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Fördergerüst am Phänomania Erfahrungsfeld, Essen, © Ruhr Tourismus / Achim Meurer (www.achimmeurer.com)

Revier-Routen


Auf 15 Themenrouten durchs Ruhrgebiet

Grubenfahrt, Bahngeschichten oder Wasserlandschaft – auf insgesamt elf Rundkursen, vier Streckentouren und einer Mountainbikeroute können Radfahrer zu unterschiedlichen Themen quer durchs Ruhrgebiet radeln. Das Probierstück etwa ist mit 29 Kilometern die kürzeste Strecke und für Einsteiger bestens geeignet, die Elefantenrunde ist mit 68 Kilometern die längste Tour der Revier Routen, Highlight ist hierbei der Glaselefant im Maximilianpark in Hamm.
Der Verlauf der Strecken ist durch ein Knotenpunktsystem gekennzeichnet, das insgesamt 1200 Radkilometer im Ruhrgebiet aufweist.

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Unesco-Welterbe Zeche Zollverein in Essen, © Ruhr Tourismus  Achim Meurer (www.achimmeurer.com)

Probierstück


Zahlreiche Highlights auf 29 Kilometern

Die kürzeste Tour der Revier Routen führt abseits vom Autoverkehr über stillgelegte Bahntrassen und Kanaluferwege. Es geht vorbei an beeindruckenden Halden, durch Arbeitersiedlungen und zu ruhrgebietstypischen Büdchen mit Kultstatus. Besonders sehenswert ist das  Unesco-Welterbe Zeche Zollverein, das  Start- und Zielpunkt  der Tour ist. Die Tour ist vor allem für Familien mit Kindern geeignet und zeigt die ganze Vielfalt des Ruhrgebiets.

Länge: 29 Kilometer
Start/Ziel: Unesco-Welterbe Zeche Zollverein
Weitere Infos: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-probierstueck

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Radfahren am Niederrhein, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz

Auenland


Den Rhein entlang

Die Tour startet in Wesel und verläuft dann Richtung Süden, die weitläufigen Rheinauen entlang, in Richtung Orsoy, das auf der anderen Uferseite liegt. Hier können Radfahrer mit der Rheinfähre übersetzen und durch beschauliche Ortschaften sowie weite Landschaften fahren. Bevor es wieder zurück nach Wesel geht, ist das beeindruckende Lippe-Mündungsdelta das letzte große Highlight der Tour.

Länge: 54 Kilometer
Start/Ziel: Preußenmuseum/Wesel
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-auenland

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Radfahren im Landschaftspark Duisburg-Nord, © redrevier

Stahlküche


Den Wandel erfahren

Kaum eine Region hat sich in den letzten Jahren und Jahrzenten so stark gewandelt wie das Ruhrgebiet. An Stellen, an denen früher malocht wurde, stehen heute Cafés, Restaurants oder Freizeitzentren. Ob der Gasometer in Oberhausen oder der Landschaftspark Duisburg-Nord, auf dieser Tour belegen alte Industriedenkmäler, die zu kulturellen Zentren umfunktioniert wurden, die einstige Bedeutung der Stahlindustrie für die Region.

Länge: 47 Kilometer
Start/Ziel: Gasometer Oberhausen
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-stahlkueche.html

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RadRevierRuhr Nordsternpark Gelsenkirchen, © radrevier

Grubenfahrt


Auf den Spuren des Bergbaus

Vom Unesco-Welterbe Zeche Zollverein in Essen geht es über die Bahntrasse Nordsternweg nach Gelsenkirchen. Als Abstecher abseits der Strecke bieten sich die Schurenbachhalde und der Nordsternpark in Gelsenkirchen an. Wer dann noch Power hat, sollte die schweißtreibende Auffahrt zum Tetraeder Bottrop auf sich nehmen und die einzigartige Aussicht über das westliche Ruhrgebiet genießen, bevor es dann Richtung Süden über die Rheinische Bahn wieder zurück nach Essen geht.

Länge: 39 Kilometer
Start/Ziel: Unesco-Welterbe Zollverein
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-bahngeschichten.html

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Route Gartenstadt im RadRevierRuhr in Essen, © radrevier

Gartenstadt


Vorbei an der schönsten Arbeitersiedlung der Region

Zum Gas geben lädt  der RS1, Deutschlands erster Radschnellweg ein, der von Mülheim  bis nach Essen führt. Hier geht es weiter auf der Grugatrasse bergab Richtung Ruhr. Highlight der Tour ist die Gartenstadt Margarethenhöhe, die eine der schönsten Arbeitersiedlungen des Ruhrgebiets ist. Der Baldeneysee ist der ideale Ort für eine kurze Rast im Grünen, bevor es weiter zu den historischen Stadtteilen Werden und Kettwig durch die Ruhrauen zurück zum Mülheimer Bahnhof geht. Da die Radwege ausschließlich abseits der Straße verlaufen, ist diese Tour besonders für Kinder geeignet.

