Im Geopark Ruhrgebiet informieren Infotafeln die Besucher, wie hier am Geostopp Deilbachtal, © GeoPark Ruhrgebiet

Geo­park Ruhr­ge­biet

Vom Fel­sen­meer bis zum Hoch­ofen

Ent­de­cke den welt­weit ers­ten Geo­park in ei­nem ur­ba­nen Bal­lungs­raum und er­fah­re, wel­che Be­deu­tung der Bo­den und die Ge­steins­schich­ten für un­ser Le­ben ha­ben!

Ein Geopark mitten im Ruhrgebiet? Mitten im drittgrößten Ballungsraum Europas? Geht das überhaupt? Das geht! Seit 2005 ist der Geopark Ruhrgebiet als Nationaler Geopark Deutschlands zertifiziert. Tatsächlich ist er der weltweit erste Geopark, der sich in einem urbanen Ballungsgebiet befindet und passend zur Geschichte des Ruhrgebiets greift er vor allem die Montangeschichte der Region auf.

Genauso erfüllt er aber auch die üblichen Ansprüche an einen Geopark: Geoparks sollen den Besuchern in erster Linie die Erdgeschichte näher bringen. Hier sollen Menschen erleben können, wie die Landschaften, in denen sie sich gerade befinden oder in denen sie leben, entstanden sind, welche Gesteine und Rohstoffe im Untergrund vorkommen und wie die Geologie und die Böden die jeweilige Landnutzung beeinflussen. Kurz gesagt: Hier soll erklärt werden, welchen Einfluss die geologische Beschaffenheit der Region, die wir bewohnen, auf unser Leben und auf das unserer Vorfahren hat und hatte.

Versteinerte Fluginsekten

Drei verschiedene nationale Geotope liegen im Geopark Ruhrgebiet und das insgesamt 4.500 Quadratkilometer große Gebiet ist gespickt mit vielen spannenden Orten der Erdgeschichte. Dazu gehören zum Beispiel das bizarre Felsenmeer bei Hemer, die Wiege des Steinkohlebergbaus in Witten oder die ältesten Versteinerungen von Fluginsekten weltweit, die in einer Ziegeleigrube in Hagen gefunden wurden.

Mehr als hundert geologisch bedeutsame Orte führen in die packende Entstehungsgeschichte dieser Region, an der sich auf einzigartige Weise der Zusammenhang zwischen natürlichen Gegebenheiten und wirtschaftlich-kultureller Entwicklung, vor allem durch den Bergbau, zeigt. Vielerorts ist der Untergrund aufgeschlossen, sodass Besucher die Gesteins- und Fossilienwelt der letzten 400 Millionen Jahre hautnah erleben können.

Georoute Ruhr im Süden

An der Grenze zwischen den deutschen Mittelgebirgen und dem norddeutschen Flachland gelegen, bietet der Geopark landschaftlich gesehen eine große Vielfalt. Vor allem im südlichen Ruhrgebiet liegen viele Geotope, die in die idyllische Landschaft des Ruhrtals eingebettet sind und die sich dadurch wunderbar mit ruhigen Spaziergängen oder ausgedehnten Wanderungen kombinieren lassen.

Vielerorts reicht hier, in der Wiege des Steinkohlebergbaus, die Kohle bis an die Oberfläche. Auf 185 Kilometern führt die Georoute Ruhr die Besucher zwischen Schwerte und Mühlheim an der Ruhr auf den Spuren der Erdgeschichte. Wanderführer und Infotafeln weisen den Weg durch die Erd-, Bergbau- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets. Über 20 weitere Bergbau- und Geologie-Wanderwege schließen sich an und schaffen ein 300 Kilometer umfassendes Wanderareal mit vielen Möglichkeiten.

Lebendige Städte im Norden

Nördlich der Ruhr erwarten den Besucher die lebendigen Städte mit ihren gigantischen Zechenanlagen und Kokereien, die heute oftmals als faszinierende Kultur- und Kunsträume genutzt werden. Die UNESCO-Welterbestätte Zeche Zollverein oder die Zeche Zollern in Dortmund geben zum Beispiel eine fantastische Kulisse für Ausstellungen, Musik oder Literatur ab.

Auch die ehemaligen Berghalden des Ruhrgebiets lohnen einen Ausflug: Sie sind mittlerweile oft umgestaltet und stellen imposante Landmarken mit tollem Panorama dar – ein Beispiel dafür ist die Halde Hoheward in Recklinghausen.

Im Norden des Geoparks Ruhrgebiet öffnet sich die Landschaft wieder mehr und befreit sich von der dichten Bebauung. Hier, wo das mittlere Ruhrgebiet ins Münsterland übergeht, bestimmt wieder viel Grün das Bild. Dieser Teil des Geoparks bietet sich daher auch für eine Radtour an und  führt die Ausflügler auf eine Reise in Kreide- und Eiszeit.

www.geopark.metropoleruhr.de

Öffnungszeiten:
Infozentrum LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen: 10.00 - 18.00 Uhr

Karte von NRW

Impressionen & Videos

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Im Geopark Ruhrgebiet informieren Infotafeln die Besucher, wie hier am Geostopp Deilbachtal, © GeoPark Ruhrgebiet
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