Unesco-Welterbe Zeche Zollverein am Abend © Frank Vinken - Stiftung Zollverein, © Frank Vinken - Stiftung Zollverein

Zeche Zollverein


Vom Ort der Maloche zum UNESCO-Welterbe

Früher wurde hier malocht, heute bietet das Welterbe Zollverein Industriekultur vom Feinsten: Kunst, Konzerte, Festivals und Sportmöglichkeiten treffen auf eine imposante Kulisse.


Der Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein, der 2001 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet wurde, gilt als eines der imposantesten Industriedenkmäler der Welt. Seit der letzten Schicht im Jahre 1986 hat sich Zollverein in eine Stätte für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft verwandelt, die jährlich rund 1,5 Millionen Besucher anzieht. Damit symbolisiert sie den Strukturwandel in der Metropole Ruhr wie kaum ein zweites Bauwerk.

Weltgrößte Steinkohlenzeche

In ihrer aktiven Industriezeit war die Essener Zeche die größte Steinkohlenzeche weltweit, die Kokerei so groß wie keine andere in Europa. Neben seiner außergewöhnlichen Größe ist aber auch die Architektur des Zollverein-Komplexes herausragend – nicht umsonst wird Zollverein auch als schönste Zeche der Welt bezeichnet. Der berühmte Doppelbock-Förderturm ist heute das bekannteste Wahrzeichen des Ruhrgebiets und Symbol für die Industriekultur einer ganzen Region.

Denkmalpfad und Museen

Einen besonders guten Einblick in die Zeit, in der die Anlagen noch aktiv waren, bieten die zahlreichen Führungen im Denkmalpfad Zollverein. Entlang riesiger stillstehender Maschinen folgen Besucher dem "Weg der Kohle" in den Übertageanlagen der Zeche und den Produktionsanlagen der Kokerei. Wer noch mehr über das Leben und den Alltag im Ruhrgebiet erfahren will, kann sich eine multimediale Ausstellungen und einen 360°-Film im Portal der Industriekultur in der ehemaligen Kohlenwäsche ansehen. Über einen Steg ist das Portal mit dem authentisch erhaltenen Teil der Anlage Zollverein Schacht XII verbunden. Vorbei an Maschinen und Transportbändern geht es hier bis zur Aussichtsplattform auf dem Dach der Kohlenwäsche, die einen beeindruckenden Blick über das Ruhrgebiet bietet.

Imposante orangefarbene Rolltreppen bringen die Besucher hoch ins Ruhr Museum, wo sie in der identitätsstiftenden Dauerausstellung oder den spektakulären Wechselausstellungen noch mehr über Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets erfahren. Die unterschiedlichen Ausstellungsebenen, auf denen die Natur- und Kulturgeschichte der Region präsentiert wird, verbinden scheinbar rotglühende Treppen.

Design-Fans werden auch vom Red-Dot-Design-Museum im vom Stararchitekten Norman Foster umgebauten Kesselhaus begeistert sein, das sich ebenfalls auf dem Zollverein-Gelände befindet. In der anregenden Industriekulisse entdecken Besucher hier etwa 2000 Objekte, die sich durch eine hervorragende Gestaltung auszeichnen.

Festivals und Konzerte

Vor allem im Sommer bietet das Welterbe-Gelände zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerten, Open-Air-Kino oder auch einem Gourmet-Festival Platz. Zu den weiteren Highlights gehören die Kunstmesse contemporary art ruhr (C.A.R.) sowie Festivals wie die Extraschicht und die Ruhrtriennale.

Sport und Entdeckungen

Auf sportliche Gäste wartet im Winter eine Eisbahn, auf der Besucher inmitten der spektakulären Industriearchitektur ihre Runden drehen können. Zu einem ganz besonderen Erlebnis wird das Fahren nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lichtinstallation der britischen Künstler Jonathan Speirs und Mark Major die Kokerei in blaues und rotes Licht taucht. Im Sommer ist Zollverein Anziehungspunkt für alle, die Abkühlung suchen, denn sie können während der NRW-Sommerferien im kostenlosen Werksschwimmbad abtauchen. Das Becken enstand 2001 im Rahmen eines Kunstprojekts aus zwei zusammengeschweißten Überseecontainern und war eigentlich nur für eine Badesaison gedacht. Wegen des großen Erfolgs öffnet es nun jedoch jeden Sommer.

