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Preisverleihung #urbanana Award 2019, © Tourismus NRW e.V.

Preisträger #urbanana-Award 2019


Sechs herausragende Projekte für kreativen Städtetourismus in #urbanana

Um die ersten sechs 30 Plätze wurde innerhalb der Jury mit Freuden debattiert. An preiswürdigen Ideen hat es nicht gemangelt - ein Wunder also, dass sich die Jurymitglieder Ulrich Soénius (IHK Köln), Claudia Jericho (CREATIVE.NRW), Ljiljana Radlovic (DC Open), Jens Nieweg (Kulturkenner & Tourismus NRW e.V.), Sebastian Kaiser (Tourismus NRW e.V.) und Thorsten Hellwig (DEHOGA NRW) auch ohne Zähnefletschen auf sechs gleichrangige Preisträger einigen konnten. Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf die wunderbaren Projekte, die uns in #urbanana schon jetzt beglücken oder bald erwarten!

Food Cycle & Soul

Zweiradgenuss im Brooklyn Kölns

Die Kölner “Schäl Sick”, also die rechte, vermeintlich unpopuläre und industriell geprägte Rheinseite mit den Stadtteilen Kalk und Mülheim stehen bei “Food, Cycle & Soul” zur Entdeckung an. Industriekultur trifft hier auf regional produzierte Köstlichkeiten und Kölsch auf kulinarische Einflüsse aus aller Welt. Dass man sich am Ende der Fahrrardreise dann ausgerechnet in unmittelbarer Nähe der Wiege des Otto Motors und damit des Automibilzeitlaters im “The New Yorker” bettet, ist eine feine Ironie dieser wunderbaren Geschichte. Und dass die beiden Macherin in ihrer Bewerbung Mülheim mutig zum Brooklyn Kölns umdeuten - einfach herrlich. Wir wünschen dem Projekt “Food Cycle & Soul” einen wunderbaren Start, geben gerne finanziellen Rückenwind und bitten um einen fahrrad-bewegten und geschmackssicheren Applaus für Rosalia Nußbaum und Jutta Zingsheim.

www.nrw-tourismus.de/food-cycle-and-soul-koeln

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Food Cycle and Soul, © Tourismus NRW e.V.

Im Sattel Kölns Schäl Sick auf dem Schirm

Places Virtual Reality Festival

Ückendorf Verrücktendorf!

Auch in Gelsenkirchen-Ückendorf ist es bei allen Problemen “viel besser, als man glaubt.” Das demonstrieren unter anderem eine Künstlersiedlung, ein Wissenschaftspark und eine Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe. Das sehen wir an herrlicher Gründerzeitarchitektur, einer gewaltigen Backsteinexpressionismus-Kirche und in den Ateliers auf der Galeriemeile. Und das spüren wir, wenn wir mit den virtual-Virtuosen und deren positiver Verrücktheit in Kontakt geraten. Letztes Jahr zelebrierten sie das erste öffentliche VR-Festival Deutschlands und zogen damit über 2000 Gäste in den Stadtteil, den bisher wohl die wenigsten als High Tech-Hotspot auf dem Schirm hatten. Frickler und Freaks, Gamer und Geeks und vor allem: Ganz normale Menschen bastelten gemeinsam an Anwendungen, zockten und saßen bis in die Nacht zusammen. Von der professionellen Tagungslocation bis zum Abrisshaus wurde alles bespielt, was diese lokale Keimzelle der Kreativität hergibt. 

Die Jury freut sich schon jetzt auf eine zweites großes Festival in 2020 und verleiht für den gelungenen Kraftakt des ersten Festivals und vor allem für das konzeptionell anspruchsvolle Festivalkonzept, für das Zusammenbringen von echtem Flecken und virtueller Welt den #urbanana-Award 2019. Einen virtuellen oder realen, aber in jedem Fall großen Applaus für das places Virtual Reality Festival!

www.places-festival.de

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Places VR Festival, © Tourismus NRW e.V.

