Familie genießt die Aussicht, © Tourismus NRW e.V.

Wis­sens­schät­ze auf­spü­ren


Ge­mein­sam Na­tur- und Kul­tur­high­lights ent­de­cken

Hier, unter freiem Himmel, ist die Entdeckungsfreude grenzenlos. Draußen sein. Lernen. Entdecken. Staunen. Überall in Nordrhein-Westfalen lagern Natur- und Kulturschätze, die nicht nur hübsch anzusehen sind. Mal begegnet Ihr ihnen bei einer Radtour durch Naturschutzgebiete. Mal von weit oben. Mal im größten grünen Klassenzimmer NRWs. Passt gut auf und freut Euch auf kleine Berühmtheiten, echte Urgesteine und tierisch coole Begegnungen. Zusammen geht’s los und mit gemeinsam erlebten Momenten, die in Erinnerungen bleiben, kommt Ihr wieder. FamilYeah!

Von Baum­wip­fel­kro­nen und Stern­stun­den

Es geht hoch hinaus. Auf Augenhöhe mit neugierigen Waldbewohnern. Den Baumwipfeln ganz nah. Gipfelstürmen war gestern. Dieser Wanderweg auf Stelzen macht Euch zu wahren Wipfelstürmern. Schauplatz: der Waldbröler Naturerlebnispark Panarbora mit seinem spektakulären Baumwipfelpfad. Der einzige und längste in ganz Nordrhein-Westfalen. Auf hölzernen Dielen entlang wandernd erhalten Naturfans hier einmalige und neuartige Ausblicke auf die Landschaft des Bergischen Lands. Und dort hinten – ist das Köln? Ganz recht. Wer als erstes den 40 Meter hohen Aussichtsturm erreicht, kann bei klarem Wetter sogar den Kölner Dom und das Siebengebirge bei Bonn erspähen. Wenn das P in Panarbora mal nicht für Panoramaausblick steht. Das Familienfoto in luftiger Höhe muss aber noch etwas warten. Denn die Wissbegierigsten der Wandertruppe schlauen sich noch eine Weile an einer der sechs interaktiven Erlebnisstationen auf. Das Bergische Land lässt sich aber natürlich nicht nur aus schwindelerregender Höhe entdecken. Während allein unten im Park zahlreiche Attraktionen wie das Heckenlabyrinth und das Höhlenlabyrinth warten, kann die talsperrenreichste Region Europas auf über 20 Streifzügen erkundet werden.  Auf sechs von ihnen treffen kleine und große Wanderfans auf die bekannte Maus des WDR. Was sie wohl über die bergische Flora und Fauna zu berichten hat?

Gummistiefel an, Hut auf, Fernglas immer griffbereit. Im Nationalpark Eifel animiert zwar keine Maus zur Entdeckungstour, dafür trefft Ihr hier auf Menschen, die ihre Liebe zur Natur zum Beruf gemacht haben. Im einzigen Nationalpark NRWs nehmen Euch Rangerinnen und Ranger mit auf unvergessliche Expeditionen durch das Naturschutzgebiet. Mal geht es durch blühende Wiesen und idyllische Täler, mal mitten durch malerische Felsbildungen oder geheimnisvolle Moor- und Heidelandschaften. Und wer besonders aufmerksam ist, kann im dschungelartigen Dickicht das ein oder andere exotische Tier entdecken. Schon mal einen Schwarzstorch gesehen? Eine Nationalpark-Exkursion gleicht nicht selten einem Besuch eines – besonders - grünen Klassenzimmers. Draußen sein. Lernen. Entdecken. Staunen. Und eines ist sicher: Bei Abreise befinden sich im Wanderrucksack definitiv nicht zuletzt Urlaubserinnerungen, die der ganzen Familie noch lange im Kopf bleiben werden. Doch bloß keine Eile bei der Heimfahrt – bleibt ruhig bis nach Sonnenuntergang und erlebt magische Sternstunden. Die Sternwarte auf dem Internationalen Platz Vogelsang zeigt Euch den Nachthimmel, wie Ihr ihn bestimmt noch nicht gesehen habt.  Denn die nächtliche Oase rund um Vogelsang ist einer der wenigen Orte in Deutschland, an denen die Milchstraße mit bloßem Auge zu erblicken ist.  

