Ein leerer Raum kann ein Kunstwerk sein. Yves Klein machte genau diese Idee 1961 in Haus Lange erfahrbar: Für seine Ausstellung „Yves Klein – Monochrome und Feuer“ räumte er einen Saal vollständig aus und erklärte die Leere zum Werk. Le Vide – „Der Raum der Leere“ – ist bis heute in Haus Lange erhalten. An diesem historischen Ort zeigen die Kunstmuseen Krefeld vom 26. September 2027 bis zum 27. Februar 2028 nun die Ausstellung „Yves Klein 100. Immaterielle Räume der Kunst und Architektur“.
Anlässlich des 100. Geburtstags des französischen Künstlers im Jahr 2028 widmet sich die Schau erstmals schwerpunktmäßig seinem Verhältnis von Kunst, Architektur und Raum. Sie führt von Kleins berühmten monochromen Bildern und seinen Feuerarbeiten zu Entwürfen, in denen Farbe, Luft, Energie und Leere zu eigenständigen künstlerischen Materialien werden. Gästen können vor Ort einen Blick auf Zeichnungen, Modelle und Dokumente werfen – darunter monumentale blaue Reliefs, die Klein zwischen 1957 und 1959 für das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen schuf, sowie Architekturentwürfe, die 1960/61 gemeinsam mit Claude Parent entstanden.
Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Adolf-Luther-Stiftung und der Yves Klein Foundation entsteht, beleuchtet auch Kleins enge Verbindungen zum Rhein-Ruhr-Gebiet. Parallel zeigt Haus Esters Werke der Nouveau Réalistes und weiterer Künstler:innen der 1950er- und 1960er-Jahre. Die Ausstellung macht damit nicht nur Yves Kleins radikalen Kunstbegriff verständlich, sondern auch seinen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst und Architektur.
Leistungen
- Eintritt in die Ausstellung "Kunst Hand Werk Brücke" im Haus Lange
- Eintritt zu weiteren Ausstellungen in den Bauhaus-Villen Haus Lange und Haus Esters
- Eintritt zum Kaiser Wilhelm Museum mit Dauer- und Sonderausstellung (Bei Erwerb der Verbundkarte für alle drei Häuser der Kunstmuseen Krefeld)