Schloss Drachenburg Kunsthalle © Schloss Drachenburg gGmbh Christoph Fein, © Schloss Drachenburg gGmbh Christoph Fein

Schloss Dra­chen­burg in Kö­nigs­win­ter

Pu­re Rhein­ro­man­tik im Na­tur­park Sie­ben­ge­bir­ge

Steil berg­auf geht’s mit der Zahn­rad­bahn. Vom Dra­chen­fels bei Kö­nigs­win­ter, Deutsch­lands meist „be­stie­ge­nem“ Berg, reicht der Blick weit über den Rhein. Schon auf hal­ber Stre­cke lohnt ein Stopp auf Schloss Dra­chen­burg.

Zwei große goldene Hirsche empfangen die Besucher auf der Venusterrasse, bevor sie über eine große Freitreppe ins Schloss gelangen. Von den Terrassen schweift der Blick über den dicht bewaldeten Naturpark Siebengebirge, und selbst der Kölner Dom ist in weiter Ferne noch zu sehen. Schon Dichter wie Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Hölderlin schwärmten einst von der Rheinromantik. Doch es war ausgerechnet ein Börsenspekulant, der sich mit dem Bau von Schloss Drachenburg inmitten der Idylle einen architektonischen Traum erfüllte. Im Jahr 1882 legte Baron Stephan von Sarter den Grundstein für das herrschaftliche Gründerzeit-Gebäude.

Tristan und Isolde auf dem Schloss

Warum genau der Sohn eines Bonner Gastwirtes diese Mischung aus Villa, Burg und Schloss errichten ließ, weiß bis heute niemand. Womöglich steckte eine Frau dahinter. Vielleicht wollte es der zu Reichtum gelangte Banker auch schlicht dem Adel gleichtun. Er selbst jedenfalls hat nie in den prachtvollen Zimmern und Sälen von Schloss Drachenburg gewohnt, sondern lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1902 in einer Mietwohnung in Paris. Schon ein Jahr später übernahm Sarters Neffe Jakob Biesenbach das Anwesen und machte es der Öffentlichkeit für die „Sommerfrische“ zugänglich. Noch immer tragen die von ihm errichteten Blockhäuser im Park von Schloss Drachenburg die Namen Isolde, Parsifal, Tristan und Walküre.

Turmzimmer wirkt atemberaubend

Biesenbach ist es auch zu verdanken, dass Schloss Drachenburg – nach mehrfach drohendem Verfall – heute wieder im Originalzustand zu besichtigen ist. Eine damals aufgelegte Postkarten-Serie machte die Rekonstruktion der neugotischen Kunsthalle und der privaten Gemächer möglich. Auch konnten einige der reich verzierten Buntglasfenster wiederhergestellt werden, die Besucher bei Führungen, regelmäßig stattfindenden Konzerten und Sonderveranstaltungen bewundern können.

So bietet sich das Fest der Fantasie im August etwa ideal für einen Streifzug durch die weitläufige Parkanlage an. Im wunderbaren Ambiente des Schlossparks entführen Walking Acts, Akrobaten, Puppenspieler, Comedians und Musiker dann in märchenhafte Welten.

Spaziergänger finden auf den Grünflächen sowohl an Veranstaltungs- wie an normalen Öffnungstagen so manch lauschigen Platz für ein Picknick. Und wer es romantisch mag, mietet sich am besten gleich die Suite mit Turmzimmer ein und genießt von hoch oben den atemberaubenden Blick über das Rheintal.

Noch besser ist der Ausblick auf Fluss und Siebengebirge weiter oben vom Gipfel des Drachenfels, wo übrigens noch die Reste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert zu finden sind. In einem Panorama-Restaurant auf dem Drachenfelsplateau können Besucher die weite Aussicht genießen und sich für den Rückweg stärken. Wer aber keine Lust auf den rund einstündigen Fußweg hat, kann auch von hier oben mit der Zahnradbahn ins Tal fahren lassen. 

