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LWL-Museum für Archäologie, Außenansicht, © LWL/G. Biedermann

LWL-Mu­se­um für Ar­chäo­lo­gie in Her­ne


Ei­ne Ent­de­ckungs­rei­se zwi­schen Rui­nen, Grä­bern und Fun­da­men­ten

In der be­lieb­ten Dau­er­aus­stel­lung füh­len sich Be­su­cher selbst wie For­scher. Ein La­bor er­mög­licht, selbst ein­mal Ar­chäo­lo­ge zu sein. Hier kön­nen Gäs­te ein­zel­ne Bo­den­schich­ten un­ter die Lu­pe neh­men und das Ma­te­ri­al ana­ly­sie­ren. Ein Gra­bungs­camp run­det das wis­sen­schaft­li­che Pro­gramm auf dem Au­ßen­ge­län­de ab.

In Ruinen auf Spurensuche gehen. Fundamente nach historischen Schätzen durchsuchen. Einen Faustkeil aus Mammutknochen zwischen Trümmern entdecken. Das ist im LWL-Museum für Archäologie möglich. Hier fühlen sich die Besucher selbst wie Forscher. Sie erfahren anhand von erstaunlichen Exponaten wie Jagdutensilien oder Werkzeugen, wie hart des Leben eines Neandertalers war. Sie versetzen sich in Kriegsszenarien, wenn sie auf Fundstücke wie einen Puppenkopf blicken, der aus Bombenschutt geborgen wurde.  

Die Gäste folgen bei ihrem Rundgang durch die Dauerausstellung einem Zeitstrahl, der sie durch verschiedene Etappen der Menschheitsgeschichte führt. Die Chronik beginnt 250 000 vor Christus und endet in der heutigen Zeit. Links und rechts des Weges sind Schaukästen, Gräber, Brunnen oder Gebäudereste aufgebaut. Hier heißt es: Aufspüren, Prüfen und Geschichte anhand von Funden entschlüsseln.

Ein Teil des Hauses liegt unter der Erde

Ein spezielles Forscherlabor ermöglicht eine weitere Vertiefung in die Materie. Besucher können in die Arbeitswelt eines Archäologen hineinschnuppern. Das Forschungsprogramm reicht von der Spurensuche im Boden bis zur Gesichtsrekonstruktion, Schichtausgrabung oder Materialanalyse. Wie offenbaren sich historische Schätze einem Expertenteam? Diese Frage klärt sich schnell, wenn die Lehrlinge selbst Hand anlegen und Gegenstände mit einem Pinsel säubern.

Das archäologische Museum in Herne gehört zu den modernsten Einrichtungen seiner Art in Europa. Von der 4200 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche befindet sich ein großer Teil unter der Erde. Nur drei Baukörper ragen aus dem Boden, die sich neben der Kreuzkirche in der Herner Innenstadt befinden. Die Fußgängerzone ist nicht weit entfernt. Ein Bummel bietet sich nach der Visite an.

Wer jedoch nicht genug von alten Gemäuern und Ruinen bekommt, der kann auf dem Außengelände des Museums seine Forschungsreise fortsetzen. Ein Camp öffnet regelmäßig seine Tore, in dem alle Schritte einer professionellen Grabung nachvollzogen werden können.

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LWL-Museum für Archäologie, Außenansicht, © LWL/O.Kalus
LWL-Museum für Archäologie, Pferdeopfer aus dem 3. und 4. Jahrhundert, © LWL/P.Jülich
LWL-Museum für Archäologie, Stationen im Forscherlabor, © LWL/J.Sager
LWL-Museum für Archäologie, Im Forscherlabor, © LWL/P.Jülich
LWL-Museum für Archäologie, Versteinerter Wald am Ausstellungsbeginn, © LWL/D.Menne
LWL-Museum für Archäologie, Laufsteg durch die Ausstellung, © LWL/P.Jülich
LWL-Museum für Archäologie, Versorgung in der Eisenzeit, © LWL/K.Baron
LWL-Museum für Archäologie, Neue Jagdmethoden nach der Eiszeit, © LWL/P.Jülich
LWL-Museum für Archäologie, Reise in die Vergangenheit für Familien, © LWL/P.Jülich
LWL-Museum für Archäologie, Neandertaler oder moderner Mensch, © LWL/S.Brentführer
LWL-Museum für Archäologie, Urne von Gevlinghausen, © LWL/D.Menne
LWL-Museum für Archäologie, Spurensuche im Großsteingrab, © LWL/P.Jülich

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