Wer zwischendrin Hunger bekommt, sollte sich einen Besuch im Restaurant Casino Zollverein nicht entgehen lassen. Allein schon wegen seiner Räumlichkeiten ist es einen Besuch wert: Hohe Betonwände und Relikte aus der industriellen Vergangenheit werden hier kombiniert mit Holz, Spiegeln und Kronleuchtern. Auf der Karte steht Bergmannskost, die auf hohem Niveau neu interpretiert wird. 

Öffnungszeiten:
Das Außengelände ist ganzjährig frei zugänglich, die meisten Institutionen haben täglich geöffnet.

Informationen:
Im Ruhr.Visitorcenter Essen in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem Zollverein-Gelände erhalten Besucher Informationsmaterial und Tickets.

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Das Wichtigste im Überblick

Zertifiziert nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle"

Die Führungen im Denkmalpfad Zollverein sind nicht durchgehend barrierefrei. Das Team vom Denkmalpfad Zollverein berät unter denkmalpfad@zollverein.de. Die E-Busse der Zollverein Rundfahrten (geführte Bustour über das Gelände) verfügen über einen Platz für Rollstuhlfahrer pro Fahrt, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Die Ausstellungsebenen des Ruhr Museums, das Ruhr.Visitorcenter Essen und das Portal der Industriekultur sind barrierefrei zugänglich. Gäste mit Mobilitätseinschränkungen erreichen die Ebenen der Kohlenwäsche über Aufzüge und Rampen.

Eine 3,5 Kilometer lange asphaltierte Ringpromenade führt über das gesamte Gelände. Eine kostenlose Wanderkarte informiert über Steigungen, Bordsteine und Alternativrouten. Gusseiserne Tastmodelle des Geländes mit Blindenschrift erleichtern die Orientierung. Barrierefreie Parkplätze und Toiletten sind vorhanden.

Es liegen umfangreiche Prüfberichte zu den folgenden Gebäudeeinheiten vor: Ruhr Museum, Besucherzentrum / Portal der Industriekultur sowie die Eventlocations - Hallen 2, 5, 6, 12 sowie Bereich C - Kokerei/Salzlager.

„Barrierefreiheit geprüft“- teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung


Der Betrieb erfüllt zahlreiche Anforderungen ganz oder teilweise. Für einen ersten Überblick haben wir folgende Angaben zusammengestellt. Ein ausführlicher Bericht steht im Bereich Download zur Verfügung.

  • Bewegungsflächen sind mind. 150 cm x 150 cm groß
  • Alle Durchgänge/Wegbreiten sind mindestens 90 cm breit.
  • Türschwellen sind nicht höher als 2 cm.
  • Die Breite des Flurs/Weges/Ganges beträgt mind. 150 cm.
  • Die Kabinengröße des Aufzugs beträgt mind. 110 cm x 140 cm.
  • Die Bewegungsfläche links und rechts neben dem WC beträgt mind. 70 cm x 90 cm.

„Barrierefreiheit geprüft“- teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer

Der Betrieb erfüllt zahlreiche Anforderungen ganz oder teilweise. Für einen ersten Überblick haben wir folgende Angaben zusammengestellt. Ein ausführlicher Bericht steht im Bereich Download zur Verfügung.

  • Bewegungsflächen sind mind. 150 cm x 150 cm groß
  • Alle Durchgänge/Wegbreiten sind mindestens 90 cm breit.
  • Türschwellen sind nicht höher als 2 cm.
  • Die Breite des Flurs/Weges/Ganges beträgt mind. 150 cm.
  • Die Kabinengröße des Aufzugs beträgt mind. 110 cm x 140 cm.
  • Die Bewegungsfläche links und rechts neben dem WC beträgt mind. 70 cm x 90 cm.

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