"Das Geleucht" auf der Halde Rheinpreußen in Moers, © Dennis Stratmann

Kos­ten­lo­se Aus­flugs­tipps


Für Groß und Klein, für Alt und Jung

Kunst und Industriekultur, Streichelzoo und freie Wildbahn, Ausstellung und Abenteuerspielplatz: In Nordrhein-Westfalen lässt sich auch mit leerem Portemonnaie ein prall gefülltes Ausflugsprogramm erstellen, das für jedes Alter eine schöne und abwechslungsreiche Zeit verspricht.

Verschiedene Museen etwa bieten Indoor- und Outdoor-Kultur ohne Kosten und laden regelmäßig zu einem eintrittsfreien Besuch ein. Die Themen reichen dabei von Archäologie über Industriekultur, Kunst und Klostergeschichte bis zur Naturkunde. Wie gigantische Abenteuerspielplätze, auch für Erwachsene, präsentieren sich verschiedene Schauplätze der Industriekultur, darunter etwa die Unesco-Welterbestätte  Zeche Zollverein, die zum Beispiel bei einer Partie Soccer-Golf erkundet werden kann. Noch älter, aber immer noch ebenso sehenswert sind Gärten und Parks, die rund um Schlösser und Klöster kostenfrei zum Verweilen und Entdecken einladen.  Wer Lust auf ein paar Kuscheleinheiten mit Kaninchen oder Ziegen hat, kann in einem der kostenlosen Tierparks und Wildgehege Vierbeiner streicheln und füttern.

Damhirsch im Tierpark Olderdissen in Bielefeld, © Johannes Höhn

Ei­ne tie­risch gu­te Zeit


Be­such im Strei­chel­zoo und in der frei­en Wild­bahn

In NRW gibt es viele kostenfreie Tierparks und Wildgehege, in denen die vierbeinigen Bewohner nicht nur besucht, sondern auch gestreichelt und gefüttert werden können. Sowohl im Tierpark Alsdorf in der Nähe von Aachen als auch im Tierpark Weeze am Niederrhein machen die Streichelzoos der ganzen Familie Spaß. Der Heimat-Tierpark Olderdissen in Bielefeld ist auch für Nachteulen ein lohnendes Ziel: Das Gelände, auf dem unter anderem Wisente, Tarpane, Wölfe, Luchse, Wildkatzen und Uhus zu Hause sind, ist täglich bis 22 Uhr geöffnet.
www.tierpark-alsdorf.de  | www.tierparkweeze.dewww.heimat-tierpark-olderdissen.de 

Streichelzoo im Kaisergarten
Im und rund um das Tiergehege im Oberhausener Kaisergarten mit seinen heimischen Tieren gibt es noch mehr zu entdecken: Neben verschiedenen Spiel- und Picknickplätzen ist die Fußgängerbrücke “Slinky springs to Fame” ein schönes Ziel in fußläufiger Entfernung. Ihre bunten Bögen sind im Tageslicht und im Dunkeln ebenso ein Hingucker ist wie der nahe Gasometer.
www.oberhausen-tourismus.de

Exotische Vögel
Freilebende Pfaue sind die Stars des Tierparks Recklinghausen und überhaupt ist der Park für viele Vögel ein Zuhause: In einer begehbaren Vogelhalle leben mehr als 25 verschiedene Vogelarten. Nur schwer zu glauben, aber wahr und unbedingt sehenswert: Im Münsterland sind Flamingos in freier Wildbahn zu sehen. Die exotischen Vögel sind von März bis September echte Hingucker.
www.tierpark-recklinghausen.de

 

Personen balancieren auf dem Stahlseilnetz im K21 in Düsseldorf, © Tourismus NRW e.V.

Ein­tritts­frei­er Mu­se­ums­spaß


Kunst und span­nen­de Ge­schich­te(n)

Indoor- und Outdoor-Kultur ohne Kosten bieten die Museen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen: Einmal im Monat laden sie in ausgewählten Häusern zu einem eintrittsfreien Besuch ein. Die Themen reichen dabei von Archäologie über Industriekultur, Kunst und Klostergeschichte bis zur Naturkunde. Zudem haben Menschen unter 18 Jahren das ganze Jahr über generell freien Eintritt in alle LVR- und LWL-Museen, darunter verschiedene Freilichtmuseen, das Max Ernst Museum in Brühl oder das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop.
www.lvr.de  | www.lwl-kultur.de

Stars der Klassischen Moderne
Werke von Cézanne, van Gogh oder Manet gehören zum Bestand des Museums Folkwang in Essen. Um diese und weitere Schätze der Sammlung sehen zu können, muss kein Eintritt gezahlt werden, nur Tickets für Sonderausstellungen kosten Geld.

