Kall Königsberg mit Blick auf das Kloster Steinfeld, © Naturpark Nordeifel e.V.

Na­tur­park Ho­hes Venn-Ei­fel

Hei­mat von Bi­ber und wil­der Nar­zis­se

Tau­che ein ins Blü­ten­meer aus gel­ben Nar­zis­sen, triff Bi­ber, Reh und Was­seram­sel und ge­nie­ße atem­be­rau­ben­de Aus­bli­cke – der Na­tur­park Ho­hes Venn-Ei­fel bie­tet auf­re­gen­de Na­tur­er­leb­nis­se.

Hochmoor und Talsperren, bewaldete Berghöhen, tief eingeschnittene Täler und Jahrtausende alte Höhlen, dazu eine farbenprächtige Artenvielfalt, wie man sie nur selten findet: Der deutsch-belgische Naturpark Hohes Venn-Eifel ist ein Paradies für Naturliebhaber. Hier darf sich die Natur ihren Raum zurückerobern, ohne vom Menschen in ihre Schranken gewiesen zu werden – aber natürlich darf der Mensch sie besuchen und sich an ihrer wilden Schönheit erfreuen.

Bestes Beispiel für die ursprüngliche Naturromantik, auf die Besucher des Naturparks Hohes Venn-Eifel stoßen können, sind die wildromantischen Narzissentäler an Olef, Perlenbach und Fuhrtsbach. Zwischenzeitlich waren diese schon mal verschwunden, weil Fichten und andere standortfremde Pflanzen sie verdrängt hatten. Dank des Einsatzes engagierter Naturschützer wurden die Täler jedoch renaturiert und Laubhölzer bewalden nun wieder die Ufer. So können Besucher sich jedes Frühjahr wieder über ein leuchtendes Meer von Millionen gelber Blüten freuen. Am schönsten zu erleben ist die Pracht bei einer Wanderung auf der rund zwölf Kilometer langen Narzissenroute, die als Rundweg in dem hübschen Eifel-Fachwerkstädtchen Monschau startet.

Seltene Tiere und Pflanzen

Die ursprüngliche Natur ist auch erneut zur Heimat zahlreicher seltener Tiere und Pflanzen geworden. So können Besucher hier mit etwas Glück die Wasseramsel sehen, die nicht nur durch ihre charakteristische weiße Brust auffällt, sondern auch sehr gut schwimmen und tauchen kann. Auch der sehr seltene blauschillernde Feuerfalter, der bereits in der Eiszeit umherflatterte, hat in den Narzissenwiesen ein Zuhause gefunden.

Ähnlich farbenfroh wie die Narzissen ist auch der Ginster, der als „Eifelgold“ bekannt ist. Er taucht im Frühsommer vor allem die Dreiborner Hochfläche südlich der Ufttalsperre in ein gold-gelbes Farbenmeer. Wer hier entlang läuft, sollte die Augen offen halten: Vielleicht lässt sich sogar ein Blick auf ein Reh, einen Fuchs oder eine scheue Wildkatze erhaschen, die gerade aus einem Ginsterbusch hervorlugt.

Wer will, schließt sich einer geführten Tour durch das Blütenmeer an. Auf mehreren Pfaden können Besucher jedoch auch auf eigene Faust auf Entdeckertour gehen.

Aussicht auf glitzernde Seen

Lohnenswert ist auch der Anstieg auf einen der vielen Höhenzüge, die herrliche Fernblicke, aber auch Aussichten auf die glitzernden Seen bieten. Besonders schöne Aussichtspunkte sind als „Eifel-Blicke“ gekennzeichnet, an denen Naturparkgäste nicht nur den Ausblick genießen, sondern auch eine Rast einlegen können.

Einen besonderen Bewohner des Naturparks Hohes Venn-Eifel wird man in den Höhenlagen jedoch nicht antreffen: Der Biber, der seit einiger Zeit wieder hier zuhause ist, hält sich lieber in Ufernähe auf. Hier kann er seine Burgen bauen und findet auch genügend Holz für seine fachmännisch konstruierten Staudämme. Besonders verbreitet ist er an der Rur.

In der Nähe der Rur liegt auch die Wildniswerkstatt Düttling in Heimbach. In dem zu ihr gehörenden und 100 Hektar großen Wildnisgebiet können sich Kinder und Jugendliche austoben. Regelmäßig gibt es hier in den Wäldern und Wiesen Projekttage und Wildnis-Camps abseits der ausgezeichneten Wanderwege. Viele Angebote sind dabei auch barrierefrei.

www.naturpark-eifel.de | www.eifel-expeditionen.eu

Impressionen & Videos

Grün, wild, na­tür­lich: Der Na­tur­park Ho­hes Venn-Ei­fel in Bil­dern

Kall Königsberg mit Blick auf das Kloster Steinfeld, © Naturpark Nordeifel e.V.
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