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Mode erleben im Belgischen Viertel in Köln, © Andreas Möltgen, Köln Tourismus GmbH

Ge­heim­tipps für Städ­te­trips


Sze­ne­vier­tel und Krea­tiv­räu­me in NRW-Städ­ten

Du suchst das Au­ßer­ge­wöhn­li­che? Un­se­re Ge­heim­tipps für Städ­te­rei­sen zei­gen Dir, wo krea­ti­ves Stadt­le­ben und Äs­the­tik sich mit ver­rück­ten Ide­en mi­schen

Ab­seits der hek­ti­schen In­nen­städ­te ha­ben sich Stadt­vier­tel in Groß­städ­ten wie Köln, Düs­sel­dorf, Es­sen, Dort­mund und Bo­chum zu Sze­ne-Treff­punk­ten und Krea­tiv­zen­tren ent­wi­ckelt, die ein neu­es ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Le­bens­ge­fühl ver­mit­teln: Jung­ge­blie­ben, welt­of­fen und an­spruchs­voll. In hüb­schen klei­nen Lä­den mit in­di­vi­du­el­ler Mo­de, hand­ge­fer­tig­tem Schmuck und al­ler­hand Spe­zia­li­tä­ten, lie­be­voll de­ko­rier­ten Knei­pen und Ca­fés tref­fen sich Sin­gles, Paa­re, Fa­mi­li­en, Ge­schäfts­leu­te, Künst­ler und Le­bens­künst­ler.

Weit über die Rhein­me­tro­po­le be­kannt ist das Bel­gi­sche Vier­tel in Köln. In re­stau­rier­ten Stadt­häu­sern und schmu­cken Alt­bau­ten ha­ben sich zahl­rei­che De­si­gner an­ge­sie­delt. Klei­ne Bou­ti­quen, die sich auf be­son­de­re Fa­shion­la­bels spe­zia­li­siert ha­ben, rei­hen sich an ge­müt­li­che Ca­fés, Re­stau­rants und Bars, die dem Vier­tel sei­nen be­son­de­ren Charme ver­lei­hen und zum ent­spann­ten Bum­meln und Ge­nie­ßen ein­la­den.
www.koeln­tou­ris­mus.de

Un­kon­ven­tio­nel­les ? von Vin­ta­ge­mö­beln bis zum mo­di­schen Ein­zel­stück ? fin­den die Be­su­cher auch im De­sign Quar­tier Eh­ren­feld in Köln. Das Krea­tiv­zen­trum ist Treff­punkt vor al­lem für Stu­den­ten, Kul­tur- und Krea­tiv­schaf­fen­de, lockt mit re­gel­mä­ßi­gen Nacht­floh­märk­ten und Street Food Fes­ti­vals aber auch im­mer mehr Aus­wär­ti­ge auf das ehe­ma­li­ge Gü­ter­bahn­hof­ge­län­de.
www.d-q-e.net

Nicht weit ent­fernt hat der Künst­ler Odo Rumpf ei­nen au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ort des kul­tu­rel­len Aus­tau­sches ge­schaf­fen: Den Frei­staat Odo­ni­en. Die ein­zig­ar­ti­ge Mi­schung aus Frei­luf­tate­lier, Werk­statt, Ver­an­stal­tungs­ort und Kul­tur­zen­trum lädt Kul­tur­schaf­fen­de, Künst­ler und so­zi­al En­ga­gier­te ein, ih­re Ide­en aus­zu­ar­bei­ten und mit an­de­ren Krea­tiv-Den­kern in Aus­tausch zu tre­ten. Im reich be­pflanz­ten Bier­gar­ten mit skur­ri­len Me­tall­skulp­tu­ren fin­den zu­dem re­gel­mä­ßig Par­ties und Kon­zer­te statt.
www.odo­ni­en.de

Klei­ne Ge­schäf­te mit Mo­de, Schmuck und Ac­ces­soires

Auch die Stadt­tei­le Flin­gern-Nord und Un­ter­bilk in Düs­sel­dorf sind ge­prägt von ei­nem hip­pen, welt­of­fe­nen Le­bens­ge­fühl. Vor Jah­ren be­lieb­ter, weil güns­ti­ger Wohn­ort von Stu­den­ten und Künst­lern, ha­ben in den Gas­sen rund um die ?Shop­ping­mei­len? Acker- und Lo­ret­to­stra­ße zahl­rei­che in­di­vi­du­el­le Ge­schäf­te er­öff­net, die Mo­de, Schmuck und Ac­ces­soires für Mensch und Haus im An­ge­bot ha­ben. Ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit zum Ken­nen­ler­nen des Vier­tels im Stadt­teil Un­ter­bilk ist das drei­mal jähr­lich statt­fin­de­ne Event ?Lo­ret­to 360 Grad?. Im al­ten Stahl­werk Flin­gern zei­gen beim Street Food Thurs­day über­dies lo­ka­le Gas­tro­no­men ein­mal im Mo­nat, was sie so drauf ha­ben. Noch als Ge­heim­tipp für Lieb­ha­ber krea­ti­ven De­signs gilt der Stadt­teil Ober­kas­sel. Beim Bum­mel durch die Stra­ßen mit vie­len hüb­schen Alt­bau­ten lässt sich so man­ches Ein­zel­stück ent­de­cken, be­vor der Tag in ei­nem der in­ter­na­tio­na­len Re­stau­rants oder Ca­fés mit Blick auf den Rhein aus­klingt.
www.du­es­sel­dorf-tou­ris­mus.dewww.lo­ret­to360grad.de | www.stahl­werk.de

