©
Die Wupper fließt durchs Bergische Land, © Gunnar Bäldle

Die Wupper im Bergischen Land


Vom Industriefluss zum renaturierten Naturparadies

Einst galt die Wupper als dreckiger Industriefluss. Heute kannst Du hier in grüner Natur Deine Freizeit genießen. Entdecke hügelige Landschaften, alte Schleifkotten und idyllische Talsperren!

„Wo die Wupper wild woget auf steinigem Weg, an Klippen und Klüften sich windet der Steg.“ So besingt das „Bergische Heimatlied“ aus dem 19. Jahrhundert die Wupper in ihrer reizvollen Umgebung aus grünen Hügeln – und schwärmt gleich darauf genauso begeistert von den rauchenden Schloten in der Nachbarschaft.

Tatsächlich war die Wupper, die unter anderem Wuppertal ihren Namen gab, lange als Industriefluss verschrien und das nicht zu Unrecht. In manchen Abschnitten hätte man noch vor wenigen Jahrzehnten ihr Wasser großzügig verdünnen müssen, damit auch nur ein Wasserfloh darin hätte überleben können. Doch das ist Vergangenheit. Heute sieht der Fluss, der bei Leverkusen in den Rhein mündet, nicht nur quicklebendig aus – er ist es auch. 

Artenreiche Auenlandschaft

Der Oberlauf bei Wipperfürth im Bergischen Land ist ohnehin noch naturnah und Teil einer artenreichen Auenlandschaft, wie sie früher typisch für das Mittelgebirge war. Vielfältige Ufergehölze, zum Beispiel Sumpfwälder und Auen mit Torfmoosen sowie Feuchtwiesen voller Orchideen, prägen dort das Bild des Flusses und seiner Quellbäche.

Aber auch im weiteren Verlauf zwischen Solingen und Leichlingen lädt die Wupper heute wieder zum Genießen ein. Zwischen teils recht steilen Hügeln schlängelt sie sich vorbei an Wiesen, kleinen Bauernhöfen und idyllischen Fachwerk-Örtchen. Selbst die alten Industriereste muten teilweise romantisch an, etwa die historischen Schleifwerkstätten mit ihren Wasserrädern.

Der Lachs kehrt zurück

Auch das Leben ist in den Fluss zurückgekehrt: Sogar Lachse, die seit 1841 verschwunden waren, gibt es inzwischen wieder in der Wupper. Vom Menschen wurden sie hier ausgesetzt und kehren zum Laichen in den Fluss zurück. Doch dies ist nicht die einzige Renaturierungsmaßnahme: Uferbefestigungen und andere Bauwerke, die Tiere und Pflanzen einschränken, werden abgerissen, Auen wiederhergestellt und heimische Baumarten gepflanzt.  

Projekte wie das Wasserquintett und die Wuppervielfalt sorgen dafür, dass Besucher die neue Tier- und Pflanzenvielfalt am Wasser entdecken und erleben können. So gibt es etwa in Hückeswagen einen Auenpark sowie in Wipperfürth eine Vogelbeobachtungsstation und die Basisstation Wasserquintett, die umfangreiche Informationen zum Thema Naturschutz rund um die Wupper bietet.

Seinen Namen verdankt das Wasserquintett übrigens den fünf Talsperren, die das Bergische Land ebenso wie die Wupper prägen: Wupper-, Bever-, Brucher, Neye-, und Lingese-Talsperre. Ein Radweg, der ebenfalls Wasserquintett genannt wird, verbindet diese fünf Seen. Auch für eher Ungeübte sind Teile der Strecke durchaus zu bewältigen. Sie führen nämlich über ehemalige Bahntrassen, sodass Steigungen moderat ausfallen.

www.wupperverband.de

unbedingt weitersagen

Weitere Infos


Was Du noch wissen solltest

Passende Angebote zum Thema Naturerlebnis


Jetzt suchen & buchen!

Lernen von der Natur im Überblick

Damwild Kolbenhirsche im Wildwald Vosswinkel, © Karl-Heinz Volkmar
©

Wildwald Vosswinkel

Panarbora Baumwipfelpfad, © Tourismus NRW e.V., Dominik Ketz
©

Naturerlebnispark Panarbora mit Baumwipfelpfad

Im Geopark Ruhrgebiet informieren Infotafeln die Besucher, wie hier am Geostopp Deilbachtal, © GeoPark Ruhrgebiet
©

Geopark Ruhrgebiet

Bei speziellen Führungen lernen Kinder viel Spannendes über die heimische Natur, © Nationalparkforstamt Eifel Fotograf S. Wilden
©

Rangerführungen im Nationalpark Eifel

Die Scheuerbachsenke in der Wahner Heide zeichnet sich durch ihre Dünenlandschaft aus, © Bündnis Heideterrasse e.V._
©

Wahner Heide bei Köln

Der Rursee liegt im Nationalpark Eifel, © Nationalpark Eifel - Nationalparkverwaltung
©

Waldführungen im Nationalpark Eifel

Die Wisente, hier in der Wisent Welt Wittgenstein, sind die größten Landsäugetiere Europas, © Wisent Welt Wittgenstein
©

Wisent-Welt Wittgenstein

Sonnenuntergang in der Medebacher Bucht, © Medebach Touristik - Oliver Brachat
©

Medebacher Bucht

Die alte Gymnicher Mühle im Rhein-Erft-Kreis ist in ein Erlebnis-Wasserzentrum umgebaut, © Rhein-Erft-Kreis
©

Gymnicher Mühle

Im Möhnesee schwimmen kleine Inseln, die im Sommer mit Blumen bedeckt sind, © M. Kraft
©

Der Möhnesee

Besucher der Siegquelle können das frische Wasser kosten, © TVSW Fototgraf Siemon
©

Quellenreich: Eder, Lahn und Sieg

Seit 2013 bringt die Lippefähre Radfahrer und Wanderer auf die andere Uferseite, © Lippefähre Dorsten
©

Naturerlebnis Auenland

Der Naturpark Schwalm-Nette ist ein richtiges Wasserparadies, © Naturpark Schwalm-Nette
©

Naturpark Schwalm-Nette

Die Auenlandschaft Bislicher Insel bei Xanten ist ein regelrechtes Wasserparadies, © Sprave Regionalverband Ruhr
©

Schutzgebiet Auenlandschaft Bislicher Insel

Der Rursee liegt im Nationalpark Eifel, © Nationalpark Eifel - Nationalparkverwaltung
©

Nationalpark Eifel

Die Rangerführungen eignen sich für Groß und Klein, © Sauerland-Tourismus e.V. /  Foto Tanja Evers
©

Ranger-Touren durch den südwestfälischen Wald