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Kulturpäckchen

Schon die Fahrt hinauf zum bekanntesten Gipfel des Siebengebirges, dem Drachenfels, ist ein Erlebnis. Laut knatternd bringt Dich Deutschlands älteste Zahnradbahn aus dem Jahr 1883 sicher und bequem nach oben.

Idee

Kulturpäckchen: Deine Tipps für den nächsten Kurztrip

Das Tor zur Rheinromantik: Schloss Drachenburg in Königswinter

  • Zu Füßen des Siebengebirges liegt an der östlichen Rheinseite die Stadt Königswinter.
  • Schon die Fahrt hinauf zum bekanntesten Gipfel des Siebengebirges, dem Drachenfels, ist ein Erlebnis. Laut knatternd bringt Dich Deutschlands älteste Zahnradbahn aus dem Jahr 1883 sicher und bequem nach oben.
  • An der Mittelstation der Bahnstrecke thront Schloss Drachenburg.
  • Empfangen von zwei goldenen Hirschen, betrittst Du die neogotische Schlossanlage, die auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt. In der Dauerausstellung erfährt Du, warum Schloss Drachenburg eigentlich weder Burg, noch Schloss, sondern „eine viel zu groß geratene Villa“ ist. In der Vorburg, sozusagen am Geburtsort des Naturschutzes, machst Du im Deutschen Museum für Naturschutzgeschichte spannende Entdeckungen.
  • Die Schlossbesucher haben die Möglichkeit, sich in der Schlossgastronomie zu stärken. Alternativ bietet sich nach einer Visite der Sehenswürdigkeit die Einkehr im Café Steinhöfel oder dem Kontor & Kaffeehaus inmitten von Königswinter an.

Ausflugstipp: Mit der Zahnradbahn fährst Du weiter bis zum Drachenfelsplateau, von wo aus Du einen der schönsten Blicke über das Rheinland und das Siebengebirge genießt.
Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann von Schloss Drachenburg zum nahegelegenen Petersberg wandern. Etwas kürzer ist die Wanderung zum Ausflugslokal „Milchhäuschen“. Auf der Terrasse des historischen Gebäudes entspannst Du umgeben von uraltem Baumbestand.

 

Übernachtungstipp: Hotel Weinhaus Hoff in Bad Honnef oder Maritim Hotel in Königswinter.

Was dahinter steckt

46 Kurzreise-Empfehlungen, jedes einzelne ein Unikat, gefüllt mit allen Zutaten für einen wunderschönen Tag – oder auch zwei oder drei, das sind die Kulturpäckchen im KulturReiseLand NRW.

Ob Kloster oder Künstlerhaus, Ritterburg oder Wasserschloss, Höhle oder Industriedenkmal – Dein NRW hat sich alle Ziele genau angesehen, ausgewählt und mit besonderen Empfehlungen der Region zum Päckchen geschnürt. Darin finden sich neben den Kulturschätzen Köstlichkeiten und Traditionen, kleine Wanderungen und Radtouren, Stadtbummel und Tipps für besondere Übernachtungen.

Impressionen & Videos

Lass Dich inspirieren: Dein NRW in Bildern

Einst von einem Börsenspekulant als Einfamilienhaus errichtet: Schloss Drachenburg, © Tourismus NRW e.V.
Historismus ist der Stil des reichen Großbürgertums der sogenannten Gründerzeit, © Tourismus NRW e.V.
Schloss Drachenburg aus der Vogelperspektive, © Tourismus NRW e.V.
Zwei goldene Hirsche zieren das Eingangsportal des Schlosses, © Tourismus NRW e.V.
Im sogenannten Orgelsaal ließ ein früherer Schlossbesitzer eine riesige Orgelattrappe einbauen, © Tourismus NRW e.V.
Das typische großbürgerliche Interieur zur Gründerzeit ist auf Schloss Drachenburg zu besichtigen, © Tourismus NRW e.V.
Schloss Drachenburg Südansicht, © Schloss Drachenburg gGmbH

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