Länge: 48 Kilometer
Start/Ziel: Mülheim a.d. Ruhr Hbf
Weitere Informationen: Länge: www.ruhr-tourismus.de/revierrouten

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Das Ruhrtal in Hattingen, © Dennis Stratmann

Von Ruhr zu Ruhr


Das Bergische erfahren

Diese Tour zeichnet sich durch Bahntrassen, die Natur des Ennepe-Ruhr Kreises und die Industriekultur am Wegesrand aus. Herzstück ist dabei die Kohlenbahn, die vor über 100 Jahren für den Transport der Kohle gebaut wurde und heute als Rad- und Wanderweg dient. Gleich zu Beginn geht es 17 Kilometer bis nach Sprockhövel leicht bergauf. Hat man diese Hürde geschafft, wird es leichter. Der RuhrtalRadweg führ Dich zur Zeche Nachtigall. Ein Highlight ist die Überfahrt mit der Ruhrtalfähre. Wer am Ende noch Zeit hat, sollte sich unbedingt das LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen anschauen. Hier steht der älteste Hochofen im Ruhrgebiet.

Länge:  58 Kilometer
Start/Ziel: Henrichshütte Hattingen
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-ruhr-zur-ruhr

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Maximilianpark in Hamm, © radrevier

Elefantenrunde


Die längste Tour der Revier Routen

Die Elefantenrunde ist die längste Tour und verläuft über weite Wiesen und Felder des östlichen Ruhrgebiets. Ihren Namen hat sie dem bei Dunkelheit leuchtenden Glaselefanten im Maximilianpark in Hamm zu verdanken. Er ist das Highlight der Tour. Doch zunächst führt der Weg zwischen  Lippe und  Datteln-Hamm-Kanal in Richtung Westen, ab  Yachthafen Marina Rünthe in Bergkamen geht es weiter  nach Süden in Richtung Unna. Zurück in Hamm geht es zum Maximilianpark. Auch das Gradierwerk im Kurpark und Maximare Erlebnistherme sind einen Besuch wert.

Länge: 68 Kilometer
Start/Ziel: Hamm Hbf
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-elefantenrunde

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Lippeaue in Hamm im Sauerland, © Tourismus NRW e.V.

Zweistromland


Entlang der Lippe und Seseke

Auf der Tour Zweistromland geht es zunächst entlang der Lippe durch die wunderschöne Auenlandschaft Ostwestfalens. Am Seepark Horstmar gibt es die Möglichkeit für einen Stopp, wer mag, kann hier sogar baden zu gehen. Dann geht es weiter auf einer ehemaligen Klöcknerbahn zum Yachthafen Marina Rünthe und hoch auf die Halde Großes Holz – wer oben angekommen ist wird mit einem Blick übers Ruhrgebiet belohnt. Am Ende geht es entlang der Lippe wieder zurück nach Lünen.

Länge: 48 Kilometer
Start/Ziel: Lünen Bahnhof
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-zweistromland.html

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Der Ruhrtalradweg im Ruhrgebiet, © Ruhr Tourismus GmbH

Handelswege


Horizonte erfahren

Der „Hellweg“ gehörte im Mittelalter in Westfalen zu den wichtigsten Handelswegen. Er verläuft vom Rhein bei Duisburg bis zum Weserübergang bei Corvey in Höxter. Direkt an dem historischen Handelsweg in Unna liegt der Startpunkt dieser Tour. Sie führt hoch hinauf auf den Haarstrang, eine Hügelkette, die sich von Westen nach Osten erstreckt. Von hier oben gibt es traumhafte Ausblicke über das Land. Weiter geht es auf dem RuhrtalRadweg Richtung Frödenberg. Wer Lust hat, kann hier das Kettenschmiedemuseum besuchen. Ein weiteres Highlight ist das Wasserschloss Opherdicke. Ziel ist wieder die Stadt Unna, mit ihren gemütlichen Cafés und zahlreichen Restaurants.

