Der Neubau des Kunstmuseums Bonn stammt von dem Berliner Architekten Axel Schultes. Er wurde 1992 eröffnet
Kunstmuseum Bonn, Foto: David Ertl, Der Neubau des Kunstmuseums Bonn stammt von dem Berliner Architekten Axel Schultes. Er wurde 1992 eröffnet

Kunstmuseum Bonn

Bonn

Leuchtende Farben und einfache Formen: Zwei Eigenschaften, die die Rheinischen Expressionisten in ihren ausdrucksbetonten Gemälden zur rheinischen Geschichte, Tradition und Landschaft perfektionierten. Bildkomposition war für sie alles. Die Anordnung von Flächen und die Überspitzung von Farbwelten galten ihnen als Mittel des Ausdrucks gefühlsmäßiger Erfahrung. Kunstfans, die in diesen Kosmos eindringen möchten, sind im Kunstmuseum Bonn genau richtig. Hier treffen sie die größte Sammlung der Welt zum Thema an.

Neben Hauptwerken von August Macke kommen in dem Haus auf der Bonner Museumsmeile etwa Arbeiten von Heinrich Campendonk, Hans Thuar, Paul Adolf Seehaus, Carlo Mense und Max Ernst zur Geltung. Besonders eindrucksvoll ist die Gegenüberstellung von Mackes Gemüsefeld und Thuars Messdorf. Zwei Gemälde, die 1911 zeitgleich am selben Ort in der Nähe von Bonn entstanden. Die Künstler verband eine lebenslange Freundschaft, die heute noch an dem Einklang der Ausstellungsstücke zu sehen ist.

Präsentation über Künstlerräume

Doch nicht nur die Rheinischen Expressionisten haben in dem 1992 eröffneten Kunsttempel direkt neben der Bundeskunsthalle ihren großen Auftritt. Deutsche Kunst nach 1945 bildet einen weiteren Schwerpunkt des Hauses, das Exponate bewusst in Künstlerräumen inszeniert. Maximal drei Schaffende werden in jedem Areal zueinander in Beziehung gesetzt. Besuchende geraten immer wieder neu in Dialoge, die durch Spannungen und Harmonien gekennzeichnet sind. Der farbgewaltige Emil Schumacher trifft so etwa in einem Raum auf A.R. Penck, einen Maler, der unter anderem durch seine schwarz-weißen Symbolwelten Bekanntheit erlangte.

Die Architektur des von Axel Schultes entworfenen Gebäudes unterstützt diese Wechselwirkung: Starkes Oberlicht, ungewohnte Eckdurchgänge und große Freiflächen helfen dabei, sich Baselitz, Beuys, Richter, Polke, Gursky, Mucha, Kiefer und Palermo in ganz neuen Bedeutungszusammenhängen zu nähern. Auch die grafische Sammlung und Sammlung von Foto- und Videokunst sind im 7500 Exponate umfassenden Bestand mehr als nur sehenswert.

Alles Wichtige im Überblick

  • Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr
    Mittwoch 11–19 Uhr
    Montags geschlossen

    https://www.kunstmuseum-bonn.de/de/besuch/ihr-besuch/

    Heute geöffnet
    Dienstag 11:00 - 18:00
    Mittwoch 11:00 - 19:00
    Donnerstag 11:00 - 18:00
    Freitag 11:00 - 18:00
    Samstag 11:00 - 18:00
    Sonntag 11:00 - 18:00
  • Ermäßigt: 5,00 €
    Erwachsene: 10,00 €

    1-Tageskarte
    regulär € 10,00
    ermäßigt € 5,00
    frei bis einschl. 18 Jahre



    FREIER EINTRITT
    Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von einschließlich 18 Jahren
    Schüler:innen im Klassenverband
    Begleitpersonen von Schwerbehinderten, die im Ausweis eingetragen sind
    Stifter:innen und Mäzen:innen
    Mitglieder des Vereins der Freunde des Kunstmuseums Bonn e.V.
    ICOM-Mitglieder


    Aktion: Freier Eintritt an jedem 1. Sonntag im Monat.

    Ermäßigter Eintritt:

    Studierende
    Auszubildende
    Helfer:innen im freiwilligen/ökologischen Jahr
    Grundwehrdienst- und Zivildienstleistende
    Schwerbehinderte im Sinne des Schwerbehindertengesetzes
    Inhaber:innen des Bonn-Ausweises
    Gesellschaftliche Gruppierungen, die vom Rat der Stadt Bonn zu bestimmen sind, erhalten eine Ermäßigung von 20 %

Gut zu wissen

Weitere Infos

  • Kontakt

    Kunstmuseum Bonn

    Helmut-Kohl-Allee 2 53113 Bonn

    +49 228 77-6260

    E-Mail

    Website

Und sonst so?

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