Die Kunstsammlung NRW, die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt, lädt jeden ersten Mittwoch im Monat zum KPMG-Kunstabend ein. Von 18 bis 22 Uhr ist nicht nur der Eintritt in den beiden Häusern K20 und K21 frei. Es gibt auch immer wieder Themenführungen und weiteres Programm.

In Dortmund können die Dauerausstellungen aller städtischen Museen kostenlos besucht werden, darunter etwa das Museum Ostwall im Dortmunder U, das Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert zeigt. In Aachen haben Familien an jedem ersten Sonntag im Monat kostenfreien Eintritt in eines der Museen der Stadt, darunter etwa das Couven Museum.
www.visit.dortmund.de 

Touren zu Skulpturen
Die Städtische Galerie im Park im niederrheinischen Viersen lädt drinnen und draußen zum Besuch: Sowohl eine klassizistische Villa als auch ein anliegender Skulpturenpark zeigt Kunst für alle Altersklassen. Ein thematischer Schwerpunkt ist die Kunst im öffentlichen Raum und so können Werke namhafter zeitgenössischer Bildhauer wie Cragg, Heerich, Matta ebenso bewundert werden wie temporäre Projekte.

Insgesamt 700 Werke von namhaften sowie unbekannteren Künstler:innen sind in auch in weiteren Ecken Nordrhein-Westfalens im öffentlichen Raum zu sehen. Als digitaler Wegweiser führt die NRWSkulptur-App mit konkreten Routenvorschlägen zu den verschiedenen Werken im ganzen Land.
www.viersen.de | www.nrw-skulptur.net

Panorama Zeche Zollverein mit Sonnenuntergang, © Tourismus NRW e.V.

In­dus­trie­kul­tur er­kun­den


Se­hens­wert bei Tag und Nacht

Das in­dus­tri­el­le Er­be in Nordrhein-Westfalen beeindruckend: Kein an­de­res Bun­des­land ver­fügt über ei­ne sol­che Fül­le und Viel­falt an In­dus­trie­denk­mä­lern. Und das Beste: Die Areale einiger besonders sehenswerter Spots können kostenlos besucht werden, darunter etwa die Unesco-Welterbestätte Zeche Zollverein, ein Meisterwerk der Bergwerkarchitektur und eine der schönsten Zechen der Welt. Mittels kostenlosem Soccer-Golf, einer Mischung aus Fußball und Golf, kann das große Areal sportlich erkundet werden. Im Sommer ist das Werksschwimmbad eine weitere sportliche Attraktion und eine Abkühlungsmöglichkeit. Sportlich abwechslungsreich und wie ein gigantischer Abenteuerspielplatz präsentiert sich auch der Landschaftspark Duisburg-Nord, der rund um die Uhr geöffnet ist, und mit besonderer Beleuchtung auch nach Einbruch der Dunkelheit ein lohnendes Ausflugsziel ist – zu Fuß, mit dem Rad oder auf einer Riesenröhrenrutsche, die am Klettergarten in einen ehemaligen Vorratsbunker führt.

Halden und ein historischer Schacht
Wer neugierig auf das älteste Gerüst der Industriearchitektur im Ruhrgebiet ist, sollte sich auf den Weg nach Moers machen. Hier steht das 48 Meter hohe Fördergerüst von Schacht IV. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins führen durch die Sammlung und erklären die Maschinen.

Weite Fernsichten und nicht selten sogar Kunst zum Klettern warten oben auf den Bergen des Ruhrgebiets. Über 20 begehbaren Halden bieten eine Mischung aus Industriekultur und Natur. Die Landmarke Tiger & Turtle in Duisburg beispielsweise gleicht einer begehbaren Achterbahn und auf der Halde Beckstraße in Bottrop scheint ein Tetraeder zu schweben. Beide Kunstwerke sind nicht nur zum Anschauen da, sondern dürfen bestiegen werden.
www.gmgv-moers.de

Eifel Nationalpark Kind schaut durch Fernglas mit Ranger, © Tourismus NRW e.V.

Na­tur er­le­ben


Was­ser und Wald

Kostenlos und ohne Anmeldung nehmen Ranger Wandernde fast täglich mit durch den Nationalpark Eifel. Die ausgebildeten Guides vermitteln an jedem Wochentag zu wechselnden Themen Wissen aus erster Hand und berichten Kurioses über die Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebietes.