Gelsenkirchen lebt hoch

Three Places

Düsseldorf hoch drei

Kneipen, Clubs, Hinterhöfe, Herbergen: David Holtkamp von The Dorf und André jannsen von Goldmucke erweitern ihre Idee "Four Rooms" und übertragen das Spektakel in den Stadtraum des nicht-Dorfs Düsseldorf. #urbanana war immer auch ein frischer Blick auf die Stadt. Am Beispiel Düsseldorf richtet diesen auch „Three Places“ beispielhaft neu aus. Hier kommt alles, was das Projekt zusammenführen wollte, im Dorf zusammen: Kreativwirtschaft & Tourismus, Leidenschaft und Sachverstand, Heimatfreude und Weltoffenheit, Stadtwandern und Genuss, Ideenreichtum und geschicktes Skalieren. Wir können es nicht abwarten, auf die erste Tour zu gehen! Einen rundlauf-motivierten Applaus für “Three Places“!

www.nrw-tourismus.de/three-places-duesseldorf

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Three Places, © Tourismus NRW e.V.

Von Ort zu Ort in Düsseldorf

Bielefeld Leuchtet

Leuchten in der Stadt, Leuchten in den Augen

Jahr für Jahr wandert das Filmhaus an einem Sommerabend mit dem Publikum von Spielort zu Spielort. Binnen weniger Minuten installiert es die mobile Projektionstechnik und stellt bevor es losgeht die Filmemacher vor. „Bielefeld leuchtet“ nimmt das Publikum im wahrsten Wortsinn mit und entwickelt so auch für neugierige Passanten einen „Rattenfänger-Effekt“. Ein abschließendes, gemeinsames Picknick lässt die Filmprozession in einem Fest enden und die Gäste ins Gespräch kommen. Die Jury zeichnet das Projekt auch beispielhaft für die kleinen, oft für als Tradition selbstverständlich gehaltenen Projekte im Stadtraum aus, deren Besonderheit erst auffällt, wenn man feststellt: Nein, das gibt es in der Form woanders nicht. “Bielefeld leuchtet!” ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Kreative mit ihrer Arbeit und ihren Veranstaltungen einen Stadt lebenswert gestalten.

www.filmhaus-bielefeld.de

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Bielefeld Leuchtet, © Tourismus NRW e.V.

Bielefelds schönste Projektion

App - Köln Galerien

Alles auf dem Schirm

Eine neue Sichtbarkeit für eine neues Publikum, Appseidank! Denn Otto-Normal-Kultur-Rezipient weiß selten wo die Party steigt. Die Jury zeichnet das Projekt mit dem Titel „App - Kölner Galerien“ deshalb dafür aus, ein erfolgreich einfaches Print-Konzept in ein genauso einfach erfolgreiches Digitalkonzept zu überführen, ohne den Verlockungen von 360-Grad-Rundgängen, japanischer Sprachversion und Gamification zu erliegen. Im Weglassen, in der Konzentration, liegt die große Kunst. Die App weist den Weg zur Galerien-Schwelle, die es dann leichter zu überwinden gibt. Nicht mehr, nicht weniger. Dafür verleihen wir dem Team um Robert Danch den #urbanana-Award 2019 – begleitet mit einem ebenso hochkonzentrierten wie herzlichen Applaus!

www.koelngalerien.de/app

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Köln Galerien, © Tourismus NRW e.V.

App aus Papier

Big Beautiful Buildings

Stein auf Stein

Das Bedürfnis, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine bessere Zukunft aufzubauen, das war der Geist, der die Nachkriegszeit auch architektonisch geprägt hat. Die Zeit ist längst vergangen, aber geblieben ist ihre Architektur: moderne Schulen, Universitäten und Rathäuser, Kirchen, Kaufhäuser, Schwimmbäder und Wohnsiedlungen. Es waren gebaute Visionen für eine moderne und demokratische Gesellschaft. Und: Es sind noch immer häufig “Big Beautiful Buildings”. Dieses Gemeinschaftsprojekt von StadtBauKultur NRW und der TU Dortmund hat die diesen Bauten eigene Schönheit neu eingefangen und aufbereitet. Mit seinen Auszeichnungszeremonien, mit Bustouren und Reiseführer, mit hervorragender PR-Arbeit und mit kontroversen Diskussionen hat es das Projekt geschafft, eine Offenheit für eine Neubewertung zu schaffen und das Ruhrgebiet in einen europäischen Diskurs zu heben, der von Manchester bis Gdynia über Pariser Vorstädten bis zu ex-yugoslawischen Monumenten geführt wird. Der die Gemüter erhitzt und gleichzeitig neue Besucherströme in Bewegung setzt. Eine großen, schönen Applaus für das Projekt Big Beautiful Buildings!

www.bigbeautifulbuildings.de

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Big Beautiful Buildings - Preisträger des #urbanana-Awards 2019, © Tourismus NRW e.V.

Die große, schöne Seite des Ruhrgebiets