©
Von der Heydt Museum Wuppertal Außenansicht, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Else Lasker-Schüler: "Prinz Jussuf von Theben" und die Avantgarde


Von der Heydt-Museum Wuppertal

Zum 150. Geburtstag der großen Dichterin und Künstlerin Else Lasker-Schüler widmet ihr das Von der Heydt-Museum in der Heimatstadt Wuppertal eine große Ausstellung und zeichnet ihren künstlerischen Weg mit zahlreichen Dokumenten und ihrem großen Künstlernetzwerk nach.


Karte von NRW

Im Rahmen des Programms der Stadt Wuppertal „Meinwärts. 150 Jahre Else Lasker-Schüler“ widmet das Von der Heydt-Museum der großen Dichterin und Künstlerin Else Lasker-Schüler (1869-1945) eine Ausstellung, die ihr Werk im Kontext der Avantgarde der Zeit präsentiert. Neben ihrer großartigen Dichtung brachte Else Lasker-Schüler ein ebenso faszinierendes bildnerisches Œuvre hervor, in dem sie ihrer jüdisch-orientalisch inspirierten Phantasie vor allem mit zeichnerischen Mitteln poetischen Ausdruck verlieh. In ihrer Dichtkunst wie auch in ihrer Bildkunst kreierte sie eine „andere“ Welt, in der sie selbst in imaginären Rollen – als Tino von Bagdad und als Jussuf, Prinz von Theben – auftrat.

Die Ausstellung des Von der Heydt-Museums folgt dem Lebensweg der Künstlerin von (Wuppertal-) Elberfeld über Berlin und die Schweiz, wohin sie vor den Nazis flüchtete, bis nach Palästina. Sie geht den künstlerischen Verbindungen nach, die Else Lasker-Schülers Werdegang begleiteten. Dazu gehörten Künstler wie Oskar Kokoschka, Franz Marc, August Macke, Paul Klee, Heinrich Campendonk, George Grosz, Otto Dix und Jankel Adler, der Kunsthändler Alfred Flechtheim, der Verleger Paul Cassirer sowie Schriftsteller und Dichter wie Gottfried Benn, Theodor Däubler und Paul Zech. Dieses Netzwerk bildet einen Rahmen, innerhalb dessen die Schau Lasker-Schülers Lebensweg, ihr dichterisches und ihr künstlerisches Werk mit Fotos, Zitaten und einer Auswahl von Werken illustriert und dokumentiert.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung Else Lasker-Schülers Zeichenkunst: Im Mittelpunkt steht eine Auswahl ihrer farbigen Zeichnungen, die Einblick in ihre einzigartige und märchenhafte Vorstellungs- und Bildwelt geben. Mit der Untersuchung der Frage, was sie in ihrem innersten Wesen mit Kunst und Künstlern ihrer Zeit verband, will die Ausstellung einen umfassenden Zugang zu ihrer eigenwilligen Persönlichkeit ermöglichen.

Gefördert von der Jackstädt-Stiftung
und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

Leistungen:

  • Eintritt in die Sonderausstellung Else Lasker-Schüler - "Prinz Jussuf von Theben" und die Avantgarde
  • Eintritt in die Sonderausstellung Oskar Schlemmer
  • Eintritt in eine weitere Sammlungspräsentation


Lage:
Das Von der Heydt-Museum Wuppertal liegt in der Fußgängerzone des Stadtteils Elberfeld und ist vom Hauptbahnhof (Fernverkehr, S-Bahn) in weniger als fünf Minuten zu Fuß
zu erreichen.

Gastronomie:
Im Erdgeschoss des Museums lädt das von dem international bekannten französischen Künster Daniel Buren gestaltete Museumscafé Muluru (Museum-lunch-room) ein.

Tipps:
Mache Station vor Zeugnissen der Frühindustrialisierung im Historischen Zentrum, zu dem auch das Engelshaus gehört. Streife durch das Briller Viertel mit seinen imposanten Villen gleich neben dem gründerzeitlichen Arbeiterquartier am Ölberg. Besuche den Zoo, der für seine Zuchterfolge ebenso bekannt ist wie für seine idyllische landschaftliche Lage. Man lasse sich treiben beim Shopping in den beiden Zentren Barmen und Elberfeld, bevor der Tag in einer der Kneipen in der Luisenstraße ausgeklungen werden kann.

Der Skulpturenpark Waldfrieden des britischen Bildhauers Tony Cragg auf einer bewaldeten Anhöhe zwischen den Wuppertaler Zentren Elberfeld und Barmen begeistert mit der Kombination von Naturerfahrung und Kunstgenuss und eignet sich ganz besonders gut, den Besuch des Von der Heydt-Museums mit einem anderen Kulturhighlight in der Umgebung zu ergänzen. Neben dauerhaft installierten Arbeiten weltbekannter Bildhauer finden auch im Skulpturenpark Waldfrieden regelmäßig Wechselausstellungen ihren Raum.

 

 

 


TERMINE & PREISE


Weitere Details

Reisetermine

06.10.2019 - 16.02.2020

Dauer in Tagen

1

Preise

Ticket Erwachsene: ab 12,00 Euro
Ticket ermäßigt: ab 10,00 Euro
Ticket Kind (6 - 17 Jahre): ab 2,00 Euro
Familienticket (2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern bis 17 Jahre): ab 24,00 Euzro

Impressionen & Videos


Lass Dich inspirieren: Dein NRW in Bildern

Else Lasker-Schüler: Jussuf bewundert eine blaue Rose, um 1920, © Von der Heydt-Museum Wuppertal
Else Lasker-Schüler: Nicodemus, um 1922, © Zentrum für verfolgte Künste, Solingen / Dauerleihgabe der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal
Else Lasker-Schüler: Chaluzim kommen aus den Orangenhainen, um 1935, © Zentrum für verfolgte Künste, Solingen

Weitere Infos


Was Du noch wissen solltest

Kontakt

Von der Heydt-Museum Wuppertal
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Telefon: +49 202 563-6231
E-Mail: info.museum@stadt.wuppertal.de
Web: https://www.von-der-heydt-museum.de/

Anreise

mit Google Maps
mit der Deutschen Bahn

Das international renommierte Museum lockt Kunstliebhaber mit seiner großen Sammlung, die in verschiedenen Ausschnitten gezeigt wird. Die Sammlung des Museums umfasst Kunst vom 1. Jahrtausend vor Chr. bis in die Gegenwart, Impressionismus, Expressionismus und die zwanziger Jahre bilden die Schwerpunkte.