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    Einfach mal nach den Sternen greifen und anschließend an der Seite eines Rangers durch die Wildnis tigern.

    • Baumwipfelpfad Pfeiler Froschperspektive, © Tourismus NRW e.V.
      Familie zusammen bei Panarbora, © Tourismus NRW e.V.
      Kinder bei der Lernstation auf dem Aussichtsturm, © Tourismus NRW e.V.
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      Einfach mal nach den Sternen greifen und anschließend an der Seite eines Rangers durch die Wildnis tigern.

    • In Ninas „Überlebenspack“: Ein Fernglas, ein Feuerstein, ein Seil, Augenbinden für die blinde Entdeckungsreise durch die Natur, ein Erste-Hilfe-Paket und vieles mehr, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.
      Blume in Landschaft, © Tourismus NRW e.V.
      Hochmoor entlang der Struffeltroute in der Eifel, © Tourismus NRW e.V.
    • Blick auf die Urfttalsperre , © Tourismus NRW e.V.
    • Nideggen-Schmidt - Eifelblick Schöne Aussicht bei Nacht, © Tourismus NRW e.V.

    Wenn sich die Zeit­ma­schi­ne dreht

    Viele Wege führen nach Rom – einige glücklicherweise auch nach Xanten. Und das ist gut so, denn auch in Deutschlands einziger Stadt mit X weht der Geist der Antike. Ob Amphitheater, Tempel oder Thermen – hier, in einer der ehemals bedeutendsten römischen Siedlungen landesweit, dreht sich die Zeitmaschine über 2.000 Jahre zurück. Bitte aussteigen – nächster Halt: der Archäologische Park Xanten. Quasi römische Geschichte zum Anfassen. Spätestens beim Eintritt in das Amphitheater wird der Fantasie freien Lauf gelassen. Die Anspannung steigt. Von den Rängen Jubel, unter den Füßen nur heißer Sand. Mitten in der Arena fühlen sich Besuchende wie Gladiatoren vor ihrem großen Kampf. Heutzutage wird im Freilichtmuseum glücklicherweise nicht mehr gekämpft, aber immer noch getafelt.  Zur Stärkung geht’s für hungrige Zeitreisende in die Taverne. Dieses antike Familienessen wird noch lange Gesprächsthema sein. Doch bevor die Zeitmaschine Reisende noch weiter durch die Vergangenheit befördert – wie wäre es mit einer Auszeit mit Küsten-Feeling? Dann ab an den Strand! Die Römerstadt Xanten hat ihre eigene Nord- und Südsee. Perfekt, um die Eindrücke aus der Antike noch einmal auf einer der vielen Sonnenliegen Revue passieren zu lassen. Aber auch für jede Menge Action ist hier gesorgt. Kanufahren, Tauchen, Tretbootfahren oder sich auf Wasser-Skier wagen. Wozu noch an die Küste fahren?

    • Der Hafentempel im Archäologischen Park Xanten zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten, © Ilona Marx
      Die Zubereitung historischer Speisen können Kinder auf dem Römerfest lernen, © Axel Thünker DGPh
      Mädchen sitzt im Sand an der Xantener Nord- und Südsee, © Tourismus NRW e.V.
    • Xantener Nord- und Südsee , © Tourismus NRW e.V.

    Nächster Halt: Steinzeit. 

    Knapp 80 Kilometer entfernt von Xanten wird im Neanderthal Museum die Zeit noch weiter zurückgedreht – und zwar über vier Millionen Jahre. Hier dreht sich alles um den Ursprung der Menschheitsgeschichte. Und was genau haben die Neandertaler eigentlich damit zu tun? Die multimediale Ausstellung in einem der modernsten Museen Europas verrät es Euch. So realistisch, dass Besuchende sich schon einmal vor einer Säbelzahnkatze erschrecken können. Der Schrecken hält aber nicht lange an. Denn es gibt ja auch noch das Babymammut Tinka. So niedlich. Vollgepackt mit neuen Eindrücken über alte Zeiten und mehr Wissen rund um die Neandertaler, ihr Leben, die Tiere und die damalige Landschaft geht es draußen eiszeitlich weiter. Doch nicht bevor Ihr an der Fotostation ein Erinnerungsfoto geschossen habt. Die prominenten Bewohner haben nämlich noch Platz auf ihrer Couch. Bereit für ein weiteres Familienfoto der besonderen Art? Sobald das Foto im Kasten ist, wartet vor der Tür ein einzigartiger Wanderweg. Als Rundweg schlängelt er sich rund um das Eiszeitliche Wildgehege. Pssst, Zeitreisende! Hin und wieder ist Schleichen angesagt. In der abwechslungsreichen Landschaft aus weiten Wiesen, bewaldeten Hängen, Felsen und dem kleinen Flüsschen Düssel leben urzeitliche Tiere wie Wisente, Tarpane und Auerochsen. Mit etwas Glück suchen sie Eure Nähe. Was für beindruckende Zeitgenossen.

