Mit „Mindset Los Angeles“ zeigt das Marta Herford eine Ausstellung, die Frank Gehry nicht nur als Star-Architekten und -Designer, sondern als Produkt einer wilden, experimentierfreudigen Los-Angeles-Kunstszene liest. Im Zentrum steht Gehrys frühe Prägung durch die legendäre „Cool School“ – jenes lose, seit den späten 1950er Jahren in L.A. entstandene Milieu aus Kunst, Materialexperiment und Gegenkultur, das sich von Beat-Energie und Studiomentalität speiste. Seine Vertreter:innen verspürten den Drang, die Grenzen zwischen Kunst, Design und Architektur einzureißen.
Die Schau, die vom 27. Juni 2026 bis 10. Januar 2027 im Marta läuft, stellt somit unter Beweis, dass Gehrys revolutionäre Architektur nicht im Elfenbeinturm entstand, sondern im kreativen Schmelztiegel Kaliforniens. Das Museum selbst ist dafür die perfekte Bühne, schließlich ist das Marta Herford eine von Frank Gehry entworfene Bauskulptur, die 2005 eröffnet wurde.
Gäste können sich unter anderem auf Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Billy Al Bengston, John Baldessari, Larry Bell, Judy Chicago, David Hockney, Robert Irwin, Claes Oldenburg/Coosje van Bruggen, Ed Ruscha, Richard Serra und Pae White freuen. Die Ausstellung spannt einen Bogen von der amerikanischen Nachkriegskunst bis zu späteren Generationen, die aus diesem Kontext hervorgingen.