Die Auenlandschaft Bislicher Insel bei Xanten ist ein regelrechtes Wasserparadies, © Sprave Regionalverband Ruhr

Schutz­ge­biet Au­en­land­schaft Bis­li­cher In­sel

Zu Be­such bei den Wild­gän­sen

Ro­man­ti­sche Was­ser­land­schaft am Nie­der­rhein: In den Au­en der Bis­li­cher In­sel über­win­tern je­des Jahr tau­sen­de Wild­gän­se. Das Na­tur­fo­rum er­klärt Dir den Le­bens­raum Au­en­welt.

Schnatternd landen sie jedes Jahr im Oktober in den Auen der Bislicher Insel bei Xanten: Bis zu 25.000 Wildgänse kommen aus der Arktis und beziehen ihr Winterquartier am Niederrhein. Und mit ihnen kommen mittlerweile ganze Busladungen voller Schaulustiger, die jeden Flügelschlag der schönen Wasservögel mit dem Fernglas beobachten, bevor die Tiere spätestens Ende Februar wieder zurückfliegen.

Ob sie in Formationen am Himmel auftauchen oder sich zu Tausenden auf einer grünen Wiese niederlassen: Die Wildgänse bieten ein besonderes Naturspektakel, das Besucher des Niederrheins sich nicht entgehen lassen sollten.

Warmes Winterquartier

Seit den 1960er Jahren rasten die Gänse hier, nachdem sie bis zu 6000 Kilometer weit gereist sind. Denn am milden Niederrhein ist es im Vergleich zu ihrer arktischen Heimat im Winter regelrecht warm, und die Wildgänse finden auch im Winter genug Nahrung. Kein Wunder, dass sie nach der langen Strecke kaum etwas anderes im Kopf haben als zu picken.

Praktisch den ganzen Tag können Vogelfreunde die Gänse beim Fressen auf den Feldern beobachten, denn die Wasservögel fressen beinahe durchgängig, da sie nur wenig Energie speichern können. Für die Nacht suchen sie sich dann einen ruhigen Schlafplatz auf einem der Kies-Seen oder an den Ufern der alten Rheinarme. Dort fühlen sie sich sicher geschützt vor anderen hungrigen Tieren wie Füchsen, zu deren Leibspeise eine Gans durchaus gehören würde.

Schutzgebiet Bislicher Insel

Für Gänse, Biber oder Silberreiher ist das mehr als 1000 Fußballfelder große Schutzgebiet der Bislicher Insel das reinste Wasserparadies. Die Bislicher Insel gehört zu einer der wenigen naturnahen Auenlandschaften Deutschlands. Jedes Jahr aufs Neue wird sie vom Rhein überschwemmt, weshalb extra die Deiche verlegt wurden. So kann der Strom sich wieder über die Auen ausbreiten und zu Zeiten des Hochwassers romantische Wasserlandschaften bilden, die für zahlreiche Wildtiere abwechslungsreiche Lebensräume bieten.

An Sand- und Kiesufern, im Schilfröhricht und am Schlammufer des ruhigen Altrheins finden auch Biber und andere Tiere Nahrung und Schutz. Hinzu kommen noch die künstlichen Seen, die der Kiesabbau der Nachkriegszeit hinterlassen hat. Auch sie prägen den Charakter der niederrheinischen Auenlandschaft mit.

Infos im Naturforum

Als Ausgangspunkt der Erkundungstour eignet sich am besten das Naturforum Bislicher Insel. Im Informationszentrum in den Gebäuden des Eyländer Hofs erfahren Kinder und Erwachsene viel Wissenswertes über das Leben am und unter Wasser. In der Biberburg können Kinder spielerisch die Auenwelt erleben und von einer Aussichtsplattform aus lassen sich auch die Wildgänse beobachten.

Neben der Dauerausstellung, die über den Lebensraum Auenlandschaft informiert, bietet das Informationszentrum der Bislicher Insel auch geführte Informationen in die Umgebung an. Außerdem beginnt ein Rundweg am Naturforum, der durch das Außengelände mit Obstwiesen, Ruhebänken und einem Hofteich führt.

www.naturforum-bislicher-insel.de

Öffnungszeiten:
1. April - 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr
1. November - 31. März: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr

Karte von NRW

Impressionen & Videos

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Die Auenlandschaft Bislicher Insel bei Xanten ist ein regelrechtes Wasserparadies, © Sprave Regionalverband Ruhr
Romantische Seen und Wasserlandschaften prägen die Auenlandschaft Bislicher Insel am Niederrhein, © Sprave Regionalverband Ruhr
Auch halboffene Weidelandschaften mit Rindern gibt es im Schutzgebiet Bislicher Insel, © Sprave Regionalverband Ruhr
Jedes Jahr im Winter kommen tausende Wildgänse an den Niederrhein, © H. Glader

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