©
Prunktreppenhaus von Schloss Augustusburg, © Tourismus NRW / Johannes Höhn

Top- Aus­flugs­zie­le NRW


Wil­de Na­tur und Welt­kul­tur

Das beliebteste Wahrzeichen Deutschlands, die nördlichste Flamingo-Kolonie Europas oder ein weltweit einmaliges Fortbewegungsmittel – Nordrhein-Westfalen hat äußerst sehenswerte Ausflugsziele zu bieten. Darunter finden sich auch solche, die weniger bekannt, aber nicht weniger beeindruckend sind.

©
UNESCO Welterbe Schloss Augustusburg in Brühl von außen, © Johannes Höhn

Fünf Welt­er­be­stät­ten


Stadt und Land bie­ten Kul­tur von Welt­rang

Ob mitten in einer Metropole oder weiter draußen auf dem Land: Herausragende Kultur von internationaler Bedeutung findet sich überall in Nordrhein-Westfalen. Die fünf Unesco-Welterbestätten in NRW stehen stellvertretend dafür: Der von Karl dem Großen gegründete Aachener Dom, der Kölner Dom, die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands und die ehemals weltgrößte Steinkohlezeche Zollverein in Essen sind historische Hingucker in der Stadt. Die beiden Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl sowie das ehemalige Benediktinerkloster und heutige Schloss Corvey in Höxter liegen etwas abseits vom Großstadt-Trubel und locken mit idyllischer Umgebung ins Grüne.

Die Wuppertaler Schwebebahn über der Wupper, © @vincentcroce

Schwe­be­bahn in Wup­per­tal


Welt­weit ein­ma­li­ges Wahr­zei­chen

Für die Einheimischen ist sie ein Fortbewegungsmittel, für den Rest der Welt ein ganz einmaliges Transportfahrzeug: In der Wuppertaler Schwebebahn haben Fahrgäste das Gefühl zu fliegen. In acht bis zwölf Metern Höhe geht es durch die bergische Stadt von Bahnhof zu Bahnhof, in weiten Teilen über der Wupper. Einen authentischen Eindruck von den Anfangsjahren bekommen Passagiere bei einer Fahrt im Kaiserwagen: Der Nachbau erinnert daran, wie Kaiser Wilhelm II. und seine Frau im Jahr 1900 auf Probefahrt gingen. Hiermit werden ganzjährig Kaffeefahrten, Frühschoppenfahrten und am Abend auch Lichterfahrten angeboten.

©
Siegen Wittgenstein Rothaarsteig Wisent Welt Bad Berleburg, © Tourismus NRW e.V.

Wi­sen­te und an­de­re Wild­nis-High­lights


NRW ist Hei­mat wil­der Tie­re

Die Wälder Siegen-Wittgensteins sind die Heimat der europaweit einzigen wild lebenden Wisent-Herde. Mit sehr viel Glück können Besucher sie dort beobachten, größer sind die Chancen jedoch in der Wisent-Wildnis am Rothaarsteig bei Bad Berleburg, wo eine kleine Gruppe Wisente in einem rund 20 Hektar großen umzäunten Areal umherstreift. Die nördlichste Flamingo-Brutkolonie Europas, arktische Wildgänse und die Dülmener Wildpferde sind weitere sehenswerte Beispiele für ursprüngliche Natur in Nordrhein-Westfalen.

©
Bruchhauser Steine im Sauerland bei Olsberg, © Tourismus NRW

Hö­hen und Tie­fen des Sau­er­lands


Ber­ge, Höh­len und ein Na­tur­mo­nu­ment

Mit Höhen und Tiefen beeindruckt das Sauerland: Das „Land der 1000 Berge“ hat nicht nur die höchsten Mittelgebirgsgipfel Nordrhein-Westfalens zu bieten, sondern auch ein paar besonders bemerkenswerte Erhebungen. So machen seltene Pflanzen- und Tierarten, eine spannende geologische Entstehungsgeschichte sowie Wallanlagen aus der Eisenzeit die Bruchhauser Steine zum Nationalen Naturmonument. Und zu einem einzigartigen Aussichtspunkt mit tollem Blick übers Sauerland. Tief unter der Erde sorgen die unterirdische Gänge von Tropfsteinhöhlen wie der Atta-Höhle, die das größte zusammenhängende Höhlensystem Deutschlands zu bieten hat, oder der um ein Höhlenmuseum ergänzten Dechenhöhle für Eindruck.

©
Rursee von oben, © Domini

Was­ser, Wald und wil­de Tie­re


Na­tur im Na­tio­nal­park Ei­fel er­le­ben

Imposante Buchenwälder bleiben hier seit 2004 unberührt und verwandeln sich allmählich in einen Urwald, der seltenen Pflanzen und Tieren, wie der scheuen Wildkatze, ein Zuhause bietet. Einen Überblick über die Besonderheiten von Flora und Fauna bietet das Forum Vogelsang IP: Auf dem Gelände der einst als NS-Kaderschmiede gedachten Burg Vogelsang, die hoch über dem Urftsee thront, stellt eine Erlebnisausstellung natürliche Highlights vor. Eine zweite Dauerausstellung greift die NS-Geschichte des Ortes auf. Außerdem bietet das riesige Areal ein Café mit außergewöhnlichem Landschaftsblick sowie einen historischen Turm mit Aussichtsplattform.

