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Jacopo Tintoretto: Joseph und Potiphars Weib, © Museo Nacional del Prado. Madrid

Tintoretto – A Star was Born


Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Kooperation mit dem Museumsdienst Köln

Zum 500. Geburtstag von Jacopo Tintoretto ehrt die Kölner Gemäldegalerie einen der produktivsten und einflussreichsten Künstler mit einer großen Sonderausstellung


Als erstes Museum startet das Kölner Wallraf-Richartz-Museum den internationalen Reigen hochkarätiger Ausstellungen zum 500. Geburtstag des Malers Jacopo Tintoretto (*1518/19 Venedig – Venedig 1594). In seiner großen Sonderschau „Tintoretto – A Star was Born“ widmet sich die Gemäldegalerie erstmals dem hinreißenden Frühwerk des italienischen Meisters, der zu den produktivsten und einflussreichsten Künstlern aller Zeiten gehört. Dafür holt das Wallraf zahlreiche kostbare Leihgaben aus den großen Museen, u.a. in Amsterdam, Budapest, London, Madrid, Mailand, Rom, Venedig, Washington und Wien, an den Rhein.

Die Ausstellung bietet den Besuchern nicht nur weltberühmte Werke des jungen, malwütigen und einfallsreichen Tintoretto, sondern auch brandneue Forschungsergebnisse. So fand Kurator Roland Krischel unter anderem heraus, dass ein großes und rätselhaftes Gemälde aus der Sammlung der britischen Königin nicht etwa von einem flämischen Maler stammt, sondern vom jungen Tintoretto. Das Wallraf zeigt das „Liebeslabyrinth“ der Royal Collection erstmals im Dialog mit gleichzeitig entstandenen Meisterwerken des Italieners. Die Kölner Jubiläumsschau läuft vom 6. Oktober 2017 bis zum 28. Januar 2018 und ist anschließend im ältesten Museum Frankreichs zu Gast, dem Musée du Luxembourg in Paris.

Jacopo Tintoretto kommt 1518/19 in Venedig als Sohn eines Färbers zur Welt - auf ein präzises Geburtsdatum hat sich die Forschung bisher nicht einigen können. Ohne Rücksicht auf sein finanzielles Auskommen und getrieben von unbändigem Ehrgeiz malt der junge Mann wie ein Besessener. Er verwandelt die Kirchen, Häuser und Paläste der Lagunenstadt mit traumhaften Parallelwelten, bevölkert von Mensch und Tier: riesige Leinwände voller Zeichen und Wunder, historischen Begebenheiten und Visionen - darunter das kolossale „Paradies“ aus dem Dogenpalast, eines der größten je gemalten Ölbilder.

Schon in seinem Frühwerk zeigt Tintoretto eine unnachahmliche Erzählkunst, die ihm bei Jean-Paul Sartre den Ehrentitel des „ersten Filmregisseurs“ eintrug. Wie kein anderer venezianische Maler reflektiert Tintoretto die Lebenswirklichkeit seiner Heimat. Auf durchaus riskante Weise spiegelt er auch die sozialen und religiösen Spannungen seiner Zeit. So zeugen seine Bilder vom Glanz und Elend einer untergehenden Großmacht.

Religiöse, allegorische, erotische Gemälde sowie Porträts des jungen Tintoretto kommen in der Kölner Ausstellung nicht nur erstmals zusammen, sondern begegnen auch verwandten Werken seiner künstlerischen Vorbilder und Konkurrenten wie zum Beispiel Andrea Schiavone und Paris Bordone. Ausgewählte Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen verdeutlichen darüber hinaus den weiten kulturellen Horizont des aufstrebenden Malers. Einst selbst ein „Moderner“, wurde Tintoretto zum zeitlosen Vorbild und blieb es bis heute.


Leistungen


In diesem Angebot enthalten ist der Museumseintritt in die Ausstellung „Tintoretto – A Star was Born" vom 6. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018 mit der MuseumsCard Single für Erwachsene oder der MuseumsCard Family. Mit der MuseumsCard können außerdem beliebig viele weitere Museen der Stadt Köln an insgesamt zwei aufeinanderfolgenden Öffnungstagen besucht werden. Es besteht die freie Auswahl:

  •     Museum Ludwig
  •     Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
  •     Römisch-Germanisches Museum
  •     Museum für Angewandte Kunst Köln
  •     Museum für Ostasiatische Kunst
  •     Museum Schnütgen
  •     Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt
  •     Kölnisches Stadtmuseum
  •     Praetorium
  •     NS-Dokumentationszentrum

Die MuseumsCard gilt auch als Fahrausweis am ersten Tag der Gültigkeit in den Verkehrsmitteln der VRS-Partnerunternehmen innerhalb des Stadtgebietes Köln.


Zusatzinformation zum Besuch des Wallraf:

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
Donnerstag: 10 – 21 Uhr
Feiertage: 10 – 18 Uhr

Anfahrt:
Das Museum liegt mitten in der Altstadt, etwa fünf Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt.
Bahn, U-Bahn: Haltestelle Dom/Hauptbahnhof
Straßenbahn: Haltestelle Heumarkt
Bus: Haltestelle Rathaus
Auto: Mehrere Tiefgaragen in unmittelbarer Nähe

Für die Pause:
Wallraf-Richartz, das Café-Restaurant im Museum, bietet Kaffee und feinen Kuchen, leckere Tagesgerichte und ein täglich wechselndes 3-Gänge-Mittagsmenü.

Führungen:
Beim Museumsdienst Köln können Führungen in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch) und an Wunschterminen gebucht werden.
Buchungshotline: +49 221 221-26504.

 


TERMINE & PREISE


Weitere Details

Reisetermine

06.10.2017 - 28.01.2018

Dauer in Tagen

1

Preise

MuseumsCard Single (1 Person): ab 20,00 Euro
MuseumsCard Family (2 Erwachsene + 2 Kinder): ab 32,00 Euro
Jeweils zzgl. ab 3,90 Euro Auftragspauschale für die Onlinebuchung bei KölnTicket

 

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Impressionen & Videos


Lass Dich inspirieren: Dein NRW in Bildern

Jacopo Tintoretto: Selbstporträt (um 1547), Philadelphia Museum of Art, © Philadelphia Museum of Art
Jacopo Tintoretto: Die Anbetung der Könige (um 1537/38), © Museo Nacional del Prado. Madrid
Jacopo Tintoretto: Der Sündenfall (um 1551/52), Gallerie dell'Accademia, Venedig, © bpk / Alinari Archives / Magliani, Mauro for Alinari
Jacopo Tintoretto: Abendmahl in Emmaus (um 1543), © Szépművészeti Múzeum / Museum of Fine Arts Budapest
Jacopo Tintoretto und Werkstatt: Salomo und die Königin von Saba (um 1546–1548), Bob Jones University Museum and Gallery, Greenville, South Carolina, © Bob Jones University Collection
Jacopo Tintoretto: Joseph und Potiphars Weib, © Museo Nacional del Prado. Madrid
Die Mittelalterabteilung des Wallraf-Richartz mit einem der Hauptwerke des Hauses, der Muttergottes in der Rosenlaube (um 1440 – 1442) von Stefan Lochner, © Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Die Nordfassade des Wallraf-Richartz-Museums. Ein Entwurf des Kölner Stararchitekten Oswald Mathias Ungers in der Nähe der Archäologischen Zone Kölns, © Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Weitere Infos


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