Ausblick auf die Landschaft entlang vom Wanderweg Rothaarsteig, © Sauerland-Tourismus e.V.

Rothaarsteig-Spuren


Abseits der bekannten Pfade

Der Rothaarsteig gilt als einer der schönsten Höhenwege Europas. Es lohnt aber auch, mal die ausgetretenen Pfade zu verlassen und nach links oder rechts abzubiegen.

Sie tragen Namen wie „Kahle Pön“, Ilsetal- oder auch Trödelsteinpfad: Die acht Rothaarsteig-Spuren zwischen Sauerland und Siegerland-Wittgenstein bieten nicht nur Kennern des beliebten Höhenwegs eine willkommene Abwechslung. Auch wer das erste Mal in der Region auf Wanderschaft geht, findet hier gewiss den richtigen Weg für sich. Zwischen sieben und 16 Kilometern lang, sind die vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierten Premiumwege, die als Rundkurse angelegt sind, gut zu meistern.

 

Die Rothaarsteig-Spur BlickinsLand – Kahle Pön etwa eignet sich bestens für eine Halbtagestour oder auch für weniger geübte Wanderer. In gut vier Stunden geht es durch abwechslungsreiche Heidelandschaften der Upländer Berge hinauf auf die 745 Meter hohe Kalied. In diesem Fall gilt übrigens ka = kahl und lied = steiler Hang. Aber keine Sorge: Auf der sieben Kilometer langen Route müssen lediglich 170 Höhenmeter überwunden werden.

 

Gut für den Einstieg eignet sich auch der Grönebacher Dorfpfad (10,9 Kilometer), der rund um den ältesten Kirchturm der Stadt Winterberg, die St. Lambertus-Kirche zu Grönebach, führt und dabei besondere Abwechslung bietet. So geht es mal durch farbenprächtige Wiesenlandschaften, mal durch dichte Wälder – immer jedoch mit Blick auf das malerische Dorf Grönebach. Wer mit Kindern unterwegs ist, wird an einer Rast an einer der beiden Freizeitanlagen am Wegesrand wohl nicht vorbeikommen.

 

Ein Erlebnis für Kinder (und Erwachsene) ist auch der Wisentpfad von Wingeshausen nach Schmallenberg-Jagdhaus. Auf halber Strecke dieser 12,9 Kilometer langen mittelschweren Route können Wanderer mit etwas Glück Europas einzige freilebende Wisent-Herde live erleben. Der Eintritt in das Gehege der großen zotteligen Tiere allerdings kostet Geld – gestaffelt nach Körpergröße.

 

Fit sollte sein, wer sich auf den Kahler-Asten-Steig begibt. Mit 16 Kilometern Länge und 984 Höhenmetern gehört er zu den anspruchsvollsten Rundwanderwegen rund um den Rothaarsteig. Belohnt werden die Wanderer, die sich von der Rothaar-Arena in Westfeld (Ganzjahres-Zentrum für Nordic Sports) auf den Weg hinauf auf den Kahlen Asten machen, mit traumhafter Fernsicht bis zum Brocken.

 

Steil bergauf geht es auch gleich zu Beginn auf der 11,6 Kilometer langen Oberhundemer Bergtour. Doch wenn der Anstieg über die alten Eselspfade erst geschafft ist, geht es gemütlich weiter über verschlungene Wege vorbei an schroffen Felsen und durch dichte Wälder. Aber auch komplett entwaldete Kyrillflächen, auf denen die Natur sich nach und nach wieder breit macht, versetzen die Wanderer immer wieder in Erstaunen. Rast machen sollte man auf jeden Fall im Alpenhaus am Kahleberg. Die urige Hütte ist seit 2011 offiziell als Ortsteil von Kirchhundem anerkannt.

 

Mystisch anmutende Felswände, ein romantischer Seerosenteich und der historische Ort der Bettelmannsbuche, an dem einst Pilger lagerten, machen den Ilsetalpfad zu einem besonderen Naturerlebnis. An Lahn, Ilse und Weidelbach entlang geht es auf der mit 16,5 Kilometer längsten Rothaarsteig-Spur durch offene Landschaften und dichte Fichten- und Buchenwälder zum Weidelbacher Weiher. An dem idyllisch gelegenen Teich mitten im Wald empfiehlt sich eine Pause, um die herrliche Ruhe zu genießen und Kraft zu tanken für den nächsten Anstieg. Denn: Immerhin 645 Höhenmeter wollen auf der Strecke im Wittgensteiner Wald erklommen werden.

 

Etwas weniger sind es auf dem Trödelsteinpfad, der auf einer Länge von 10,2 Kilometern vom Buchheller-Tal hinauf zum Naturdenkmal „Trödelsteine“ (und zurück) führt. Nach gut vier Stunden über urige, naturbelasse Pfade erreicht der geübte Wanderer die aus mehreren Basaltklipppen sowie einem darunterliegenden Säulenfeld aus Feldspaltbasalt bestehende Felsformation – aber natürlich nicht, ohne zwischendurch auch mal Rast einzulegen, wie zum Beispiel in der Wachholderheide des Naturschutzgebietes „Saukaute“.

 

Großartige Aussichten über den Naturpark Lahn-Dill-Bergland und das Siegerland verspricht die Dill-Bergtour entlang der Landesgrenze zwischen NRW und Hessen. Ohne allzu große Steigungen überwinden zu müssen, durchquert der Wanderer, oder in diesem Fall „Grenzgänger“, das idyllische Dilltal und den historischen Hauberg Offdilln, in dem noch heute Spuren der Kelten wie etwa ein Rennofen zu besichtigen sind. Höhepunkt der 15,8 Kilometer langen Tour ist aber der Blick von der Aussichtsplattform „Nase im Wind“ auf der Tiefenrother Höhe (Rothaarkamm). Wer hier nicht verweilt, ist selber schuld.

 

www.rothaarsteig.de

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Tour im Überblick


Infos, Daten & Tourverlauf

Streckenlänge in km
12.9
Dauer in Tagen
-
Geh-/Fahrzeit in Stunden
4

Höchster Punkt in Meter
677
Höhenmeter bergauf
376
Höhenmeter bergab
376
Tour Level
Schwierigkeitsgrad
mittel
  • Rundtour
  • Familiengerecht
  • Rollstuhlgeeignet

Weitere Infos


Was Du noch wissen solltest

Startpunkt / Zielpunkt

Jagdhaus, Wanderportal oder Wingeshausen (648 m)/Jagdhaus, Wanderportal oder Wingeshausen

zertifizierte Tour

Tour Certificate

Art der Tour

Wandern

Kontakt

Rothaarsteigverein e.V.
Johannes-Hummel-Weg 2
57392 Schmallenberg
Telefon: +49 1805 154555
E-Mail: info@rothaarsteig.de
Web: www.rothaarsteig.de

Infos zur Route: www.rothaarsteig.de/spuren

 


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