Die Häuserwand des Kompakt, © Tourismus NRW e.V.

Kompakt


Vom Belgischen Viertel in die Welt

Kompakt – als Label, Bookingagentur und Plattenladen – ist der Inbegriff des „Sound of Cologne“. Dieser in den 90er Jahren entwickelte Sound, basiert auf klaren Beats, reduzierten bis nicht vorhandenen Vocals und wenig Melodie. Kein Großraum-Techno, keine harten Berliner Clubsounds, kein High-Speed-Beats wie in Frankfurt, keine Star-DJs und Raves mit prominenten Gesichtern. „Minimal-Techno“ wird das häufig genannt, aber letztlich ist der „Sound Kölns“ so vielfältig, spielt mit archivarischen Samples, Schlager-Fetzen und abstrakten Klängen, dass er so unterschiedlich klingt wie seine viele Vertreterinnen und Vertreter.

Die Anfänge reichen in die frühen 90er zurück. Gemeinsam mit Freund Jörg Burger, Jürgen Paape und Bruder Reinhard Voigt gründete Wolfgang Voigt damals den Plattenladen „Delirium“. Hier wurden die angesagten nationalen und internationalen Techno-Scheiben, aber auch vieles Seltene und Obskure verkauft. Gleichzeitig produzierten die Künstler auch eigene Vinyl-Platten, aus denen sich im Zusammenspiel mit vielen anderen Musikerinnen, Musikern und Labels wie „a-musik“ und in Orten wie dem „Stadtgarten“ oder dem Brüsseler Platz Stück für Stück der charismatische „Sound of Köln“ herausbildete. Im Laufe der 90er Jahre wird er in England, in Italien, auch in den USA entdeckt und gefeiert. Köln wird zu einem „Mekka der elektronischen Musik“ und steht seitdem - vor allem wegen Kompakt und a-musik – für ein Gegenmodell zum Berliner Electro-Sound. Voigt, Paape, aber Thomas Mayer, Justus Köhncke und viele weitere, die in diesem Jahr 25 Jahre kompakt feiern, sind aus der Kölner Clubszene nicht wegzudenken.

Tagsüber macht es Spaß, den versteckten Plattenladen von Kompakt zu besuchen, der sich mittlerweile in Sichtweite zum ehemaligen Basement befindet. Hier ist jede präsentierte Schallplatte ein Hinweis auf die Einflüsse der Künstler, jedes hervorgehobene Buch ein Lektüretipp. So lässt sich die erstaunliche Vielfalt all dessen, was als Kölner „Minimal-Techno“ gefasst wird, entdecken und erhören.

Weitere Informationen:
Werderstraße 15-19, 50672 Köln

www.kompakt.fm

www.kulturkenner.de/events

Alle Kölner Popspots

Der Eingang des King Georg, © Tourismus NRW e.V.

King Georg

Hinter der überdimensionalen Leuchtschrift vermutet man eine schmuddelige Kaschemme und findet einen der angesagtesten Elektro- und Liveclubs der Stadt.

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Die Straßenansicht von Parallel Records, © Tourismus NRW e.V.

Parallel Records

So muss das: Wer mit klaren Wünschen zu Parallel geht, der verlässt den Laden manchmal mit völlig anderen LPs.

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Der Tsunami Club mit Schaufenster, © Tourismus NRW e.V.

Tsunami Club

Das "Programmkino unter den Clubs" gibt viel auf Konzept und Substanz und wenig auf Dresscode.

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Die Straßenansicht der Lukastraße, © Tourismus NRW e.V.

Ruine

Die Ruine war Kölns erster Ort für Techno. Heute wird die Kunst der illegalen Raves eher rechtsrheinisch gepflegt.

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Die Straßenansicht zum Loft Eingang, © Tourismus NRW e.V.

Loft

Einer der bedeutendsten Jazz-Clubs Europas ist ein Labor für aufregende Klänge zwischen Neuer Musik, Jazz und Klassik.

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Straßenansicht des Sonic Ballroom, © Tourismus NRW e.V.

Sonic Ballroom

Im rauen Sonic Ballroom wird dem kultivierten Krach noch gebührend Raum gegeben.

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Einblick in den Hof der Live Music Hall, © Tourismus NRW e.V.

Live Music Hall

In dem mittelgroßen Club meistert man den Spagat zwischen Pop und Metal-Party.

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Eigangstor von Heinz Gaul, © Tourismus NRW e.V.

Heinz Gaul

Das alte Gemäuer mit Charakter im "Elektro-Kultur-Stil" vereint seit 2012 Elektro und Hip-Hop Sounds im Szeneviertel Ehrenfeld.

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Das Underground vor seinem Abriss, © Tourismus NRW e.V.

EX-Underground

Einst zogen niedrige Mieten und leerstehende Industriebauten hier wilde Köpfe an, die ein kulturelles Biotop aufblühen ließen.

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Der Helios Leuchtturm, Köln, © Tourismus NRW e.V.

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Der Blick von der Straße auf den CBE, © Tourismus NRW e.V.

Club Bahnhof Ehrenfeld

Konzerte, Partys, Flohmärkte, Poetry Slams, Ausstellungen und Plattenbörsen: Das Programm des CBE ist ergötzlich eklektisch.

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Der Stadtgarten, © Tourismus NRW e.V.

Stadtgarten/Studio 672

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Die Außenansicht des (ehemaligen) Basement, © Tourismus NRW e.V.

EX-Basement

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Die Häuserwand des Kompakt, © Tourismus NRW e.V.

Kompakt

Kompakt – als Label, Bookingagentur und Plattenladen – ist der Inbegriff des „Sound of Cologne“.

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Außenansicht vom Hallmackenreuther, © Tourismus NRW e.V.

Hallmackenreuther

Derzeit geschlossen bot das Hallmackenreuther lange Zeit ein perfektes Intro für eine lange Nacht.

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Urban Art am Brüsseler Platz, © Timo Klein

Brüsseler Platz

Rund um den Brüsseler Platz entstand Anfang der 1990er Jahre der „Sound of Cologne“.

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Der Eingang zum Six Pack, © Tourismus NRW e.V.

Six Pack

Lange Nächte mit schönen Kellner, elektronischer Musik und einem hellgrünen Waldmeisterschnaps namens Flimm.

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Der Ring

Zwischen aufheulenden Autos, Studentenclubs und Halbprominenz und Erinnerungen an den ersten Techno-Club der Stadt.

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Schaafenstraße

Hier trifft die Feierlaune der LGBT-Community mit der Kölner Lust am gemeinsamen Singen, Tanzen und Schunkeln.

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Luxor, © Copyright für "Luxor"

Luxor

Alles nur Legende? Joe Cocker scheitert an der Tür, Whitney Housten kommt inkognito & die Pogues brauchen backstage 20 Kästen Bier.

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