseph Beuys hatte schon seit seiner frühesten künstlerischen Arbeit eine starke Verbindung zum Kaiser Wilhelm Museum. Mit 27 Jahren stellte er hier das erste Mal aus – zwei Aquarelle und die Bronzeplastik „Liegendes Schaf“. Neben der Installation sind die Kunstmuseen Krefeld, bestehend aus Kaiser Wilhelm Museum und den Museen Haus Lange und Haus Esters, im Besitz weiterer Werke und Dokumente von Beuys, die im Jubiläumsjahr in verschiedenen Ausstellungen gezeigt werden.

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Beuys Geburtshaus in Krefeld , © Johannes Höhn

Am Alex­an­der­platz


Die Wie­ge von Beuys

Nicht weit vom Kaiser Wilhelm Museum entfernt, quasi um die Ecke, stand am Alexanderplatz, im Haus mit der Nummer Fünf, die Wiege von Joseph Beuys. In dem stuckverzierten Haus von 1920 lebte er gemeinsam mit seinen Eltern Johanna und Josef Jakob Beuys für kurze Zeit, bevor sie nach Kleve umzogen. Heute erinnert eine Tafel an dem denkmalgeschützten Gebäude an den Künstler.

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Haus Lange und Haus Esters, © Simon Erath

Kre­feld er­kun­den


High­lights am We­ges­rand

Auch die Museen Haus Lange und Haus Esters sind ein lohnenswerter Stopp auf der Route, die Villen sind zwei Glanzlichter des Neuen Bauens aus der Hand des Architekten Ludwig Mies van der Rohe in Krefeld. Über den Egelsberg und vorbei am Elfrather See geht es durch niederrheinische Natur an die Uerdinger Rheinpromenade – hier verlockt Street-Art am Rheinufer dazu, vom Rad abzusteigen, ein Stück zu schieben und sich die urbanen Kunstwerke genauer anzuschauen.

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    Eingang des Kaiser Wilhelm Museums in Krefeld, © Johannes Höhn
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    Museum Haus Lange, Haus Esters, Krefeld, © Jan-Paul Laarmann
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    Der Joseph-Beuys-Platz in Krefeld, © Johannes Höhn
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    Joseph Beuys Geburtshaus in Krefeld, © Johannes Höhn
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    Beuys Geburtshaus am Alexanderplatz 5 in Krefeld, © Johannes Höhn
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    Joseph Beuys Geburtshaus in Krefeld, © Johannes Höhn

Auf nach Kre­feld

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Illustration Kaiser Wilhelm Museum, © Tourismus NRW e.V.