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    Hier dreht sich alles um den Ursprung der Menschheitsgeschichte. Und was genau haben die Neandertaler eigentlich damit zu tun?

    • Gesicht einer Neandertalerfigur im Neanderthal Museum in Mettmann, © Tourismus NRW e.V.
      Besuchende bestaunen Neandertalerfigur im Neanderthal Museum, © Tourismus NRW e.V.
      Nahaufnahme von der Hand einer Neandertaler Figur im Neanderthaler Museum in Mettmann, © Tourismus NRW e.V.
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      Hier dreht sich alles um den Ursprung der Menschheitsgeschichte. Und was genau haben die Neandertaler eigentlich damit zu tun?

    • Neandertaler Figur im Neanderthal Museum in Mettmann, © Tourismus NRW e.V.
      Familie im Neanderthal Museum in Mettmann, © Tourismus NRW e.V.
      Mädchen bestaunt eine Mammutfigur im Neanderthal Museum in Mettmann, © Tourismus NRW e.V.
    • Bachlauf des Flusses Düssel im Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal, © Tourismus NRW e.V.

    Über Exo­ten und Hei­mat­ver­lieb­te

    Wanderschuhe aus und ab aufs Rad! Denn auch im Münsterland gibt es tierisch was zu entdecken. Die Hohe Mark-Radroute erstreckt sich durch den Dülmener Wildpark. Und hier ist der Name Programm: Wildtiere wie Damwild und Schafe bewegen sich hier vollkommen frei und lassen sich in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Darf es vielleicht noch etwas wilder werden? In der Heidelandschaft schnaubt und wiehert es. Es sind die Dülmener Wildpferde, die im Merfelder Bruch ihr Zuhause haben. Die Dynamik in einer solch großen Herde zu beobachten, wird nicht nur für Pferdeliebhabende zu einem besonderen Erlebnis. Denn wann sieht man schon rund 400 Tiere auf einem Fleck? Seid dabei, wenn sie gemeinsam friedlich schnaubend grasen, sich gegenseitig am Fell knabbern oder zum wilden Galopp ansetzen, dabei Sand aufwirbeln und erst wieder an der Wasserstelle zum Stehen kommen.

    Diesen Anblick kann eigentlich nur noch die nördlichste Flamingo-Brutkolonie der Welt übertreffen. Ein wahrhaftig exotisches Abenteuer. Und am besten mit dem Fahrrad zu erreichen. Von zwei Aussichtskanzeln und einem Aussichtsturm aus ist man den pinkgefiederten Stars des Gebiets ganz nah und kann sie mit etwas Glück beim Brüten beobachten. Und auch, wenn es die Flamingos im Spätsommer in ihr Winterquartier in die Niederlande zieht, lädt das Naturschutzgebiet ganzjährig zum Entdecken ein.  Das Zwillbrocker Venn ist geprägt von Feuchtwiesen, Moor- und Heidelandschaft sowie flachen Seen. Rund 10.000 Lachmöwen machen das ganze Jahr lautstark auf sich aufmerksam. Moorschnucken beweiden die Heideflächen. Hier blüht Euch was, versprochen!

    • Flamingos Münsterland, © @iamarux
      Flamingos im Zwillbrocker Venn, © Biologische Station Zwillbrock
      Dülmener Wildpferde im Sonnenaufgang, © Münsterland e.V.Philipp Fölting
    • Kamera auf Picknickdecke , © Tourismus NRW e.V.
      Dülmener Wildpferde, © Münsterland e.V.Philipp Fölting