Der Altenberger Dom in Odenthal ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des Bergischen Landes. Die ehemalige Abteikirche des Zisterzienserklosters Altenberg liegt eindrucksvoll im Tal der Dhünn, umgeben von Wiesen, Wald und den historischen Resten der Klosteranlage. Obwohl er „Dom“ genannt wird, ist er keine Bischofskirche; der Name verweist vielmehr auf die kathedralartige Größe und Wirkung des gotischen Bauwerks. Der Neubau begann 1259, die Schlussweihe erfolgte 1379. Typisch für die Zisterzienser ist die klare, ausgewogene Architektur, die trotz ihrer Größe vergleichsweise schlicht wirkt. Besonders prägend sind das hohe Mittelschiff, die großen Maßwerkfenster und das berühmte Westfenster, das den Innenraum mit farbigem Licht füllt. Es stellt das Himmlische Jerusalem dar und ist mit seinen 144 Quadratmetern das größte Kirchenfenster nördlich der Alpen. Von der langen Geschichte des Klosters, der Herzöge und Grafen des Bergischen Adelsgeschlechts zeugen außerdem zahlreiche Hochgräber und Grabplatten der weltlichen und geistlichen Fürsten im Innern der Kirche.
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