Sehenswerte Attraktionen hat der Nationalpark Eifel übrigens sogar bei Dunkelheit zu bieten: An kaum einem anderen Ort in Europa funkeln die Sterne so hell und klar wie im Internationalen Sternenpark Nationalpark Eifel.

©

Ausstellung Deutsches Fußball Museum in Dortmund, © DFM/Angerer

Ver­rückt nach Fuß­ball


Spie­le, Sta­di­en und das Deut­sche Fuß­ball­mu­se­um

Freunde des Ballsports finden ihr Glück in Nordrhein-Westfalen: Nicht nur, dass hier erstklassige Mannschaften zu Hause sind, rund ein Drittel der Vereine in der ersten Bundesliga stammen aus NRW, und auch der Freizeitbereich so viele Vereine und Mitglieder verzeichnet wie kein anderes Bundesland. Mit dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund steht auch außerhalb der Spielzeiten eine Pilgerstätte für Fans in NRW. In der interaktiven Dauerausstellung geht es um Titel, Tore und Triumphe, aber auch um völkerverständigenden Aspekten des Rasensports.

©
Schloss Drachenburg in Königswinter, Luftansicht, © Tourismus NRW e.V.

Mär­chen­haft und vol­ler Ge­schich­te


Zu Be­such auf Schloss Dra­chen­burg

Warum hat der Bauherr das prächtige Schloss Drachenburg errichten lassen – und dann nie in den prunkvollen Zimmern und Sälen gewohnt? Das weiß heute niemand. Fest steht: Das märchenhafte Schloss, das auf halbem Weg zum Drachenfels über dem Rhein bei Bonn thront, ist eine echte Sehenswürdigkeit, das wie viele andere Schlösser und Burgen in NRW voller Geschichte(n) steckt. So vermitteln die sorgsam restaurierten Gesellschaftssalons und Privatgemächer von Schloss Drachenburg das Wohn- und Lebensgefühl des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Weiter oben auf dem Gipfelplateau des Drachenfels gibt’s neben einer atemberaubenden Aussicht noch die Reste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sowie ein Panorama-Restaurant. Wer den Weg hoch oder runter nicht zu Fuß gehen mag, kann sich übrigens von der historischen Zahnradbahn fahren lassen.

Ein ganz besonderes Highlight ist der Weihnachtsmarkt mit seinen Schlossleuchten, der jedes Jahr an den ersten drei Adventswochenenden auf Schloss Drachenbrug stattfindet. Dann leuchtet das Schloss in verschiedenen Farben - wie in einem Märchen.

©
Landmarke Tiger and Turtle in Duisburg., © Jochen Schlutius, Ruhr Tourismus GmbH

Koh­le­ze­chen, Ko­ke­rei­en und be­geh­ba­re Kunst­wer­ke


In­dus­trie­kul­tur in NRW er­le­ben

Der Bergbau hat Nordrhein-Westfalen geprägt – und mit besonderen Ausflugszeilen versehen: Kein anderes Bundesland verfügt über eine solche Fülle und Vielfalt an Industriedenkmälern, darunter Zechen, Gasometer und Hüttenwerke. Wie hoch der Fun-Faktor auf so einer ehemaligen Industriestätte sein kann, zeigt der Landschaftspark Duisburg-Nord: Das einstige Eisenhüttenwerk, das heute zu den bedeutendsten Industriedenkmälern Europas zählt, bietet einen Hochseilparcours und Kletterwände im Erzlagerbunker, das größte Indoortauchbecken Europas im gefluteten Gasometer sowie einen erloschenen Hochofen als Aussichtsturm. 

Herrliche Aussichten bieten auch die besonderen Berge des Ruhrgebiets: Die Halden, bis zu 140 Meter hohe, künstliche Erhebungen, die durch Abfallprodukte des Bergbaus entstanden sind, sorgen für außergewöhnliche Ausblicke aufs Umland, sind mit weithin sichtbaren (begehbaren) Kunstwerken auf dem Gipfel oft auch selbst echte Hingucker.

©
Römische Stadtmauer im Archäologischen Park Xanten, © Axel Thünker

Rö­mi­sche Ge­schich­te am Rhein


Re­lik­te an­ti­ker Bau­kunst ent­de­cken

Die Römer haben vielerorts in NRW ihre Spuren hinterlassen, besonders am Rhein finden sich noch heute viele Relikte aus dieser Zeit. Xanten am Niederrhein zum Beispiel, heute ein beschauliches Städtchen auf dem Land, war einst eine der größten Metropolen in den germanischen Provinzen Roms. Auf dem Gelände der römischen Stadt lädt der Archäologische Park Xanten, Deutschlands größtes archäologisches Freilichtmuseum, zu einem Ausflug in die 400-jährige römische Vergangenheit ein. Hafentempel,  Amphitheater und das LVR-Römermuseum mit seinen über 2500 Exponaten.

In Köln führen verschiedenste Stadttouren an Zeugnissen aus dieser Epoche vorbei, etwa am Praetorium, dem Statthalterpalast unter dem Rathaus oder einem Stück römischen Abwasserkanals. Ein riesiges Relikt römischer Baukunst findet sich zwischen Nettersheim in der Eifel und Köln: Auf rund 100 Kilometern folgt der Römerkanal-Wanderweg der Trasse einer antiken Wasserleitung, die bis heute an vielen Stellen erhalten geblieben ist.