In Düs­sel­dorf ist auch die Mo­de­de­si­gne­rin Ma­ri­on Streh­low zu Hau­se. Im Stadt­teil Ober­bilk hat sie in ei­nem der groß­zü­gi­gen Alt­bau­ten ihr Ate­lier. Von Zeit zu Zeit ver­an­stal­tet sie in ih­rer ge­müt­li­chen Wohn­kü­che zwi­schen Klei­der­stän­dern und Näh­ma­schi­nen ei­nen ?Da­men­sa­lon?. Es wird ge­quatscht, Sekt ge­trun­ken und der Flur wird kur­zer­hand zur Um­klei­de um­funk­tio­niert. Um Gäs­ten ei­nen Ein­blick in die Mo­de­bran­che zu ge­ben, plant Ma­ri­on Streh­low ab Früh­jahr 2018 un­ter dem Na­men ?Be­hind the Sce­nes? Stadt­füh­run­gen, bei de­nen Mo­de­in­ter­es­sier­te durch Düs­sel­dor­fer Ate­liers ge­führt wer­den.

Re­tro-Chic auf der Es­se­ner "Rü"

Lie­be­voll Rü nen­nen die Es­se­ner ih­re Rüt­ten­schei­der Stra­ße. Auch hier wird fün­dig, wer nach au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ein­zel­stü­cken sucht - egal ob neu oder ge­braucht. Denn ne­ben De­sign aus der Re­gi­on gibt?s in meh­re­ren Se­cond-Hand-Ge­schäf­ten auch Schlag­ho­se und Pet­ti­coat für Re­tro-Lieb­ha­ber. Loh­nend ist auch ein Ab­ste­cher ins Süd­vier­tel der Stadt, das we­gen sei­ner zen­tra­len La­ge und der be­son­de­ren Viel­falt von den Be­woh­nern gern als ?My Litt­le Pren­zel­berg? mit­ten im Ruhr­ge­biet be­zeich­net wird. Ein Treff­punkt der Krea­tiv­sze­ne ist das Un­per­fekt­haus in Es­sen. Wie der Na­me schon sagt, kön­nen sich Krea­ti­ve hier aus­pro­bie­ren. Ver­ei­ne und Grup­pen nut­zen das Haus für Zu­sam­men­künf­te, Pri­vat­leu­te or­ga­ni­sie­ren hier ih­re Fei­ern, jun­ge Künst­ler ver­kau­fen ih­re Bil­der, Grün­der prä­sen­tie­ren ih­re Pro­duk­te, Mu­si­ker pro­ben öf­fent­lich.

Knei­pe trifft Ki­no, Kunst und Krea­ti­vi­tät: Kaum ein Ort in NRW schafft die­se Ver­bin­dung bes­ser als das Ber­mu­da3eck in Bo­chum. Das vor al­lem bei Stu­den­ten be­lieb­te Knei­pen- und Sze­ne­vier­tel in der In­nen­stadt bie­tet im­mer ir­gend­wo Li­ve­mu­sik, Fa­shion- und Dan­ce­shows und le­cke­re An­ge­bo­te vom Cock­tail bis zum Craft Beer. Doch auch wer selbst ak­tiv wer­den möch­te, kann sich im Ber­mu­da3eck aus­to­ben. Auf dem Dach des Stop Store, ein Sze­ne-Ein­zel­han­del mit er­leb­nis­ori­en­tier­tem Kon­zept für Street­ware und Skate­boar­ding, fin­den Ska­ter ei­nen 400 Qua­drat­me­ter gro­ßen Skate-Park ? mit al­len Schi­ka­nen und Blick über Bo­chum.
www.un­per­fekt­haus.dewww.ber­mu­da3eck.de

