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Karl Hugo Schmölz: Hohe Straße, Blick nach Süden, 1947, © Kölnisches Stadtmuseum/RBA

Köln am Rhein und Köln an der Seine


Kölnisches Stadtmuseum

Das Kölnische Stadtmuseum lädt zu einer Zeitreise durch das alte, das zerstörte und das moderne Köln ein. Fotografien von Kölner Straßen und Plätzen aus der Zeit zwischen 1924 und 1946 von Hugo und seinem Sohn Karl Hugo Schmölz werden Aufnahmen von 1994 und von heute an die Seite gestellt – fotografiert aus demselben Blickwinkel. In Kombination zu besuchen mit der Fotoausstellung "KÖLN AN DER SEINE", die an den Pavillon der Stadt Köln auf der Pariser Weltausstellung 1937 erinnert.


Karte von NRW


Eine Zeitreise durch das alte, das zerstörte und das moderne Köln

Die Ausstellung „KÖLN AM RHEIN. Oder: Von Zeit zu Zeit“ (in Kooperation mit dem Rheinischen Bildarchiv) hält auf eindringliche Weise den Wandel Kölns seit den 1920er-Jahren fest. Der junge Karl Hugo Schmölz, später bekannter Architektur- und Werbefotograf, dokumentierte 1947 mit seiner Kamera das Köln der Nachkriegszeit. Hierbei orientierte er sich an früheren Aufnahmen, die er und sein Vater Hugo Schmölz 1924 bis 1942 angefertigt hatten – und fotografierte die Plätze, Gebäude und Straßen noch einmal vom gleichen Standpunkt aus. Eindrucksvoll hielt er so die Zerstörung der Stadt fest.

1994 kontrastierte das Kölnische Stadtmuseum diese Arbeiten mit aktuellen Fotografien der damaligen Plätze, die von Fotografen des Rheinischen Bildarchivs wieder aus möglichst demselben Blickwinkel aufgenommen worden waren. Aufnahmen aus dem Jahr 2018 erweitern diese Stadtporträts jetzt zu einzigartigen Quartetts, die einen ungewöhnlichen Vergleich des alten, des zerstörten und des modernen Kölns ermöglichen.
 

Eine vergessene Episode der deutsch-französischen Geschichte
Auch die Ausstellung „KÖLN AN DER SEINE. Der Pavillon der Stadt Köln auf der Pariser Weltausstellung 1937“ zeigt brillante Fotografien von Hugo und Karl Hugo Schmölz. Im Sommer 1937, zwei Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, gaben sich die Nationen auf der Pariser Weltausstellung noch einmal ein scheinbar friedliches Stelldichein. Im Schatten des gigantischen „Deutschen Hauses“: der Pavillon der Stadt Köln, die sich als einzige Stadt weltweit in Paris mit einem eigenen Auftritt präsentieren konnte. Die Leichtigkeit des Kölner Pavillons – mit Sonnenterrasse auf der Seine – kontrastierte deutlich mit der pathetischen Strenge des „Deutschen Hauses“: Hier der brutale Auftritt des deutschen Faschismus, dort seine weinselige, gemütliche Variante. Während die Nazis insgeheim den Krieg längst vorbereiteten, beschworen die Kölner Veranstaltungen die deutsch-französische Verständigung.

Mit bislang unveröffentlichten Fotografien von Hugo und Karl Hugo Schmölz und vielen anderen hochkarätigen Exponaten, darunter zahlreiche Leihgaben, lässt „KÖLN AN DER SEINE“ diese vergessene Episode der deutsch-französischen Geschichte lebendig werden. Gleichzeitig bietet die Ausstellung ein faszinierendes Panorama des Jahres 1937, das Heinrich Mann als „das eigentlich kritische Europas“ bezeichnete.
Schirmherrin der Ausstellung ist die Botschafterin der Französischen Republik, I.E. Frau Anne-Marie Descôtes. Die Informationstexte finden sich in der Ausstellung sowohl in deutscher, als auch in französischer Sprache.


