Im Frühjahr und Sommer wird das Zwillbrocker Venn rosa, zumindest teilweise: Jedes Jahr zwischen März und September ist die nördlichste Flamingo-Brutkolonie Europas in dem Naturschutzgebiet des Münsterlandes zu beobachten. Besonders lebhaft geht es in den Sommermonaten zu: Im Juni schlüpfen in der Regel die ersten Flamingo-Küken und können bald auch am Ufer der Flamingoinsel beobachtet werden. Bis August wachsen sie und werden aktiver, bevor sie ab August flügge werden und bald mit der ganzen Kolonie zur Überwinterung in die Niederlande fliegen. Doch auch wenn die eleganten Vögel Namensgeber und Highlight der 450 Kilometer langen Flamingo-Route sind, hat diese Radtour noch mehr zu bieten.
Die Flamingo-Route: Ein Natur-Abenteuer auf zwei Rädern
Die Rundtour führt durch die schönsten und beeindruckendsten Naturräume der deutsch-niederländischen Grenzregion zwischen Enschede und Borken. Die Strecke führt durch Moore, Heiden und Schutzgebiete, die die Heimat für seltene Arten wie den blauen Moorfrosch oder den Lungenenzian sind. Raststationen und Pausenorte gibt es reichlich am Wegesrand, denn die Route geht auch vorbei an beschaulichen Dörfern und lebendigen Städten, die mit historischen Bauwerken wie dem Schloss Ahaus oder der Burg Gemen aufwarten und Einkehrmöglichkeiten bieten.