Hei­mat­de­sign aus dem Ruhr­pott

Apro­pos Ruhr­ge­biet: In Dort­mund trifft sich die Sze­ne im Kreuz­vier­tel. In dem von Alt­bau­ten aus der Grün­der­zeit ge­präg­ten Stadt­teil rei­hen sich tren­di­ge Knei­pen an klei­ne Ge­schäf­te, in de­nen man vom ex­klu­si­ven Mö­bel über Gru­ben­gold bis zum kul­ti­gen Spül­tuch al­ler­hand Au­ßer­ge­wöhn­li­ches fin­det. Gern auch mit dem Be­kennt­nis zur Hei­mat ?Ruhr­pott?. Im Hei­mat­de­sign Shop am Ho­hen Wall be­kom­men jun­ge De­si­gner die Mög­lich­keit, ih­re Pro­dukt­kon­zep­te am ech­ten Markt zu tes­ten. Ne­ben Ma­ga­zi­nen und Bü­chern fin­det man Mö­bel und In­te­rior­de­sign eben­so wie Ac­ces­soires und Mo­de.
www.hei­mat­de­sign.de

Fehlt noch das Ber­gi­sche Land: Wäh­rend sich in So­lin­gen die Klin­gen­in­dus­trie auf Qua­li­täts­mes­ser und De­si­gner­wa­re für den Haus­halt spe­zia­li­siert hat, trifft man sich in Wup­per­tal im his­to­ri­schen Lui­sen­vier­tel, von dem die Stadt stolz be­haup­ten kann, dass es ?das Vier­tel mit der höchs­ten Knei­pen-, Ca­fé- und Fri­sör­dich­te des Pla­ne­ten? ist. In ei­ner an­de­ren Ecke der Stadt ent­steht ein ei­ge­ner krea­ti­ver Kos­mos: Im und am ehe­ma­li­gen Bahn­hofs­ge­län­de Mir­ke in Wup­per­tal ent­steht ei­ne Uto­pia-Stadt. Men­schen tref­fen sich so­zu­sa­gen im Stadt­la­bor, um vi­sio­nä­re und ge­sell­schaft­li­che Ide­en für ei­ne krea­ti­ve Stadt zu ent­wi­ckeln. Au­ßer­dem ist Uto­pi­astadt re­gel­mä­ßig Gast­ge­ber fu?r Ki­no­pro­duk­tio­nen und Pre­mie­ren aus der Li­te­ra­tur- und Com­pu­ter­spiel­bran­che. Au­ßer­dem bie­tet sie Werk­stät­ten und Know-How fu?r ?In­ge­nieu­re oh­ne Gren­zen? so­wie Re­cy­cle- und Up­cy­cle-In­itia­ti­ven.
www.lui­sen­vier­tel.com | www.clown­fisch.eu/uto­pia-stadt

Stadt­ha­fen Müns­ter

Die Mi­schung aus um­ge­bau­ten Spei­cher­häu­sern und mo­der­ner Ar­chi­tek­tur macht den be­son­de­ren Reiz von Müns­ters Stadt­ha­fen aus. Hier ha­ben vie­le krea­ti­ve Köp­fe ihr Quar­tier ge­fun­den: Wer­be­agen­tu­ren, Ar­chi­tek­tur­bü­ros und Ver­la­ge wie der Cop­pen­rath Ver­lag mit sei­nem Ha­sen Fe­lix ha­ben sich hier an­ge­sie­delt. Tags­über emp­fiehlt sich ein Be­such in der Kunst­hal­le Müns­ter, die in ei­nem um­ge­bau­ten Spei­cher­haus un­ter­ge­bracht ist, das auch noch 30 Künst­ler­ate­liers be­hei­ma­tet. Abends könn­te ein Ki­no­be­such oder ein Ab­ste­cher ins Wolf­gang Bor­chert Thea­ter auf dem Pro­gramm ste­hen. Bei gu­tem Wet­ter ist der Ha­fen ein gro­ßer Open-Air-Schau­platz, an dem man sei­nen Long­drink im Lie­ge­stuhl un­ter Pal­men ge­nie­ßen kann.
www.mu­ens­ter.de/ha­fen

 

TIPP! 

Du möch­test viel er­le­ben, aber nicht viel aus­ge­ben? Wir ha­ben ei­ne Über­sicht mit al­len Gäs­te-Cards in NRW zu­sam­men­ge­stellt, die vie­le Ver­güns­ti­gun­gen in Städ­ten aber teil­wei­se auch in gan­zen Re­gio­nen bie­ten!

Städ­te-An­ge­bo­te


Lass Dich in­spi­rie­ren

Ent­de­cke un­se­re Städ­te in NRW

Am Alten Rathaus in Bielefeld, © Bielefeld Marketing GmbH
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His­to­ri­sche Stadt Bie­le­feld

Zeche Zollverein bei Tag, © Sven Lorenz / Stiftung Zollverein
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Kul­tur­stadt Es­sen

Die St. Lambertikirche in Münster, © Oliver Franke / Tourismus NRW e.V.
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Fahr­rad­stadt Müns­ter

Bonn Panorama Innenstadt, © Michael Sondermann, Bundesstadt Bonn
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Beet­ho­ven­stadt Bonn

Blick entlang des Rheinufers in Düsseldorf, © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
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Kul­tur­me­tro­po­le Düs­sel­dorf

Rheinpanorama von Köln, © Udo Haake / KölnTourismus GmbH
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Dom­stadt Köln