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Der Eingang zum Loft, © Tourismus NRW e.V.

Loft


Das Jazzlaboratorium

Es gibt Menschen, die leisten mehr als ein ganzes Unternehmen. Seit 1986 betreibt Hans Martin Müller, von Hause aus Flötist, Hochschullehrer und Musikdidaktiker und ebenso im Jazz wie der Klassik verankert, einen außergewöhnlichen Konzertort in Köln, das Loft. Seit 1989 stand dort der erste Steinway Flügel, und seit dem bringt Müller improvisierte und zeitgenössische Musik auf die Bühne. Hier hört man Klänge, die sich zwischen den Labeln „Neue Musik“, „Klassik“ und „Jazz“ nicht mehr verorten lässt. Im Loft begegnet man bis heute der Gegenwart aufregender, nicht-kommerzieller Musik. Solch ein Labor lässt Musiker wachsen; egal ob Nils Wogram oder Hayden Chisholm, Angelika Niescier oder Florian Weber, Frank Gratkowski oder Paolo Alvares, Philipp Zoubek, Robert Landfermann, Pablo Held, Jonas Burgwinkel oder Sebastian Sternal – ihre Wege begannen im Loft. Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel, Luciano Berio oder Dieter Schnebel hielt hier Vorträge oder besuchten Aufführungen ihrer Werke. Trotz des internationalen Renommees spielt die Förderung der Kölner Szene eine große Rolle. 1993 kam noch ein Steinway D-Flügel hinzu; und mit seinen herausragenden Konzertflügeln bietet das Loft etwas, was kaum ein Club zu bieten hat. Dass ein non-profit-Konzertort von solcher Bedeutung überhaupt existiert, ist ein Ereignis. Es wundert daher nicht, dass der Britische Guardian (2/2016) das Loft zu einem der zehn bedeutendsten Jazz-Clubs Europas kürte. Inzwischen ist auch Dr. Benedikt Müller, der Sohn des Gründers, fester Bestandteil der Loft-Kultur. Es ist zu hoffen, dass es noch viele Generationen ein so außergewöhnlicher Ort bleiben wird.

Weitere Informationen:
Wißmannstraße 30, 50823 Köln

www.loftkoeln.de

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