Wo früher das Abwasser der Stadt Münster verrieselte, breitet sich heute ein faszinierendes Naturparadies aus: Die Rieselfelder Münster zählen zu den eindrucksvollsten Vogelschutzgebieten im Münsterland. Zwischen Münster und Gimbte gelegen, laden sie zu entspannten Spaziergängen, stillen Beobachtungsmomenten und kleinen Auszeiten inmitten einer besonderen Wasser- und Wiesenlandschaft ein.
Über 90 Teiche, Schilfflächen, Feuchtwiesen und Gehölze prägen das Gebiet und bieten zahlreichen Vogelarten einen geschützten Lebensraum. Wer hier unterwegs ist, sollte Fernglas und etwas Zeit mitbringen: Von den Beobachtungshütten, Aussichtspunkten und dem Aussichtsturm eröffnen sich immer wieder neue Blicke auf die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Mal ziehen Wasservögel über die Flächen, mal raschelt es im Schilf, mal liegt eine fast meditative Ruhe über der Landschaft.
Für Besucherinnen und Besucher ist vor allem das südliche Naturerlebnisgebiet interessant. Es ist frei zugänglich und lässt sich auf mehreren Rundwegen erkunden. Der nördliche Teil der Rieselfelder ist als geschütztes Reservat nur eingeschränkt betretbar, damit störungsempfindliche Arten ungestört bleiben. Wer auf den ausgewiesenen Wegen bleibt, erlebt die Natur hier besonders intensiv – und trägt zugleich zu ihrem Schutz bei. Ob als Ziel für einen Spaziergang, eine Radtour oder einen stillen Moment mit Blick über die Wasserflächen: Die Rieselfelder Münster zeigen, wie aus einem technischen Nutzraum ein außergewöhnlicher Ort für Naturschutz und Naturerleben werden kann.
Natur vom Schilflehrpfad aus beobachten
Ein besonderes Erlebnis ist der Schilflehrpfad am Kleinen Stauteich. Auf einem kurzen, kurvigen Rundweg führt er mitten durch dichte Schilfbestände und öffnet unterwegs immer wieder neue Perspektiven auf diesen besonderen Lebensraum. Vor allem bei Sonnenaufgan bietet dieser Ort eine einzigartige Atmosphäre und den idealen Fotospot für Naturfotografie-Liebende.