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Das große Torfmoor in Hille, © Gemeinde Hille

Na­tur­ge­biet Gro­ßes Torf­moor


Ein fast ver­schwun­de­nes Na­tur­pa­ra­dies

Komm ins Moor – da wo die fleisch­fres­sen­den Pflan­zen le­ben! Das Torf­moor im Teu­to­bur­ger Wald ist ein ein­ma­lig span­nen­des Na­tur­er­leb­nis. Auch Moor­füh­run­gen sind mög­lich.

In der Nähe von Minden im Teutoburger Wald liegt ein in Nordrhein-Westfalen einmaliges Naturgebiet: Das Große Torfmoor liegt zwischen Hille und Lübbecke und ist nicht nur das größte noch verbliebene Moorgebiet des Landes, sondern auch eines der wertvollsten Gebiete für den Naturschutz. Viele seltene Pflanzen- und Tierarten haben hier seit der begonnenen Renaturierung in den 1970er Jahren einen Zufluchtsort gefunden.

Den besten Überblick über die romantische Landschaft  mit ihren Moortümpeln, offenen Gewässern und Heideflächen bieten verschiedene Aussichtstürme. Von hier aus schweift der Blick bis zu den Höhen des Wiehengebirges – und mit etwas Glück können Besucher auch einen Storch entdecken. Die Störche ziehen ihre Jungen im Umfeld des Großen Torfmoores auf, wo sie in den von der Landwirtschaft nur schonend genutzten Feuchtwiesen genügend Nahrung finden.

Moor-Erlebnispfad

Aber auch wenn keine Störche unterwegs sind, ist das Moor zwischen Wiehengebirge und Mittellandkanal eine spannende Gegend. Ein besonderer Tipp ist der Moor-Erlebnis-Pfad, ein etwa drei Kilometer langer Rundkurs, der auch mit Kinderwagen oder Rollstühlen befahrbar ist. An acht Stationen erfahren Besucher hier viel Interessantes über ökologische Zusammenhänge, sowie über Pflanzen und Tiere im Moor.

Auch das Wirken des Menschen wird hier nicht ausgespart. Schließlich haben menschliche Eingriffe fast dazu geführt, dass das Moor für immer verschwunden wäre. Seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde das Gebiet stark entwässert, um Torf abstechen zu können – und mit dem Wasser verschwand auch der Lebensraum vieler  Tiere und Pflanzen. Obwohl nun bereits seit vier Jahrzehnten gegengesteuert wird, ist es bisher nicht gelungen, alle zwischenzeitlich verjagten Lebewesen wieder anzusiedeln. 

Führungen durchs Moor

Wer einen noch tieferen Einblick in die Moorlandschaft erhalten will, kann sich auch einer Moorführung anschließen. Der Nabu Minden Lübbecke bietet Touren sowohl für Erwachsene als auch für Kinder an. Ein besonderes Angebot sind dabei die Mondscheintouren für kleine Entdecker, in denen es während der Wanderung Geschichten von Vampiren, Moorleichen und fleischfressenden Pflanzen zu hören gibt.

Die Fleischfresser gehören zu den wenigen Pflanzen überhaupt, die sich im sauren, nährstoffarmen Moor, in dem es im Sommer wegen fehlender Bäume auch noch ziemlich heiß werden kann, wohlfühlen. Wer selbst einmal testen will, wie sich das Moor auf der Haut anfühlt, kann nach einer Führung noch in die Moormatschkuhle abtauchen. Einzige Bedingungen: Ein Handtuch und ein bisschen Zeit mitbringen.

Für ein Moorerlebnis der etwas weniger abenteuerlichen Art gibt es im Nabu Infozentrum Moorhus eine Ausstellung, die den Besuchern das Moor, seine Entstehung und Funktionsweisen mittels Texten, Bildern, Exponaten, Filmen, Hörgeschichten und haptischen Instrumenten näherbringt.

www.moorhus.eu

Öffnungszeiten:

April bis September:
Mittwoch - Samstag: 14.00 - 18.00 Uhr
Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 18.00 Uhr

Oktober bis März:
Mittwoch - Samstag: 14.00 - 17.00 Uhr
Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 17.00 Uhr

Impressionen & Videos


Grün, wild, na­tür­lich: Das gro­ße Torf­moor in Bil­dern

Ein Bohlenweg führt durch das große Torfmoor, © NABU Kreisverband Minden Lübbecke Fotograf Wolfgang Sack
Südblick auf das Torfmoor, © NABU Kreisverband Minden-Lübbecke Fotograf Wolfgang Sack
Das große Torfmoor in Hille, © Gemeinde Hille

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