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Schloss Türnich in Kerpen, © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann

Schloss Tür­nich in Ker­pen


Ein zau­ber­haf­tes Er­be mit vie­len Un­ter­stüt­zern

Wenn Schloss­her­ren ih­re Tü­ren für Pu­bli­kum öff­nen, ver­brei­ten die ehr­wür­di­gen Mau­ern meist den Ein­druck, als kön­ne die Mon­ar­chie gleich wie­der ein­ge­führt wer­den. Frisch ge­weiß­te Wän­de, pracht­vol­ler Stuck und ge­pfleg­tes Mo­bi­li­ar las­sen Be­su­cher vom schein­bar un­be­schwer­ten Le­ben frü­he­rer Be­sit­zer träu­men. Schloss Tür­nich ist an­ders.

Auf den ersten Blick ist auch das Herrenhaus im Rhein-Erft-Kreis ein prachtvolles Lustschloss. Die Fassade ist neu hergerichtet, der englische Landschaftspark entwickelt sich und die Atmosphäre: zum Schwärmen! Und doch ist die Anlage in Kerpen, ein paar Kilometer südwestlich von Köln, kein Prunkbau mehr wie so viele andere in dieser an Schlössern so reichen Gegend. Gerade deshalb ist es einen Besuch wert.

Juwel mit Neigungsgrad

Wer bei einer Führung das Hauptschloss betritt, erkennt es gleich: der Stuck hält sich nur noch mit großen Lücken an den Decken, manche Treppe braucht schon provisorische Unterstützung und Stil-Fauxpas aus vergangenen Zeiten wie ein 1960er-Jahre-Bad warten auf ihren Rückbau. Ganz zu schweigen von den indirekten Folgen des Braunkohleabbaus in der Region. Das Schloss neigt sich – es leidet. Dabei ist es ein architektonisches Schmuckstück, das anderen rheinischen Schloss-Juwelen sehr ähnelt, etwa dem UNESCO-Welterbe Schloss Falkenlust in Brühl.

Der Besitzer dieses prachtvollen Erbes, Schlossherr Severin Graf von Hoensbroech, hatte lange überlegt, ob er mit seiner Familie die Mühen einer Sanierung auf sich nehmen soll. Dann fiel die Entscheidung: es wird versucht. Das spätbarocke Haus, das seit 1850 im Familienbesitz ist und seit 1979 leer stand und zusehends verfiel, soll gerettet werden. Heute, einige Zeit nach der Entscheidung, wird er nicht müde zu berichten, was geleistet wurde, welche Renovierungen bald folgen und wie breit der Rückhalt der Familie, von Nachbarn, Freunden und freiwilligen Helfern ist, die überall mit anpacken. Das macht den großen Charme des Hauses aus.

Schloss Türnich ist nicht künstlich aufgehübscht, es will nichts verstecken, es zeigt eindrucksvoll die Arbeit und den Aufwand, den der Erhalt eines solchen Lustschlosses aus dem 18. Jahrhundert heute erfordert. Dabei wird das bisher Geleistete ebenso sichtbar wie der Elan, den die Beteiligten aufbringen: zum Beispiel im zauberhaften Schlosscafé. Hier haben zwei engagierte Köche ihre Bestimmung gefunden und bieten ideenreich eine bodenständige, regionale und saisonale Küche. Selbstverständlich in Bio-Qualität, denn Graf von Hoensbroech versucht auf 37 Hektar Ackerland die Ökologie ebenso mit der Ökonomie unter einen Hut zu bekommen wie den Erhalt des Denkmals.

Neben dem Café-Besuch gibt es weitere gute Gründe für eine Reise nach Türnich: Führungen, Gartenmessen, Lesungen und viele weitere regelmäßige Veranstaltungen. Hauptsache, die Besucher nehmen sich ein bisschen Zeit für ihren Besuch auf dem Schloss. Wenige Kilometer vom Michael-Schumacher Kart-Center entfernt ist auf Schloss Türnich das Gegenteil gefragt: Entschleunigung.

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Schloss Türnich im Frühling mit roten Tulpen, © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann
Innenhof Schloss Türnich mit Café in Kerpen, © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann
Schloss Türnich Schlossbrot aus dem Schlosscafe, © Tourismus NRW e.V.
Schloss Türnich sanierter Bereich, © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann
Grüne Wiese mit Narzissen am Schloss Türnich in Kerpen, © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann
Lindenallee Schloss Türnich in Kerpen, © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann
Schloss Türnich - Klingel für Bedienstete des Schloss', © Tourismus NRW e.V., Ralph Sondermann
Rhein-Erft-Kreis Anlagen Schloss Türnich in Kerpen, © Tourismus NRW e.V.

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