Sein Œuvre hat die internationale Gegenwartskunst mit Pigmentarbeiten, Spiegelskulpturen und raumgreifenden Installationen nachhaltig geprägt. Die Stadt Duisburg und der Landschaftsverbandes Rheinland haben dem indisch-britischen Künstler Anish Kapoor aus diesem Grund 2025 den Wilhelm-Lehmbruck-Preis verliehen. Anlässlich dieser besonderen Ehrung widmet das Lehmbruck Museum dem 1954 in Mumbai geborenen Bildhauer nun vom 24. April bis 30. August 2026 eine große Ausstellung, die sein Lebenswerk in den Fokus rückt.
Die neue Schau ist die umfangreichste Kapoor-Ausstellung in Deutschland seit mehr als zehn Jahren. Im Zentrum stehen Werke, die Wahrnehmung, Körper und Raum neu erfahrbar machen und zentrale Fragen nach Identität, Erinnerung, Verletzlichkeit und Unendlichkeit aufwerfen. Besonders reizvoll ist dabei das Zusammenspiel von Kapoors Arbeiten mit der Architektur des Lehmbruck Museums: Licht, Schatten, Material und Spiegelungen verwandeln den Museumsrundgang in einen immersiven Erfahrungsraum.
Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis wird seit 1966 alle fünf Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Frühere Preisträger waren unter anderem Joseph Beuys und Rebecca Horn. Die Ausstellung überführt diese renommierte Auszeichnung nun in ein sinnlich-philosophisches Ausstellungserlebnis, das Anish Kapoor als Meister des Monumentalen und des Metaphysischen zeigt.