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Frischer Walbecker Spargel, © Michael Ricks

Spar­gel­ge­nuss in NRW


Re­gio­na­les Edel­ge­mü­se

In der An­ti­ke war er be­son­ders we­gen sei­ner ge­sund­heits­för­dern­den Wir­kung be­liebt, heu­te wird er vor al­lem als De­li­ka­tes­se ge­schätzt. Wäh­rend der Spar­gel­sai­son in NRW wird Kul­tu­rel­les und Ku­li­na­ri­sches rund um das Edel­ge­mü­se für Be­su­cher zum „Spit­zen-Er­leb­nis".

Spargel macht glücklich und gesund, das wussten schon die Menschen in der Antike: Im alten Griechenland trugen Bräute einen Kranz aus wildem Spargel, junge Römer hängten sich Spargelstangen als Liebesamulett um den Hals. Auch in den eroberten nördlichen Provinzen wollte man damals nicht auf diese besondere Delikatesse verzichten. Ein entsprechendes Preisschild, das bei Ausgrabungen in Trier gefunden wurde und etwa auf das 2. Jahrhundert nach Christi Geburt datiert werden konnte, ist der erste sichere Nachweis für die Produktion von Spargel in Deutschland.

In NRW finden Genießer das erntefrische Gemüse vom Niederrhein bis hinunter in das Vorgebirge zwischen Köln und Bonn, über Westfalen-Lippe bis ins östliche Münsterland - überall, wo es Klima und Boden zulassen. Hohe Jahresmitteltemperaturen und geringe aber ausreichende Niederschläge lassen etwa die Vegetationsperiode rund um Bornheim früher beginnen und später enden, als in anderen Regionen. Im Bereich der Altrheinarme der Kölner und Bonner Bucht sorgen sandige Lössböden für Geschmack.

Schmeckt besonders nussig-süß: Spargel aus Walbeck

Das Edelgemüse hat daher in NRW Tradition: Seit den 1920er Jahren bauen Landwirte etwa im zu Geldern gehörenden Walbeck und Umgebung Spargel an. Dort, wo heute der Walbecker Spargel wächst, verlief während der Eiszeit ein Gletscher, was bis heute für optimale Bodenverhältnisse und den typischen Geschmack sorgt: Die Spargelstangen schmecken besonders nussig-süß. Das gibt es Schwarz auf Weiß mit Brief und Siegel: Qualität, Tradition und Beschaffenheit des Spargels aus Walbeck und aus Bornheim sind von der Europäischen Union offiziell anerkannt und ins Register regionaltypischer Spezialitäten aufgenommen worden. Mit diesem europaweiten Schutz der geografischen Angabe steht das Gemüse aus NRW in einer Reihe mit dem Parmaschinken oder dem Champagner.

Bis  zum Ende der Saison verbindet eine eigens eingerichtete SpargelLinie den Bahnhof Geldern mit verschiedenen Haltestellen im Spargeldorf Walbeck. An allen Sonn- und Feiertage in der Spargelzeit pendelt der Bus in Abstimmung mit dem Bahnfahrplan hin und her. www.stadtlinie-geldern.de

Rund um Geldern gibt es gleich mehrere Routen, auf denen sich das „Weiße Gold“ ganz gemütlich mit dem Rad erfahren lässt, zum Beispiel die Agro-Route, die an verschiedenen Spargelbetrieben vorbeiführt. Die Fahrradroute ist insgesamt ungefähr 100 Kilometer lang, kann aber in vier Rundkursen von jeweils 25 bis 40 Kilometern befahren werden.
www.geldern.de

Neben Walbeck gibt es am Niederrhein noch viele weitere, wenn auch weniger bekannte Anbauregionen. Auch hier laden die Höfe zum Spargelessen oder Spargelfesten ein. Weitere spezielle Programmpunkte in der Erntezeit sind Führungen auf dem Spargelacker oder eine Stadtführung durch die historische Innenstadt von Rheinberg mit anschließendem Spargelessen im Restaurant. Wer gleich mehrere Höfe besuchen will, kann sich auch aufs Rad schwingen - am flachen Niederrhein auch für eher untrainierte Fahrer kein Problem.
www.gutes-vom-niederrhein.de   

Spargelfahrten mit der Selfkantbahn

Im Kreis Heinsberg lädt die letzte noch erhaltene schmalspurige Dampfkleinbahn in Nordrhein-Westfalen, die Selfkantbahn, zu kulinarischen Fahrten ein: An Sonn- und Feiertagen im Mai und Juni können Besucher einen Ausflug mit dem historischen Dampfzug der Museumseisenbahn mit einem Spargelessen am Bahnhof Schierwaldenrath kombinieren. Dort ist auch eine Sammlung historischer Dampf- und Dieselloks sowie Personen- und Güterwaggons aus allen Epochen der deutschen Kleinbahngeschichte zu sehen.
www.selfkantbahn.de

