Installationsansicht „Renoir, Monet, Gauguin. Bilder einer fließenden Welt“ (06.02. – 15.5.22), © Museum Folkwang, Foto: Sebastian Drüen

NRW fei­ert die Klas­si­sche Mo­der­ne

Drei Aus­stel­lun­gen von Welt­rang in Es­sen, Düs­sel­dorf und Wup­per­tal

Nord­rhein-West­fa­len ver­sprüht der­zeit den Glanz der Klas­si­schen Mo­der­ne. In Es­sen, Wup­per­tal und Düs­sel­dorf wid­men sich gleich drei Aus­stel­lun­gen von in­ter­na­tio­na­ler Be­deu­tung die­ser emo­tio­nal ge­la­de­nen Pha­se der Kunst­ge­schich­te. Ei­ne un­kom­pli­zier­te Kunst­rei­se ist mög­lich, denn al­le Häu­ser lie­gen nur rund ei­ne Bahn- oder Au­to­stun­de von­ein­an­der ent­fernt.

Mit der Jubiläumsausstellung „Renoir, Monet, Gauguin: Bilder einer fließenden Welt“ im Essener Museum Folkwang begeistert Nordrhein-Westfalen im Glanz der Klassischen Moderne. Zusammen mit der Schau „Brücke und Blauer Reiter“ im Wuppertaler Von der Heydt-Museum sowie „Ich. Max Liebermann“, der Ausstellung über den Berliner Impressionisten im Kunstpalast Düsseldorf, bietet sich eine einmalige Gelegenheit für Freunde dieser emotionsgeladenen Malerei.

Das Museum Folkwang hat derzeit Grund zum Feiern. 100 Jahre nach der Gründung ihres Essener Standorts durch die Übernahme der Sammlung des Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus stellt das Folkwang die eigenen Bestände spätimpressionistischer Kunst der Sammlung des französischen Impressionismus aus dem National Museum of Western Art in Tokio gegenüber, die seit den 1950er-Jahren so geschlossen nicht in Europa zu sehen war. Sie belegt, dass die französischen Künstler nicht nur in Europa für Aufsehen sorgten, sondern auch gleich in japanischen Sammlungen aufgenommen wurden, etwa in die des japanischen Industriellen Kōjirō Matsukata.

Bereits jetzt ein Publikumserfolg ist die Ausstellung zu den Künstlergruppen Brücke und Blauer Reiter in Wuppertal, die in einer einmaligen Gegenüberstellung zeigt, wie sich die so innovativen Vereinigungen ihrer Zeit gegenseitig inspirierten und aufeinander Bezug nahmen. Die Ausstellung zur Hochphase des Deutschen Expressionismus ist noch bis zum 27. Februar 2022 zu sehen.

Den Großmeister des Deutschen Impressionismus hingegen, Max Liebermann, zeigt der Düsseldorfer Kunstpalast bis zum 8. Mai im Zusammenspiel mit seinen Zeitgenossen und seinen künstlerischen Vorbildern, darunter Vincent van Gogh, Claude Monet und Rembrandt van Rijn.

Anhänger:innen der Klassischen Moderne sollten bei ihrem Düsseldorf-Besuch auch einen Besuch der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nicht versäumen. Das K20 am Grabbeplatz zeigt in seiner Ständigen Sammlung ebenfalls Hauptwerke dieser Zeit, darunter Arbeiten von Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner und Henri Matisse.

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Deutsches Bergbau-Museum, Gemälde im Rundgang Kunst, © Deutsches Bergbau-Museum_Helena Grebe

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Auguste Rodin, Ève, 1881 (Guss: spätestens 1904). Eva Bronze, patiniert, 174 x 38,5 x 64 cm
, © Museum Folkwang, Essen
Portrait d’Armand Roulin, 1888, Vincent van Gogh, Öl auf Leinwand, 65 x 54,1 cm, © Museum Folkwang, Essen
Paul Gauguin, Cavaliers sur la plage (I), 1902, Reiter am Strand (I), Öl auf Leinwand, 65,6 x 75,9 cm
, © Museum Folkwang, Essen
Vincent van Gogh, Le parc de l’hôpital, à Saint-Rémy, 1889, Der Garten des Hospitals von Saint-Rémy, Öl auf Leinwand, 75 x 93,5 cm, © Museum Folkwang, Essen