Begleitprogramm
Beide Ausstellungen werden durch ein vielfältiges Begleitprogramm ergänzt – mit abwechslungsreichen Führungsformaten, musikalischen Events (z.B. einer Chanson-Führung) und einer hochkarätigen Podiumsdiskussion („DIE GROSSE ILLUSION – LA GRANDE ILLUSION. Wie gelang es den Nazis 1937, die Franzosen für sich einzunehmen?"). Die App „KÖLN AN RHEIN UND SEINE“ (konzipiert von the Good Evil und der ART+Com AG) bietet für Kinder und Erwachsene eine spannende interaktive Erweiterung des Ausstellungsrundgangs.


Hinweis: Die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums ist derzeit geschlossen. Die Ständige Sammlung des Hauses wird erst nach dem ab 2020 geplanten Umzug wieder präsentiert. Die Sonderausstellungen „KÖLN AM RHEIN“ + „KÖLN AN DER SEINE“ sind geöffnet!
 

 

Leistungen


In diesem Angebot enthalten ist der Museumseintritt in die Ausstellungen „KÖLN AM RHEIN. Oder: Von Zeit zu Zeit" und "KÖLN AN DER SEINE. Der Pavillon der Stadt Köln auf der Pariser Weltausstellung 1937" vom 24. August bis 26. Januar 2020 mit der MuseumsCard Single für Erwachsene oder der MuseumsCard Family. Mit der MuseumsCard können außerdem beliebig viele weitere Museen der Stadt Köln an insgesamt zwei aufeinanderfolgenden Öffnungstagen besucht werden. Es besteht die freie Auswahl:
 

  • Museum Ludwig
  • Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
  • Römisch-Germanisches Museum
  • Museum für Angewandte Kunst Köln
  • Museum für Ostasiatische Kunst
  • Museum Schnütgen
  • Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt
  • Kölnisches Stadtmuseum
  • Praetorium (bis auf Weiteres geschlossen)
  • NS-Dokumentationszentrum

Die MuseumsCard gilt auch als Fahrausweis am ersten Tag der Gültigkeit in den Verkehrsmitteln der VRS-Partnerunternehmen innerhalb des Stadtgebietes Köln.


Verkehrsanbindung:

U-Bahn: Haltestelle Appellhofplatz/Zeughaus
Deutsche Bahn: Köln Hbf./Dom, von dort 5 Min. Fußweg oder Köln-West (umsteigen in U-Bahn, 2 Stationen)
Parken: Börsenplatz, DuMont-Carrée, Dom


TERMINE & PREISE


Weitere Details

Reisetermine

24.08.2019 - 26.01.2020

Dauer in Tagen

1

Preise

MuseumsCard Single (1 Person): ab 20,00 Euro
MuseumsCard Family (2 Erwachsene + 2 Kinder): ab 32,00 Euro
Jeweils zzgl. ab 3,90 Euro Auftragspauschale für die Onlinebuchung bei KölnTicket

Impressionen & Videos


Lass Dich inspirieren: Dein NRW in Bildern

Hugo Schmölz: Burgmauer mit Dom, um 1924, © Kölnisches Stadtmuseum/RBA
Karl Hugo Schmölz: Burgmauer mit Dom, 1947, © Kölnisches Stadtmuseum/RBA
Helmut Buchen: Burgmauer mit Dom, 1993/94, © Kölnisches Stadtmuseum/RBA
Marion Mennicken: Burgmauer mit Dom, 2018, © Kölnisches Stadtmuseum/RBA
Karl Hugo Schmölz: Das Deutsche Haus und der Kölner Pavillon, © Rheinisches Bildarchiv (RBA)
Karl Hugo Schmölz: Blick auf den Eiffelturm, links das Deutsche Haus, rechts der sowjetische Pavillon, © Archiv Wim Cox
Karl Hugo Schmölz: Im Kölner Pavillon, durch die Fenster erkennt man den Eiffelturm, © Archiv Wim Cox
Karl Hugo Schmölz: Die Rückseite des Deutschen Hauses (Ausschnitt), © Archiv Wim Cox

Weitere Infos


Was Du noch wissen solltest