Manche Veränderungen sind aber auch eine rein menschliche Entscheidung: Ein Bad zum Beispiel hat es anfangs nicht gegeben hier oben, zunächst haben Gäste sich im Wohnhaus von Irmins Familie gewaschen. Heute gibt es ein kleines, aber äußerst feines Baumhaus-Bad mit Holzwanne und Steinwaschbecken. Schnell noch den Pellet-Ofen erklärt, Feuer auf Knopfdruck ist eine tolle Sache, dann verabschiedet sich Irmin. Allein bin ich trotzdem nicht: Mein Sohn ist nachgekommen.
Gemeinsam drehen wir draußen noch schnell eine kleine Runde, vorbei am Schäferwagen, der gleich neben dem Baumhaus steht und eine weitere besondere Unterkunft ist. Im Dunkeln ist sonst nicht viel zu sehen, da machen wir lieber ein kleines Feuer in einer Feuerschale, die zum Haus gehört.
Als wir später nach oben zurück ins Baumhaus kommen, ist es da lecker warm. Nicht unbedingt an den Füßen, aber zumindest in Kopfhöhe, bemerken wir beim Kochen mit hochroten Wangen. 28 Grad Celsius zeigt das Thermometer schließlich, das an der Wand hängt. Wie der Ahorn wohl mit der einseitigen Hitze auskommt, fragen wir uns. Wir schalten den Ofen lieber aus, für alle Beteiligten sicher gesünder. Für den Rest des Abends kuscheln wir uns in die zu Betten umfunktionierte Schlafsofas und Schmökern in den vielen Büchern über Bäume und Baumhauskonstruktionen, die passenderweise in der Hausbibliothek zu finden sind. Gutes W-Lan gibt es aber auch.