Der Gasometer Oberhausen ist ein Industriedenkmal mit einer Höhe von 117 Metern, © Gasometer Oberhausen, Dirk Böttger

Ga­so­me­ter Ober­hau­sen

Das Raum­wun­der der In­dus­trie­kul­tur

Wo frü­her Gas ge­la­gert wur­de, fährt heu­te ein Pan­ora­ma­auf­zug: Tol­le Aus­bli­cke aus 117 Me­tern Hö­he und fas­zi­nie­ren­de Aus­stel­lun­gen be­geis­tern im Ga­so­me­ter Ober­hau­sen.

Das erstaunte Raunen der Besucher im Panoramaaufzug bei der Fahrt hoch zur Kuppel ist hier Alltag: Der Gasometer ist ein monumentaler Zeuge der Schwerindustrie und zugleich ein inspirierender Raum für künstlerische Auseinandersetzung.

Doch der Gasometer Oberhausen begeistert seine Besucher nicht nur mit einem unvergleichlichen Raumerlebnis im Inneren des 117 Meter hohen ehemaligen Gasspeichers und mit dem Blick von seiner Aussichtsplattform in alle Richtungen über das westliche Ruhrgebiet, sondern er hat noch weitaus mehr zu bieten.

Gasometer als Kunstraum

Vierundzwanzig Ecken hat die Außenwand des Gasometers, doch von innen wie von außen wirkt der Raum wie ein runder Zylinder. Diese mächtige Leere lockt immer wieder Künstler und Ausstellungsmacher von internationalem Rang nach Oberhausen.

Konzerte, die sich der ungewöhnlichen Akustik bedienen und Ausstellungsobjekte wie Christos in die Höhe gestapelten bunten Fässer, ein raumfüllendes Mondmodell, ein über 40m hoher Urwaldbaum, eine schwebende Weltkugel oder ein umgedrehtes Matterhorn zeugen von der Wandelbarkeit des Industriedenkmals.

Faszinierende Ausstellungen

Die Ausstellung "Der Berg ruft" stellte die Vielfalt und die Faszination der Berge dar. Legendäre Erstbesteigungen, dramatische Niederlagen und Orte religiöser Verehrung wurden gezeigt. Im 100 Meter hohen Luftraum schwebte 2018 und 2019 eine monumentale Nachbildung des Matterhorns, das anhand einer 3D-Projektion im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten in Szene gesetzt wurde.

Die Ausstellung "Wunder der Natur" hingegen zeigte 2016 und 2017 bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen auf unserer Erde. Höhepunkt war eine 20 Meter große Erdkugel im Innenraum des Gasometers, auf die hochaufgelöste Satellitenbilder projiziert wurden. Diese Welt-Installation ist nun bis zum 26. November 2023 erneut in der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zu sehen - allerdings komplett überarbeitet, mit neuen Inhalten und auf dem aktuellen Stand der Technik. Zudem entdecken Gäste in der Schau, die sich ganz der Klimageschichte unseres Planeten widmet, großformatige Fotografien und Filmausschnitte zum Tierreich, der Pflanzenwelt und dem menschlich beeinflussten Ökosystem. Eine Virtual-Reality-Installation entführt in das Regenwaldschutzgebiet Tumucumaque, 20 kleinere Globen spiegeln die Möglichkeiten der Erdbeobachtung wider.

Bauwerk mit Vergangenheit

Früher diente der Gasometer, der als größter Scheibengasbehälter Europas Ende der 1920er Jahre gebaut wurde, als Behältnis zur Zwischenlagerung von Gasen, die in den Kokereien und Eisenhütten entstanden und die zur Feuerung der Walzwerke verwendet wurden. Auf dem Gas lag schwimmend eine massive Scheibe, die heute festgemacht auf einer Höhe von viereinhalb Metern die erste Ausstellungsebene vom großen Innenraum trennt.

1988 wurde der Gasometer stillgelegt, nachdem die Kokerei Osterfeld geschlossen worden war. Trotz zahlreicher Ideen für eine Folgenutzung brachte erst ein knapper Ratsbeschluss der Stadt Oberhausen die Entscheidung zum Erhalt und zur Umnutzung als Kulturraum, die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark bis 1994 baulich umgesetzt wurde und die heute als beispielhaft für die Transformation von ungewöhnlichen Industrieanlagen gilt.

Noch mehr Industriekultur

Als Ankerpunkt der Route der Industriekultur ist der Gasometer Oberhausen Teil der herausragenden und oftmals denkmalgeschützten industriekulturellen Stätten im Ruhrgebiet. Oberhausen bietet sich durch seine Lage als idealer Ausgangsort für weitere Besuche anderer Industriedenkmäler an.

Der Landschaftspark Duisburg-Nord, das Unesco-Welterbe Zeche Zollverein in Essen oder die Jahrhunderthalle Bochum sind per Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Für Gäste, die lieber zu Fuß unterwegs sind, bietet sich ein Ausflug in die Ludwig Galerie an, die im Schloss Oberhausen wechselnde Ausstellungen zeigt.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe ist das Gelände rund um das große Einkaufszentrum Westfield Centro gelegen. Hier können Besucher nicht nur shoppen, sondern auch Ausflüge ins Sealife Aquarium, das Schwimmbad Aquapark oder das Legoland Discovery Centre unternehmen.

www.gasometer.de

Karte von NRW

Impressionen & Videos

Lass Dich in­spi­rie­ren: Der Ga­so­me­ter in Ober­hau­sen in Bil­dern

Die riesige schwebende Weltkugel mit ihren Satellitenbildern ist der Höhepunkt der Ausstellung Das zerbrechliche Paradies, © Gasometer Oberhausen, Dirk Böttger
Großformatige Fotografien schicken die Gäste der Ausstellung Das zerbrechliche Paradies auf Gedankenreisen, © Gasometer Oberhausen, Dirk Böttger
Das Skelett eines rund 180 Millionen Jahre alten Krokodils ist ein Anziehungspunkt in der Ausstellung Das zerbrechliche Paradies, © Gasometer Oberhausen, Dirk Böttger
Das Exponat aus Pompeji zeigt ein drei- bis vierjähriges Kind, das bei dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. ums Leben kam, © Gasometer Oberhausen, Dirk Böttger
2014 und 2015 zeigte der Gasometer die Lichtinstallation 320 Grad Licht, © Thomas Wolf
Die Lichtinstallation 320 Grad Licht von Urbanscreen im Gasometer Oberhausen wurde mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis ausgezeichnet, © Thomas Wolf
2013 zierte ein Big Air Package den Innenraum des Gasometers Oberhausen, © Wolfgang Volz
Der Gasometer liegt direkt am Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen, © Gasometer Oberhausen, Dirk Böttger

Wei­te­re In­fos

Was Du noch wissen solltest

Du möchest den Ga­so­me­ter in Ober­hau­sen be­su­chen?

Hier fin­dest Du pas­sen­de An­ge­bo­te!

Aufgrund des großen Erfolges wurde der Ausstellungszeitraum für Das zerbrechliche Paradies auf den 26. November 2023 verlängert, © Dirk Boettger
ab 80,00 €

Das zer­brech­li­che Pa­ra­dies

Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung GmbH

weiterlesen