Die Ausstellung „Matisse: Symphonie der Farben“ im Phoenix des Lumières in Dortmund macht Farbe zum Erlebnis. Auf einer Fläche von 2.200 Quadratmetern verwandeln riesige Projektionen die Werke des französischen Künstlers Henri Matisse in eine immersive Bilderwelt, die sich über die Wände und den Boden der ehemaligen Gasgebläsehalle erstreckt. Dabei stehen Blau, Gelb, Rot, Grün, Rosa und Mauve für unterschiedliche Phasen seines Schaffens. Besonders eindrucksvoll sind die berühmten „Blauen Akte“ aus dem Jahr 1952: Bei dieser von Henri Matisse im Spätwerk entwickelten Kunstform wurden mit leuchtender Gouache bemalte Papiere mit der Schere in Formen geschnitten und zu neuen Kompositionen arrangiert. In der Projektion lösen sich die statischen Schnitte auf und setzen sich zu bewegten Kompositionen zusammen. Farben fließen ineinander, Formen verändern ihre Position und einzelne Motive scheinen sich durch den Raum zu bewegen.
Kunst, die den Raum ausfüllt
Die Inszenierung führt vom durch ihn geprägten Fauvismus über seine Reisen und die Entdeckung des mediterranen Lichts bis zu seinen späten Arbeiten. Dabei wird deutlich, wie die Farbe für ihn zunehmend zum eigenständigen Ausdrucksmittel wurde. Eine Erzählerstimme begleitet den Rundgang mit Gedanken des Künstlers zu den einzelnen Farben. Ein fein abgestimmter Soundtrack untermalt die wechselnden Bildwelten atmosphärisch.
Ergänzend ist die rund 15-minütige Kurzshow „Frida Kahlo: Aus Leidenschaft“ zu sehen. Selbstporträts sowie Pflanzen- und Naturmotive geben Einblick in das Werk der mexikanischen Künstlerin, deren Arbeiten von Themen wie Schmerz, Identität und Freiheit geprägt sind.