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Museum Kurhaus Kleve


Zeitgenössische Kunst in klassizistischen Mauern

Einst flanierten Kurgäste durch die Wandelhalle vom Hotel zum Friedrich-Wilhelms-Bad im niederrheinischen Kleve. Heute bildet der 55 Meter lange Saal das Herzstück des Museums Kurhaus Kleve und bietet ungeahnte Möglichkeiten für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.

Es ist, als sehe man sie vor sich: Damen in langen Kleidern, die in Begleitung von eleganten Herren mit hohen Hüten im Park flanieren. Vorbei an klassizistischen Villen lustwandeln sie zum prächtigen Friedrich-Wilhelms-Bad. Zwar sind die Kurgäste aus „Bad Cleve“ längst verschwunden, doch genießen kunstinteressierte Besucher noch immer die besondere Atmosphäre der barocken Gartenanlage rund um das Kurhaus Kleve. Denn seit 1997 dient der dreiteilige Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert der Stadt als Museum für zeitgenössische Kunst.

Mit dem Umbau des 1846 zu Ehren von König Friedrich Wilhelm IV. errichteten Kurhauses, des angrenzenden Hotels und der Wandelhalle gelang es, die klassizistische Bausubstanz zu erhalten und durch neue Architektur außergewöhnlichen Raum für zeitgenössische Kunst zu schaffen. So ermöglichen moderne Räume wie die Säulengalerie, dass der Besucher anhand einer langen Glasfront in den Wald blickt und gleichzeitig Werke wie Richard Long´s „Midsummer Flint Line“ (2001) oder Giuseppe Penones „Alberi Orrizontali“ (1970-91) in ihrer ganzen Dimension genießen kann.

Durch die Galerie gelangen die Besucher in den Katharina von Kleve Saal sowie in das ehemalige Badhaus. Neben zeitgenössischer Kunst präsentiert das Museum hier seine schwergewichtige Sammlung an mittelalterlicher Skulptur und Manuskript-Blättern. Ein Highlight sind die Heiligen Drei Könige von Henrik Douverman oder die Stundenblättern der Katharina von Kleve.  In den ehemaligen Kursälen werden auch Werke so bekannter Künstler wie Gerhard Richter, Yves Klein, Cy Twombly und Richard Serra gezeigt. Nicht zu vergessen, dass sich hier auch das ehemalige Atelier von Joseph Beuys befindet und sich im gegenüberliegenden Kurhotel die größte Sammlung an Werken seines Lehrers Ewald Mataré befindet.

Dem Kunstgenuss schließlich folgt der Weg durch die historische Parklandschaft. Im ältesten Teil der Klever Gärten, die Johann Moritz von Nassau-Siegen Mitte des 17. Jahrhunderts anlegen ließ, stoßen die Besucher auf die Statue des Artus Quellinus d.Ä. (1660), die Pallas Athene, die noch an ihrem angestammten Platz steht. Eigens für die Kurgäste geschaffen wurde später der so genannte Frostgarten mit einer Vielzahl seltener und exotischer Bäume. Hier können die Besucher – wie einst die eleganten Damen und Herren beim Kuraufenthalt – auch ein bisschen lustwandeln.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11.00 - 17.00 Uhr
 

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Dein Kulturpäckchen


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Kulturpäckchen

Wie früher die Kurgäste flanierst Du durch den bezaubernden Barockgarten rund um die klassizistischen Badehäuser, in denen heute das Museum Kurhaus Kleve untergebracht ist.

Idee

Kulturpäckchen: Deine Tipps für den nächsten Kurztrip

Kunst, Natur und schöne Momente im Grenzland

  • Direkt an der deutsch-niederländischen Grenze am unteren Niederrhein liegt der einstige Kurort Kleve.
  • Wie früher die Kurgäste flanierst Du durch den bezaubernden Barockgarten rund um die klassizistischen Badehäuser, in denen heute das Museum Kurhaus Kleve untergebracht ist. 
  • Herzstück des Museums ist die 55 Meter lange Wandelhalle. Entdecke diesen ungewöhnlichen Ausstellungsort für moderne und zeitgenössische Kunst, der auf einzigartige Weise historische Bausubstanz mit moderner Architektur verbindet. Im ehemaligen Badhotel präsentiert das Museum die weltweit größte Sammlung des rheinischen Künstlers Ewald Mataré.
  • Bis zum 23. Juni 2019 ist in den ehemaligen Kursälen eine große Werkschau der deutsch-amerikanischen Fotografin Evelyn Hofer (1922-2009) zu sehen. Ein Kritiker der New York Times nannte sie einst die „berühmteste unbekannte Fotografin Amerikas“.
  • Vom Museumscafé Moritz auf der Dachterrasse des Museums hast Du einen wunderschönen Ausblick auf die historischen Parkanlagen.     

Ausflugstipp: Ein Highlight für Nostalgiker ist die Viller Mühle in Goch. Der Puppenspieler Heinz Bömler hat die Getreide- und Ölmühle zu historischen Läden umgestaltet, in denen Du längst vergessene Waren aus Deiner Kindheit und Jugend entdecken kannst. Alternativ lohnt sich ein Abstecher ins niederländische Arnheim. Inspiriert von der lokalen Akademie für Fashion, gibt es in der schmucken Altstadt viele kleine Boutiquen und Cafés zu entdecken.

Übernachtungstipp: Burg Boetzelaer in Kalkar.

Was dahinter steckt

46 Kurzreise-Empfehlungen, jedes einzelne ein Unikat, gefüllt mit allen Zutaten für einen wunderschönen Tag – oder auch zwei oder drei, das sind die Kulturpäckchen im KulturReiseLand NRW.

Ob Kloster oder Künstlerhaus, Ritterburg oder Wasserschloss, Höhle oder Industriedenkmal – Dein NRW hat sich alle Ziele genau angesehen, ausgewählt und mit besonderen Empfehlungen der Region zum Päckchen geschnürt. Darin finden sich neben den Kulturschätzen Köstlichkeiten und Traditionen, kleine Wanderungen und Radtouren, Stadtbummel und Tipps für besondere Übernachtungen.

Impressionen & Videos


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Prächtig ausgestattete Inennräume des Museums Kurhaus Kleve, © Tourismus NRW e.V.
Die barocken Gartenanlagen des Museums Kurhaus Kleve, © Tourismus NRW e.V.
Der Barockgarten mit der Säulenfigur von Stephan Balkenhol am Museum Kurhaus Kleve, © Tourismus NRW e.V.
Eine Statue der Pallas-Athene und der Ceres-Tempel im Barockgarten des Museum Kurhaus Kleve, © Tourismus NRW e.V.
kleve_museum-kurhaus_0255-tourismus-nrw-e, © Tourismus NRW e.V.
Ein Garten voller Kunst: die Anlagen rund um das Museum Kurhaus Kleve, © Tourismus NRW e.V.
Der Ceres-Tempel in den weitläufigen Gartenanlagen des ehemaligen Kurbades Kleve, © Tourismus NRW e.V.

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