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Die Headline am Metronom, © Tourismus NRW e.V.

Metronom


50 Jahre Jazz zum anfassen

Wie lange sich schon der legendäre schottische Linn Plattenspieler im fensterlosen Jazzkeller dreht und die LPs der gigantischen Plattensammlung abspielt, das weiß keiner. Seit 1968 existiert die Kneipe und sie hat nie digitale Musikreproduktion gesehen; wahrscheinlich auch keine Renovierung. Die so entstandene Patina ist unwiderstehlich: 50 Jahre analoge Jazzklänge, Nikotin, Guinness und irischen Whisky, die endlosen Gespräche über Jazz, würfelspielende Leute am Tresen, die vergilbten Zeitungsausschnitte und Plakate von Jazzern und Jazzfestivals, gerahmte Illustrationen aus Jazzbüchern; dies alles erzeugt eine unverwechselbare Atmosphäre. Wenn im Eingangsbereich eine Jazzkombo spielt, muss man den Laden durch die Küche hinten herum betreten. Das Publikum reicht vom Musikstudenten der berühmten Kölner Hochschule über die Hausfrau von Nebenan bis zu verwitterten alten US-Amerikanern – Jazzfans sind nicht einzuordnen. Jedenfalls ist es voll, eng und laut: Jazz bleibt eben wilde und strikt unkommerzielle Musik. Instagram oder das Facebook spielen hier keine Rolle, endlos drehen sich die alten LPs aus der Sammlung vom Gründer, von Chris und Doris Bishop und schließlich von Mike. Im Metronom hört man keine »Songs«, keine Playlisten, kein Shuffle – hier kommen die klassischen, nie gefälligen Jazz-Alben ohne Unterbrechung auf den Plattenteller.

Weitere Informationen:
Weyerstraße 59, 50676 Köln

www.facebook.com/metronom

Ein filmisches Essay von Daniel Debray:

www.youtube.com/danieldebray

Das Buch über das Metronom:

www.rr-verlag.de/metronom

 

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Die Beschilderung am Metronom, © Tourismus NRW e.V.

O-Ton Stefan Pfeifer


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