Höfe in NRW ernten im Schnitt 17.500 Tonnen Spargel

Angst, keinen Spargel abzubekommen, muss in NRW übrigens niemand haben. Mit einer Anbaufläche von etwa 3.700 Hektar ist das Bundesland eines der Hauptanbaugebiete für Spargel in Deutschland. Im Schnitt ernten die Höfe im Land 17.400 Tonnen des leckeren Gemüses. Frisch gibt es die weißen und grünen Stangen natürlich in erster Linie auf den Höfen selbst. Rund 140 von ihnen haben sich zur "Spargelstraße NRW" zusammengeschlossen und laden während der Saison von April bis Juni zu vielen Aktionen und Veranstaltungen rund um das edle Gemüse ein.
www.spargelstrasse-nrw.de

Rei­se­an­ge­bo­te

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An­bie­ter

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Haus Deckers, © Haus Deckers GbR

Haus De­ckers

Gel­dern-Wal­beck

Im Her­zen des idyl­li­schen Spar­gel­dorfs Wal­beck er­war­tet die Gäs­te ein ty­pisch nie­der­rhei­ni­sches Gast­haus mit re­gio­na­ler Kü­che, die durch jah­res­zeit­li­che Spe­zia­li­tä­ten ge­prägt ist.

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Im Restaurant, © Am See Park Janssen GmbH

Ho­tel See Park Jans­sen

Gel­dern

Die Kü­che des See Park Jans­sen im nie­der­rhei­ni­schen Gel­dern bie­tet re­gio­na­le Spe­zia­li­tä­ten und Vi­tal­kü­che, wo­bei be­son­de­rer Wert auf Qua­li­tät und Fri­sche ge­legt wird.

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Spar­gel­re­zep­te

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Saltimbocca von Spargel, Ullrich Langhoff, © Lippeschlößchen

Sal­tim­boc­ca vom Spar­gel

Der ita­lie­ni­sche Klas­si­ker neu auf­ge­setzt mit dem „wei­ßen Gold“ vom Nie­der­rhein: Sal­tim­boc­ca vom Spar­gel nach dem Re­zept von Ull­rich Lang­hoff zau­bert den Früh­ling auf den Tel­ler.

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Coq au vin blanc, © Ralf Kaiser

Coq au vin blanc

Der Klas­si­ker aus Frank­reich mal som­mer­lich und re­gio­nal in­ter­pre­tiert: Clau­dia Stern emp­fiehlt Coq au vin blanc mit Spar­gel-Bei­la­ge.

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Hei­mat­ge­nuss

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Flaschen Fiege Pils im Bermudadreieck in Bochum

Bier­spe­zia­li­tä­ten aus NRW

Das Bier ist in NRW so viel­fäl­tig wie das Land: Tra­di­tio­nel­le Re­zep­te und im­mer neue Krea­tio­nen sor­gen für Ab­wechs­lung und gren­zen­lo­sen Ge­nuss. Ob fruch­tig, sprit­zig, herb, süß oder wür­zig – je­de nord­rhein-west­fä­li­sche Bier­k­rea­ti­on ist ei­ne ein­zig­ar­ti­ge Spe­zia­li­tät.

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Der Eifeler Döppekooche, ein traditioneller Kartoffelauflauf, wird heute als schmackhaftes Ofengericht wiederenteckt, © Archiv Eifel Tourismus GmbH

Rhei­nisch-west­fä­li­sche Kü­che

Wer Nord­rhein-West­fa­len rich­tig ken­nen­ler­nen will, kommt an Rhei­ni­schem Sau­er­bra­ten, Ber­gi­scher Kaf­fee­ta­fel oder West­fä­li­schem Pi­ckert nicht vor­bei. Tritt ein in die rhei­nisch-west­fä­li­sche Kü­che und ent­de­cke nord­rhein-west­fä­li­sche Tra­di­ti­ons­ge­rich­te!

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Himmel & Ääd, © Tourismus NRW e.V. / Miss Gliss

Re­zep­te aus der Re­gi­on

Un­se­re Re­zep­te lie­fern Dir vie­le Ide­en für Dein nord­rhein-west­fä­li­sches Ge­nus­s­er­leb­nis. Mit den ein­fa­chen An­lei­tun­gen und Ge­heim­tipps un­se­rer Spit­zen­kö­che, Pro­du­zen­ten und Ge­nuss-Bot­schaf­ter stellst Du die köst­li­chen Ge­rich­te ganz ein­fach selbst her!

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Impressionen & Videos


Lass Dich inspirieren: Dein NRW in Bildern

Ullrich Langhoff, © Dominik Ketz/Tourismus NRW e.V.

Man taucht den Spar­gel zum Ga­ren (nicht ko­chen!) in ein Salz-Zi­tro­nen-But­ter­bad. Dar­in soll­te er nicht län­ger als zwan­zig Mi­nu­ten lang­sam zie­hen.


Ull­rich Lang­hoff
Dein Ge­nuss-Bot­schaf­ter für die Re­gi­on Nie­der­rhein

Den Ge­nuss der Re­gio­nen ent­de­cken


Un­se­re Ge­nuss-Bot­schaf­ter aus NRW stel­len sich vor

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