©
Am Aussichtspunkt Heimatblick haben Spaziergänger einen tollen Ausblick, © Rhein Voreifel Touristik e.V.

Süd­li­cher Na­tur­park Rhein­land


Obst, wo­hin das Au­ge reicht

Ro­sa­ro­tes Blü­ten­meer und le­cke­re Früch­te: In Me­cken­heim bei Bonn liegt Nord­rhein-West­fa­lens größ­tes Obst­an­bau­ge­biet.

Im Frühjahr erstrahlt die Gegend rund um Meckenheim rosarot. Hier, südwestlich von Bonn im Rhein-Sieg-Kreis, liegt der Südliche Naturpark Rheinland, in dem dank des fruchtbaren Bodens und des milden, sonnigen Klimas seit Jahrhunderten Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Brombeeren und vor allem Äpfel angebaut werden. Jahr für Jahr zwischen Mitte April und Mitte Mai verwandeln die großen Obstplantagen und Streuobstwiesen die Landschaft in ein wahres Meer aus zarten rosa-weißen Blüten.

Der „Obst- und Gemüsegarten Kölns“, wie das Gebiet zwischen Rheinebene und Vorgebirge der Eifel schon seit der Römerzeit genannt wird, ist die größte Anbauregion für Obst in Nordrhein-Westfalen und die drittgrößte in ganz Deutschland. Viele bekannte Sorten werden hier kultiviert, aber die Obstbauern bemühen sich auch, alte Sorten zu erhalten oder zu revitalisieren. In den zahlreichen Hofläden der Region finden Käufer daher viele Sorten, die es im normalen Supermarkt nicht gibt.

Lebensraum Obstwiese

Am besten lässt sich die Region zu Fuß oder per Rad erkunden, beispielsweise auf der 38 Kilometer langen Obstroute, die rund um Meckenheim führt, oder über den zehn Kilometer langen „Alfterer Kunst- und Kulturlandschaftspfad Streuobst“, an dem Informationstafeln viel Interessantes zum Thema Streuobst und über den Lebensraum Obstwiese erzählen.

Denn die Wiesen sind ein wahres Paradies für Tiere – für Vögel genauso wie für Amphibien und Kleinsäuger, vor allem aber für Insekten: Auf den Wiesen mit den vielen hundert Bäumen, die alljährlich in farbenfroher Blüte stehen, finden Bienen und Hummeln ein regelrechtes Festmahl vor.

Streuobstwiesentour

Wer noch ein wenig mehr über Streuobstwiesen erfahren oder die Gegend lieber in Gesellschaft erkunden möchte, kann sich alljährlich im Frühjahr der Streuobstwiesentour in Wachtenberg anschließen oder beim traditionellen Blütenfest in Meckenheim per Rad, zu Fuß oder mit dem Planwagen die Region entdecken und dabei Station an verschiedenen Obst- und anderen Höfen machen.

Viele Hofläden verkaufen außerdem nicht nur regionale Produkte, sondern laden auch zu Führungen ein, bei denen Besucher etwas über den Anbau und die Verarbeitung von Obst erfahren. In der Edelobstbrennerei Brauweiler, dem einzigen Obsthof mit Brennrecht im Rhein-Sieg-Kreis,  kann man sich zudem selbst von der Qualität der Brennereierzeugnisse überzeugen.

Ein kleines Obstbau-Museum gibt es in Bornheim-Merten. In den Wirtschaftsgebäuden eines Hofes werden hier Traktoren, Spritzen, Sortiermaschinen und viele Schriften und Bilder zur Geschichte des Obstbaus sowie zur Obstveredelung und -verarbeitung gezeigt. Ein ganz besonderes Ausstellungsstück ist die älteste Obstkühlmaschine Deutschlands, die noch aus dem Jahr 1908 stammt.

Auf historischen Wegen sind Wanderer, Radfahrer oder Inlineskater in den Kottenforst-Wäldern unterwegs. Der Kölner Kurfürst Clemens August ließ in den kühlen Laubwäldern ein einzigartiges Alleensystem anlegen und ging im einstigen „Königsforst“ selbst auf Parcours-Jagd. Seine Gäste logierten standesgemäß auf Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust bei Brühl, den wohl bekanntesten Bauwerken im Naturpark Rheinland.

Wassererlebnispark

Mehr zur Entstehung des Naturparks Rheinland und darüber, wie der Mensch diesen geprägt hat, erfahren die Besucher in den vier Naturparkzentren, die sich den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde widmen. Besonders beliebt bei Kindern dürfte das Zentrum Gymnicher Mühle sein. Denn rund um die historische Wassermühle aus dem Jahr 1315 können sie sich im großen Wassererlebnispark so richtig austoben.

www.naturpark-rheinland.de | www.brennerei-brauweiler.de

Karte von NRW

Impressionen & Videos


Grün, wild, na­tür­lich: Der süd­li­che Na­tur­park Rhein­land in Bil­dern

Am Aussichtspunkt Heimatblick haben Spaziergänger einen tollen Ausblick, © Rhein Voreifel Touristik e.V.
Der Rhein fließt durch den Südlichen Naturpark Rheinland, © Rhein Voreifel Touristik e.V.
Besonders häufig werden Äpfel angebaut, wie auf dieser Meckenheimer Apfelplantage, © Rhein Voreifel Touristik e.V., Hans Otzen
Gymnicher Mühle, © Rhein-Erft-Kreis

Wei­te­re In­fos


Was Du noch wissen solltest

Ent­de­cke un­se­re Na­tur­an­ge­bo­te


Jetzt su­chen & bu­chen!

Na­tur­schutz­ge­bie­te im Über­blick

Im Naturpark Hohes Venn-Eifel kann man im Frühjahr die Narzissenblüte erleben, © Naturpark Hohes Venn-Eifel
©

Na­tur­park Ho­hes Venn-Ei­fel

Am Aussichtspunkt Heimatblick haben Spaziergänger einen tollen Ausblick, © Rhein Voreifel Touristik e.V.
©

Süd­li­cher Na­tur­park Rhein­land

Münsterland Dülmen Wildpferde Herde, © Tourismus NRW e.V.
©

Na­tur­park Ho­he Mark

Der Rursee liegt im Nationalpark Eifel, © Nationalpark Eifel - Nationalparkverwaltung
©

Na­tio­nal­park Ei­fel

Siebengebirge Ölberg Panorama , © Tourismus NRW e.V.
©

Na­tur­park Sie­ben­ge­bir­ge

Der Naturpark Schwalm-Nette ist ein richtiges Wasserparadies, © Naturpark Schwalm-Nette
©

Na­tur­park Schwalm-Net­te

Diemelsee Bontkirchen, © Tourismus NRW e.V.
©

Na­tur­park Die­mel­see

Herbst im Arnsberger Wald, © Tourismus NRW e.V.
©

Na­tur­park Arns­ber­ger Wald

Moorrenaturierung Naturpark Dümmer, © Michaela Meyer
©

Na­tur­park Düm­mer

Aggertalsperre im Bergischen Land, © Bergisches Land GmbH, Klaus Stange
©

Na­tur­park Ber­gi­sches Land

Spaziergang auf dem Baumwipfelpfad in Bad Iburg, © Geo- und Naturpark TERRA.Vita
©

Na­tur­park TER­RA.vi­ta