Länge: 45 Kilometer
Start/Ziel: Unna Bahnhof
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-handelswege.html

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Phoenixsee in Dortmund, © radrevier

Wasserlandschaft


Entlang von Flüssen und Seen

Sie ist eine der längsten Touren und geht vorbei an wunderschönen Gewässern des südlichen Ruhrgebiets.  Von Dortmund aus geht es flussaufwärts an der Emscher entlang und über die Hügelkette Haarstrang ins Ruhrtal. An der Ruhr entlang geht es bis nach Wetter. Highlights auf der Route sind die Stauseen Hengsteysee und Harkortsee, das Pumpspeicherwerk Koepchenwerk und die Wasserwerke erzählen von der Wasserwirtschaft der Region. Zurück nach Dortmund  kommst Du am besten mit der Bahn – in zahlreiche Gaststätten und Restaurants gibt es die Möglichkeit den Tag ausklingen zu lassen.

Start/Ziel: Dortmund Hbf
Länge: 62 Kilometer
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-wasserlandschaft

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Römer-Lippe-Route, © Dennis Stratmann

Kanalpassage


Historische Kanäle und sehenswerte Flusslandschaften

Auch heute noch werden Kanäle für die Schifffahrt genutzt. Sie ergänzen die natürlichen Flussläufe als direkte Wege und sind Thema dieser Route. Start ist beim Bahnhof in Lünen. Bis nach Waltrop geht es die Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal entlang. Einen historischen Kanal, den sich die Natur an einigen Stellen schon wieder zurückgeholt hat, gibt es südlich von Olfen zu entdecken. Nach Haltern am See bietet der Wesel-Datteln-Kanal entspanntes Radfahren an bestens ausgebauten Kanaluferwegen und die Lippefähre Maifisch bringt Dich vorbei am Haltener Stausee zur historischen Altstadt, von wo aus es mit der Bahn zurück nach Lünen geht.

Länge: 44 Kilometer
Start/Ziel: Lünen Bahnhof
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-kanalpassage.html

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Münsterland, Hohe Mark, Dorsten, Hervester Bruch, © Tourismus NRW e.V.

Landpartie


Vorbei an Höfen und Heiden

Bei der Landpartie-Route werden die zahlreichen Agrarflächen im Ruhrgebiet mit dem Rad durchquert. Dabei geht es zunächst Richtung Bottrop: Die Kirchheller Heide gehört zu den schönsten Landschaften des Ruhrgebiet, im Spätsommer blühen hier zahlreiche Pflanzen. Weiter geht es vorbei am Heidesee, der früher als Kiesgrube genutzt wurde und sich in den vergangenen Jahren zu einem wertvollen Biotop entwickelt hat. Bevor es dann zurück zum Bahnhof in Dorsten geht,  verläuft die Route zum Ende hin über eine ehemalige Bahntrasse durch das Örtchen Schermbeck hindurch.

Länge: 52 Kilometer
Start/Ziel: Dorsten Bahnhof
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-landpartie.html

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Halde Hoheward in Herten, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz

Haldenglück


Die schönsten Ausblicke übers Ruhrgebiet

Auch im Ruhrgebiet gibt es Berge. Durch Aufschüttung von Abraum, Schlacke und Bauschutt sind zu Hochzeiten der Industrie große Hügel entstanden – sogenannte Halden. Heute sind sie renaturiert und begehbar, sogar mit dem Rad kann man hinauf fahren. Die Route führt an zahlreichen Halden vorbei, wer allerdings das ganze Halden-Erlebnis erfahren möchte, der sollte den einen oder anderen Berg erklimmen. Halde Rheinelbe, Halde Pluto und Halde Hoheward sind nur einige der Highlights auf der Route.

Länge: 38 Kilometer
Start/Ziel: Essen Hbf
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/revierroute-haldenglueck.html

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Bochum, Brücke Eisenbahnmuseum, © RuhrtalRadweg, Stratmann

Bahngeschichte(n)


Auf Bahntrassen durchs Ruhrgebiet

Diese Route ist vor allem für Eisenbahnfans ein Muss: Sie erzählt die Geschichte der Lokomotivfahrt im Ruhrgebiet. Hier wurden im Zuge der Deindustrialisierung zahlreiche Bahntrassen zu außergewöhnlich guten Radwegen umfunktioniert. Die Tour startet an der Erzbahntrasse und führt an einem Kiosk, der  Erzbahnbude, vorbei, die sich für eine Verschnaufpause anbietet. Ein Highlight ist das Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen, das größte private Eisenbahnmuseum Deutschlands.

Länge: 36 Kilometer
Start/Ziel: Jahrhunderthalle Bochum
Weitere Informationen: www.ruhr-tourismus.de/tour-5

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Blick auf die Niers, © Kreis Viersen
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Im Sauerland genießen Radfahrer den Ausblick über die herrliche Landschaft, © Sauerland-Radwelt e. V. – Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein
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