Essen Kettwig , © Johannes Höhn | @pangea

Wan­del­ba­res Es­sen


In­dus­trie­stand­ort, In­no­va­ti­ons­raum und glän­zen­de Per­le im Ruhr­ge­biet

Von Grau zu Grün, von Kohle zu Kultur: Die Stadt Essen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Aus Zechen sind Kulturzentren geworden, einstige Brachflächen bieten heute als Parkanlagen Erholung. Auf dem Außengelände des Unesco-Welterbes Zollverein etwa treffen Besucher nun mehrere hundert verschiedene Tier- und Pflanzenarten an, wie etwa den Turmfalken oder die Kreuzkröte. Die historischen Innenräume werden jetzt vom Ruhr Museum und Red Dot Design Museum als Ausstellungsfläche genutzt. Ersteres schlüsselt die Geschichte der Region und den Strukturwandel anhand von tausenden Exponaten auf.

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Die Isenburg in Essen, © EMG, Diana Blinkert

Ent­span­nen an der Ruhr


Idyl­li­sche Na­tur bie­tet Er­ho­lungs­mög­lich­kei­ten

Nicht nur an Land, auch am und auf dem Wasser bietet die Stadt Erholung in der Natur: In den Ruhr-Auen können aufmerksame Reisende mit etwas Glück mittlerweile Kormorane und Schildkröten beobachten. Und am aufgestauten Baldeneysee lässt es sich wunderbar entspannen, während Schiffe und Boote über das Wasser treiben.

Hoch über dem Baldeneysee verläuft der Baldeney-Steig. Er ist neben dem 2020 neu eröffneten Kettwiger Panoramasteig ein ausgewiesener Premiumwanderweg der Stadt und führt an der Ruine Isenburg und der Villa Hügel vorbei. Letztere war lange Zeit der Stammsitz der berühmten Industriefamilie Krupp, die im 19. und 20. Jahrhundert eines der größten Unternehmen Europas aufbaute. Heute können Besucher die Villa als Ausstellungsort besichtigen und sich selbst von der idyllischen Landschaft drum herum überzeugen.

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Der Tuchmacherplatz in Essen Kettwig, © EMG, Diana Blinkert

His­to­ri­sche Stadt­ker­ne


Fach­werk­häu­ser und ver­win­kel­te Gas­sen

Vergangene Zeiten sind auch in anderen Ecken der Stadt zu entdecken: In den Stadtteilen Kettwig und Werden beeindrucken Zahlreiche Fachwerkhäuser aus den vergangenen Jahrhunderten genauso wie unzählige verwinkelte Gassen. In Werden lohnt zudem eine Visite der Folkwang Universität der Künste, an der pro Jahr in der Regel über 300 öffentliche Veranstaltungen stattfinden - vom kleinen Kammerspiel bis zum großen Orchesterkonzert.

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Das Grillo Theater in Essen, © EMG, Diana Blinkert

Kul­tur­me­tro­po­le


Dar­bie­tun­gen, Füh­run­gen und Kon­zer­te

Wer in Essen Kultur in vollem Ausmaß erleben möchte, hat im Herzen der Stadt viele Optionen: Im Essener Dom können Gäste einen Blick auf die kirchlichen Kostbarkeiten der Domschatzkammer werfen. Die Goldene Madonna ist zum Beispiel mehr als sehenswert. Sie gilt als die älteste erhaltene vollplastische Marienfigur der abendländischen Kunst.

Häuser wie das Grillo, Aalto und Varieté Theater bringen mitreißende Aufführungen von Schauspiel bis Oper auf die Bühne. In der Philharmonie treten Stars der klassischen Musik auf. Das Museum Folkwang präsentiert Kunstschätze und hochkarätige Wechselausstellungen in seinen Räumen am Museumsplatz. Deutschlands Kunstkritiker haben das Haus zum Museum des Jahres 2020 gewählt.

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Die Rüttenscheider Straße in Essen, © Diana Blinkert, EMG

Rüt­ten­schei­der Stra­ße


Streif­zug durch Knei­pen, Bars und Re­stau­rants

Von hier sind es nur wenige Meter zur populären Rüttenscheider Straße und dem Rüttenscheider Stern. Die Ausgeh- und Flaniermeile wie die umliegenden Straßen beherbergen viele Kneipen, Restaurants und Bars, die alle etwas Anderes zu bieten haben. Die Kultkneipe Ampütte und der Sparfuchs versprühen zum Beispiel typisches Ruhrpott-Flair mit alter Theke, an der auch gerne mal Essener Urgesteine Platz nehmen. Die Drehscheibe lässt hingegen die Herzen von Schlagerfans höher schlagen. Nicht selten treffen Gäste den selbsternannten Schlagergott Rene Pascal zwischen Tresen und Tür, der als Besitzer der Gaststätte hin und wieder das ein oder andere Ständchen anstimmt.

Alternativ und hipp zeigt sich im Gegenzug das Essener Südviertel mit gemütlichen Cafés, Second-Hand-Läden und Handwerkskunst. Rund um den Isenbergplatz haben sich junge Künstler und kreative Köpfe niedergelassen, die den Besuchern ein nachhaltiges Erlebnis bieten möchten. Die Bürgersteige zieren im Sommer bunte Designermöbel; Lesungen und Konzerte finden zwischen den Bänken und Stühlen statt. Das Café Goldbar und das Café de Prinz stehen hier exemplarisch für ein extrovertiertes Lebensgefühl, das das ganze Viertel bestimmt.

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Das Unperfekthaus in Essen, © Tourismus NRW e.V.

Die Fuß­gän­ger­zo­ne er­kun­den


Aus­gangs­punkt für Shop­ping­tou­ren

Seinen Ruf als „die Einkaufsstadt" hat Essen mit den rund 1.000 Warenhäusern und Geschäften in der City begründet. In der Fußgängerzone reihen sich Schuh- und Fashionhäuser, Flagship-Stores großer Marken und kleine Boutiquen wie Spezialgeschäfte aneinander. Der Limbecker Platz bietet als eines der größten innerstädtischen Einkaufzentren Deutschlands über 200 Shops für eine ausgelassene Shoppingtour an. Im gegenüberliegenden Unperfekthaus können Gäste internationalen Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die Kreativ-Oase ist ein gemeinsamer Arbeitsraum, in dem auch Zuschauer jederzeit willkommen sind.

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    Die Kohlenwäsche auf dem Welterbe Zollverein, © EMG, Diana Blinkert
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    Förderrad auf dem Welterbe Zollverein, © EMG, Diana Blinkert
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    Das Red Dot Design Museum in Essen bei Nacht, © EMG, Diana Blinkert
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    Der Baldeneysee im Herbst, © EMG, Diana Blinkert
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    Das Ruhrufer Horst in Essen Steele, © EMG, Diana Blinkert
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    Die Regattastrecke in Essen, © EMG, Diana Blinkert