Wasser marsch in der Ems-Erlebniswelt
In der interaktiven Ems-Erlebniswelt in Schloss Holte-Stukenbrock lernen Kinder und Erwachsene Tiere, Menschen und Regionen entlang der Ems kennen. Im Erlebnisgarten können sich kleine Besuchende richtig austoben – deshalb wäre Ersatzkleidung keine schlechte Idee, denn dabei geht es ziemlich nass zu.
www.ems-erlebniswelt.de

Zwischen Mammutbäumen spazieren
Am Niederrhein trifft Geschichte auf Natur: Die Sequoiafarm in Kaldenkirchen-Nettetal war der erste Ort für eine Mammutbaum-Anzucht in Europa. Heute befinden sich dort 63 Jahre alte Bergmammutbäume, ein einmaliger Hain von Küstenmammutbäumen, Urweltmammutbäume sowie mehr als 400 andere seltene Gehölzarten. Der älteste Baum unter den Riesen ist allerdings eine etwa 220 Jahre alte Winterlinde.
www.sequoiafarm-kaldenkirchen.de

Außenansicht Schloss Paffendorf mit Wassergraben in Bergheim, © Johannes Höhn

Schloss­parks und ba­ro­cke Gär­ten


Ho­heit­li­che Aus­flugs­or­te

Barocke Gärten, noble Schlossparks und Klostergärten laden kostenfrei zum Verweilen und Entdecken ein. Im Rhein-Erft-Kreis zum Beispiel ist die Dichte an herrschaftlichen Häusern besonders hoch. Das absolute Highlight unter den vielen schönen Schmuckstücken bilden die Anlagen von Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust in Brühl, die zu den Unesco-Welterbestätten gehören. Die barocke Gartenanlage und die umliegenden, nach dem Muster eines englischen Landschaftsgartens gestalteten Waldbereiche sind täglich kostenfrei zugänglich.

Im Schlosspark von Schloss Paffendorf wachsen alte Mammutbäume, Gingkos und Riesenlebensbäume, zudem prägen Wasserflächen und Moorpflanzen die Landschaft, die ebenfalls täglich zum Flanieren einlädt. Nicht weit entfernt liegt Schloss Türnich, bei dem die vorbeifließende Erft Wassergräben und Weiher füllt. Ein Highlight ist die 300 Meter lange Lindenallee mit ihren 111 Linden, die im Sommer angenehmen Schatten spenden. Wer doch noch den einen oder anderen Euro investieren möchte, sollte sich ein leckeres Stückchen Kuchen im Schlosscafé gönnen. Schlossherr ist hier übrigens Severin von Hoensbroech, der noch Großes mit dem kleinen Schlösschen vor hat.
www.schlosspaffendorf.de

Klostergarten und Kurpark
Im niederrheinischen Kleve bilden seit dem 17. Jahrhundert Terrassen, Teiche und Skulpturen und Springbrunnen die Parklandschaft der Klever Gärten. Im benachbarten Forstgarten wachsen exotische Gehölze wie Trompeten- und Tulpenbaum. Im einstigen Kurhaus von Kleve, heute ein Kunstmuseum, ist übrigens das erste Atelier von Joseph Beuys zu sehen, der gleich um die Ecke groß geworden ist. Nicht weit entfernt, auf einem ehemaligen Weinberg in Kamp-Lintfort, befindet sich das Kloster Kamp mit seinem Terrassengarten, das auch als Sanssouci am Niederrhein bezeichnet wird. Die beeindruckende Parkanlage ist mit ihren Treppen, Terrassen, Beeten und Springbrunnen ganz auf Symmetrie ausgerichtet und ganzjährig kostenfrei zugänglich. Extra-Tipp für Familien: Am Fuß des Klosters findet sich ein Kletterspielplatz.

 

  • Tetraeder Bottrop, © Dennis Stratmann
    Jule und Bente Wagner toben sich auf dem Spielplatz aus, © Jule Wagner
    Spielorte der Ruhrtriennale wie der Landschaftspark Duisburg-Nord prägen die künstlerische Arbeit entscheidend mit, © Tourismus NRW e.V.
  • Eingangsportal Schloss Türnich im Rhein-Erft-Kreis, © Tourismus NRW e.V.
    Seitlicher Blick auf das Schloss in Brühl , © Johannes Höhn
    Terrassengarten des Klosters Kamp in Kamp-Lintfort, © Arno Ingenlath

Auf zum nächs­ten Fa­mi­li­en­aus­flug

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