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Hohenhof, Hagen, © Tobias Roch

Der Hohenhof


Eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk

Von Henry van de Velde erbaut, von Karl Ernst Osthaus bewohnt und von Walter Gropius besucht: Der Hohenhof ist das Highlight unter den Bauten der Villenkolonie Hohenhagen und zählt architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas.

Von 1906 bis 1908 wurde der Hohenhof in Hagen, welcher Teil der Villenkolonie Hohenhagen ist, vom belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde als Wohnhaus für die Familie von Karl Ernst Osthaus erbaut. Van de Velde war Gründer der Weimarer Kunstgewerbeschule, die unter Gropius ab 1919 als Bauhaus firmierte. Karl Ernst Osthaus war Folkwang-Museumsgründer und Mäzen, der seine Heimatstadt Hagen als Experimentierfeld der Moderne genutzt hat.

Van de Velde gestaltete von der Architektur bis zur Inneneinrichtung in Absprache mit Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“. Die Idee eines Gesamtkunstwerks umfasste auch Möbel, Gemälde, Besteck – und mitunter sogar die Bekleidung der Bewohner. So trug Gertrud Osthaus bei Empfängen van de Velde-Kleider und entsprechenden Schmuck. Auch der Garten ist eine Fortsetzung des Hauses und wurde streng-formal inszeniert.

Der Hohenhof beherbergt heute, neben den in der ursprünglichen Form erhaltenen und rekonstruierten Räumen, das Museum des „Hagener Impulses“ und wird im Bauhausjahr 2019 selbst zum Ausstellungsobjekt. 
www.osthausmuseum.de

 

Hier geht es zu den Highlights im Bauhaus-Jubiläumsjahr in Hagen. 

 

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