Mit der Ausstellung „Schön & streng: Die Macht des Ornaments. Von Henri Matisse bis heute“ widmet sich das Von der Heydt-Museum der Rolle von Ornament, Muster, Wiederholung und geometrischer Ordnung in der Kunst. Ausgehend von der renommierten Malerei-Sammlung des Wuppertaler Museums zeigt die Schau, wie Künstlerinnen und Künstler wie Henri Matisse und August Macke seit Beginn des 20. Jahrhunderts Farbe, Form und Fläche zum eigentlichen Bildthema machten. Das Ornament erscheint dabei nicht als bloße Dekoration, sondern als künstlerisches Prinzip, das Klarheit, Struktur und sinnliche Präsenz erzeugt.
Die Ausstellung, die vom 11. Oktober 2026 bis 14. Februar 2027 läuft, verbindet ästhetische Lust am Schauen mit kunsthistorischer und gesellschaftlicher Reflexion. Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Philip Taaffe, Katja Davar, Thomas Bayrle, Nevin Aladağ, Azra Akšamija und Susan Hefuna zeigen, dass Rapporte, Serien, Ornamente und tradierte Muster heute auch Fragen nach Identität, Migration, kultureller Übersetzung und gesellschaftlicher Bedeutung aufwerfen.
Damit spannt das Von der Heydt-Museum einen Bogen von abstrakter Kunst, konkreter Kunst und Op Art bis zu aktuellen Positionen globaler Gegenwartskunst. Die Ausstellung macht deutlich: Ornamente sind keine Randerscheinung der Kunstgeschichte, sondern Träger von Geschichte, Bedeutung und Kommunikation. Sie sind schön in ihrer sinnlichen Wirkung und streng in ihrer formalen Ordnung.
Leistungen
- Eintritt in die Ausstellung "Schön & streng: Die Macht des Ornaments. Von Henri Matisse bis heute"
- Eintritt zu weiteren, zeitgleich stattfindenden Sonderausstellungen im Von der Heydt-Museum
- Eintritt in die ständige Sammlung des Von der Heydt-Museums