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Das 2018 neu eröffnete Museum Peter August Böckstiegel, ein Entwurf von H.S.D. Architekten aus Lemgo, © Tourismus NRW e.V.

Mu­se­um Pe­ter Au­gust Böck­stie­gel in Wer­t­her


Ex­pres­sio­nis­mus aus West­fa­len

Es war der 127. Ge­burts­tag des Ma­lers Pe­ter Au­gust Böck­stie­gel, als in sei­ner Hei­mat­stadt Wer­t­her am Fu­ße des Teu­to­bur­ger Wal­des mit dem Bau ei­nes neu­en Mu­se­ums be­gon­nen wur­de. In nur zwei Jah­ren ent­stand in un­mit­tel­ba­rer Sicht­ach­se zum Ge­burts­haus des Künst­lers das Mu­se­um Pe­ter Au­gust Böck­stie­gel, das nun in wech­seln­den Aus­stel­lun­gen den um­fang­rei­chen Nach­lass des Ex­pres­sio­nis­ten so­wie Wer­ke sei­ner Weg­ge­fähr­ten und Zeit­ge­nos­sen der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert.

Keinem Ort war Peter August Böckstiegel mehr verbunden als seiner Heimat. 1889 in Arrode (heute ein Ortsteil von Werther) geboren, zog es ihn zwar schon früh nach Dresden. Seine Eltern, Familie und Nachbarn, kurz: die Bauern und die westfälische Landschaft aber blieben zeitlebens seine wichtigsten Motive. Nach Westfalen kehrte er zurück, nachdem sein Dresdner Atelier und große Teile seiner Arbeit bei den Bombenangriffen im Februar 1945 zerstört worden waren. Er erweiterte das bäuerliche Haus um einen weiteren Atelierraum und gestaltete es durch Mosaike, Glasfenster, Holzschnitzereien und Plastiken Schritt für Schritt zu einem heute unter Denkmalschutz stehenden Künstlerhaus um. Die Porträtköpfe im alten Obstgarten wurden mittlerweile durch Abgüsse ersetzt, im „roten Haus“ aber lebt die Erinnerung an den Künstler auch nach seinem Tod weiter. Seine Bilder und Skulpturen, von ihm selbst gestaltete Möbel, Arbeitsmaterialien, Fotos und persönliche Gegenstände der Familie bringen Besuchern in Führungen den außergewöhnlichen Künstler nahe.

Böckstiegels umfassendes Werk, allein davon 1.300 Werke im Besitz der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, aber blieb der Öffentlichkeit lange nur eingeschränkt zugänglich. Im neuen Museum Peter August Böckstiegel, einem mit fränkischen Muschelkalk umkleideten, monolithisch wirkenden Neubau in direkter Nähe des Künstlerhauses, wird es nun entsprechend gewürdigt und in Wechselausstellungen gezeigt.

Wie eng der Maler seiner westfälischen Heimat verbunden war, erfahren Besucher auch auf dem Böckstiegel-Pfad, über den Wanderer und Radfahrer zum Böckstiegel-Haus gelangen. 17 ausgeschilderte Stationen verweisen auf Leben und Werk des Expressionisten. Und die idyllische Landschaft von Werther spricht für sich – warum der Künstler so gern hier in Westfalen war.

Öffnungszeiten (Museum):
Mittwoch - Sonntag (und an Feiertagen): 12.00 - 18.00 Uhr
Das historische Künstlerhaus ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Führungen: Samstag / Sonntag 15.00 Uhr

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Dein Kulturpäckchen


Erlesene Ziele, unendliche Entdeckungen

Kulturpäckchen

Auf dem Böckstiegel-Pfad folgst Du (mit dem Fahrrad oder zu Fuß) an 17 ausgeschilderten Stationen den Spuren des Malers bis zum Museum Peter August Böckstiegel. Lass Dich, wie schon der Künstler selbst, von der wunderschönen Landschaft inspirieren.

Idee

Kulturpäckchen: Deine Tipps für den nächsten Kurztrip

Zu Besuch bei Peter August Böckstiegel in Werther und Halle (Wfl.)

  • In Werther im Teutoburger Wald wurde 1889 der Maler Peter August Böckstiegel geboren.
  • Auf dem Böckstiegel-Pfad folgst Du (mit dem Fahrrad oder zu Fuß) an 17 ausgeschilderten Stationen den Spuren des Malers bis zum Museum Peter August Böckstiegel. Lass Dich, wie schon der Künstler selbst, von der wunderschönen Landschaft inspirieren.
  • In wechselnden Ausstellungen präsentiert das neu eröffnete Museum Peter August Böckstiegel rund 1.300 Arbeiten aus dem Nachlass des Expressionisten. Als Gast der Familie bekommst Du im benachbarten „roten Haus“ Einblick in das alltägliche Leben der Böckstiegels Mitte des 20. Jahrhunderts. Das ehemalige Wohnhaus kann allerdings nur bei Führungen besichtigt werden.
  • Dresdner Stollen, gebacken nach dem Originalrezept von Constanze Böckstiegel, ist die Spezialität im neuen Museumscafé.

Ausflugstipp: Bekannt ist die Stadt Werther in Halle (Westfalen) insbesondere durch Bonbons. Beim Fabrikverkauf von Werther Original (Storck) kannst Du Dich mit jeder Menge Leckereien eindecken. In Borgholzhausen kannst Du die Lebkuchenfabrikation Schulze besichtigen – und gleich nebenan im Café probieren.

Übernachtungstipp: Hotel-Residence Klosterpforte Marienfeld.

Was dahinter steckt

 

46 Kurzreise-Empfehlungen, jedes einzelne ein Unikat, gefüllt mit allen Zutaten für einen wunderschönen Tag – oder auch zwei oder drei, das sind die Kulturpäckchen im KulturReiseLand NRW.

Ob Kloster oder Künstlerhaus, Ritterburg oder Wasserschloss, Höhle oder Industriedenkmal – Dein NRW hat sich alle Ziele genau angesehen, ausgewählt und mit besonderen Empfehlungen der Region zum Päckchen geschnürt. Darin finden sich neben den Kulturschätzen Köstlichkeiten und Traditionen, kleine Wanderungen und Radtouren, Stadtbummel und Tipps für besondere Übernachtungen.

Impressionen & Videos


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