Unter dem Titel „Barocke Motetten aus Leipzig“ widmet sich das Festival Alte Musik Knechtsteden zum großen Festivalabschluss am 26. September 2026 der geistlichen Chormusik Johann Sebastian Bachs und seiner Leipziger Tradition. Ausgangspunkt ist E.T.A. Hoffmanns romantische Deutung von Kirchenmusik als „Schöpferlob“: Bach erscheint darin als Komponist eines kühnen, kathedralartigen Klangbaus.
Die Rheinische Kantorei greift dieses Bild unter der Leitung von Edzard Burchards auf. Sie stellt Bachs doppelchörige Motetten „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“, „Komm, Jesu, komm“ und „Singet dem Herrn ein neues Lied“ in den Mittelpunkt eines faszinierenden Konzertabends.
Das Programm verbindet die Meisterwerke mit selten aufgeführter barocker Kirchenmusik aus Leipzig: Zu hören sind Werke von Johann Rosenmüller, Werner Fabricius, Sethus Calvisius, Sebastian Knüpfer, Tobias Michael, Johann Kuhnau sowie G. P. Telemann. Damit rückt der Abend nicht nur den Thomaskantor Bach, sondern auch seine Leipziger Amtsvorgänger und musikalischen Wegbereiter in den Fokus.
Die Rheinische Kantorei, gegründet von Hermann Max, gilt als Ensemble mit besonderer Expertise für historische Aufführungspraxis und Alte Musik; Burchards ist seit 2024 künstlerischer Leiter des Chores und des Barockorchesters Das Kleine Konzert.
Ausführende
- Rheinische Kantorei
- Continuo-Ensemble Das Kleine Konzert
- Edzard Burchards – Leitung
Leistungen
- Eintritt in das Abschlusskonzert des Festivals Alte Musik Knechtsteden "Barocke Motetten aus Leipzig" im Kloster Knechtsteden, das um 19.00 Uhr mit einem Einführungsgespräch in der Klosterbibliothek beginnt