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Der Blick von der Straße auf das Musiktheater im Revier, © Jule Körber

Mu­sik­thea­ter im Re­vier


Wer im Glas­kas­ten­bau sitzt soll­te mit Tö­nen wer­fen

Gerade wurde der offene Glaskastenbau als "Big Beautiful Building" ausgezeichnet und tatsächlich gibt es wohl wenig Nachkriegsarchitektur, die alle Vorurteile mit seiner egalitären Konzeption, seiner transparenten Eleganz und der Symbiose von Kunst und Bau effektiver hinwegfegen würde als Werner Ruhnaus Meisterwerk. Wird das Äußere des Inneren vom Hingucker, den wandhohen Schwammflächen in "Gelsenkirchener Blau" von Yves Klein dominiert, ist der Bühnenraum funktional. Volle Konzentration für die Musik und für das Theater also. Wobei die Musik hier im Vordergrund steht, denn trotz allem Kirchturmdenken hat man sich in Gelsenkirchen und Bochum der Spartenteilung verpflichtet: Oper, Musical, Musiktheater, Ballett in Gelsenkirchen - die ganz große Sprechbühne in Bochum. Schwere Kost und leichte Muse existieren in Gelsenkirchen in heiterer Eintracht, getragen von einem flexiblen Ensemble und einem hochengagierten Extrachor. In den Pop-Bereich verschlägt es das Haus aber eher selten, derzeit jedoch besonders beliebt: Steampunk-Oper-Experimente mit der Band Coppelius.

Weitere Informationen
Kennedypl., 45881 Gelsenkirchen

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