Klein, fleißig und mit Zipfelmütze, das sind die Attribute der Heinzelmännchen, gutgesinnten Kölner Hausgeister, die der Sage nach einst Arbeiten über Nacht erledigten, um nicht gesehen zu werden. Nur wenige Schritte vom Kölner Dom entfernt, steht ein monumentaler Brunnen, der von ihnen erzählt und so eine der populärsten Kölner Sagen als steinernes Bildprogramm sichtbar macht. Im Mittelpunkt steht eine Schneidersfrau mit Laterne, die der Geschichte nach die heimlichen Helfer entdeckte, so dass sie nie wieder in Erscheinung traten. Von da an mussten die Menschen in Köln ihre Arbeiten wieder ganz alleine erledigen.
Der 1899 gestiftete Heinzelmännchenbrunnen besteht nicht nur aus Brunnenschale und Skulpturen, sondern auch aus verschiedenen Reliefplatten, die die Heinzelmännchen bei Handwerken wie Zimmern, Schreinern, Backen oder Schneidern zeigen. So erzählt der Brunnen nicht nur eine märchenhafte Geschichte, sondern auch vom alten Handwerk und vom Alltagsleben in der Stadt.