Gute Aussichten vom Drachenfels
Start der Route ist in Königswinter. Hier werden die kahlen Steinwände des Drachenfels von üppigem Baumbestand eingerahmt. Mit der Drachenfelsbahn können Besuchende den sagenhaften Berg mühelos bezwingen - hoch oben ist die Verschnaufpause mit Blick auf den Rhein inmitten der Hügellandschaft besonders schön. Wer noch etwas Puste hat und das Fahrrad hier stehen lässt, kann wunderschöne mehrstündige Wandertouren durchs Siebengebirge unternehmen. Absolutes Pflichtprogramm: Ein Besuch von Schloss Drachenburg, das unterhalb des Drachenfels über dem Rheintal thront.
Monheim am Rhein
Auf der rechten Rheinseite, in Richtung Monheim am Rhein, zeigt sich der Rheinradweg von seiner grünen Seite. Im Rheinbogen öffnen sich Deichwege, Wiesen und Auenlandschaften. In der Monheimer Altstadt lädt ein vielfältiges gastronomisches Angebot zu einer Pause ein. Neben ihren historischen Gassen und dem alten Markt steht dort auch das Monhiemer Wahrzeichen: der Schelmenturm. Das Museum ist wochenends und am Feiertag für Besuchende geöffnet.
Weiter geht es auf dem Rheindeich Richtung Baumberg. Dort wartet ein Museums-Schiff, der ehemalige Aalschokker Fiat Voluntas auf Besuchende. Nur wenige Pedaltritte weiter wird es wieder grün. In der Urdenbacher Kämpe verschwimmen Stadt- und Naturgrenzen. Hier befindet sich das ehemalige Römerkastell Haus Bürgel, welches zum Unesco-Welterbe Niedergermanischer Limes gehört. Es beherbergt heute unter anderem ein römisches Museum.
Luxuriöses Shopping und urige Brauhäuser
Geballte Kunst und Architektur können Radfahrende bei einer Rast in der Kulturmetropole Düsseldorf erleben: Am Rheinufer sitzen, die architektonische Einzigartigkeit des Medienhafens bewundern oder auf dem Rheinturm aus einer Höhe von 172 Metern einen Ausblick auf die Stadt und das Umland genießen. Im historischen Zentrum Düsseldorfs, der Altstadt, locken rund 260 Kneipen, Brauereien und Diskotheken an die „längste Theke der Welt“. Klassische Moderne und Gegenwartskunst gibt es im K20, K21 und im F3 Schmela Haus. Wer auf seinem Fahrrad noch Platz für Einkaufstüten hat, kann auf der Königsallee, der Luxusmeile am Rhein, bei Gucci, Armani und Chanel shoppen gehen. Ein bisschen bummeln und die Schaufenster betrachten ist aber auch schon ein Vergnügen. Doch nicht nur auf der „Kö“ ist es pompös – Schloss Benrath gilt als bedeutendstes architektonisches Gesamtkunstwerk Düsseldorfs. Im englischen Garten mit seltenen Bäumen und im französischen Garten mit Wasserspielen und Blumenrabatten können Radfahrende eine Auszeit fernab vom Trubel der Großstadt genießen.
Uralte Ahnen im Neanderland
Der Kreis Mettmann, der im Osten an die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt grenzt, ist auch als Neanderland bekannt. Im Neandertal wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts das 42.000 Jahre alte Skelett eines Urzeitmenschen entdeckt: des Neandertalers. Das Neanderthal Museum in Mettmann widmet sich diesem besonderen Vorfahren der Menschen und erklärt Kindern und Erwachsenen alles Wissenswerte zum Neandertaler und zur Entwicklungsgeschichte des modernen Menschen.
Direkt vorbei am Neandertal führt auch der bekannteste Wanderweg der Region: Der Neanderland-Steig verbindet sehenswerte Altstädte und historische Stadtkerne, etwa Wülfrath oder Velbert-Langenberg, mit der niederbergischen Landschaft, die sich durch zahlreiche Seen, Moore und ausgedehnte Heidelandschaften auszeichnet.
Rast am größten Binnenhafen der Welt
Weiter geht es nach Duisburg. Wo einst Getreide gelagert und gemahlen wurde, können müde Radfahrende heute einen Cappuccino mit Blick aufs Wasser genießen: der Duisburger Innenhafen bringt mediterranes Flair in die Stadt. Das alte Hafenareal ist ein besonders attraktives Stadtquartier, dreimal täglich starten von hier Schifffahrten durch den Duisburger Hafen, dem größten Binnenhafen der Welt.
Naturerlebnisse vor atemberaubender Industriekulisse gibt es im Landschaftspark Duisburg-Nord. Im Zentrum steht ein stillgelegtes Hüttenwerk, das bei Einbruch der Dämmerung in rot, grün und blau beleuchtet wird. Schwindelfreie können vom Hochofen aus einen atemberaubenden Blick über das Ruhrgebiet genießen.
Blick auf Deutschlands längste Hängebrücke in Emmerich
Rechtsrheinisch geht es dann weiter Richtung Emmerich, wo eine besonders schöne Rheinpromenade zur nächsten Rast einlädt. Rad abstellen, flanieren und in einem der vielen Cafés und Restaurants sitzen und die Schiffe vorüberziehen sehen – das entspannt und sorgt für neue Energie. Von hier aus haben Besucher nicht nur einen Blick auf den an dieser Stelle besonders imposanten Fluss, sondern auch auf ein beindruckendes Bauwerk: Die Rheinbrücke Emmerich ist mit 803 Metern die längste Hängebrücke Deutschlands. Auf der anderen Seite liegt das Städtchen Kleve, deren Silhouette durch die Schwanenburg geprägt ist. Vom Schwanenturm bietet sich ein eindrucksvolles Panorama über die Rheinebene bis in die Niederlande.