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#urbanana-Award, © Thomas Baumgärtel

GRÜNE HAUPTSTADT EUROPAS 2017 - ESSEN UND DIE GRÜNE LUNGE IM REVIER


Eine #urbanana-Projektidee von Rainer Schlautmann empfohlen vom Hotel Franz

Eine innovative Bildungsreise von Dortmund nach Duisburg: in fünf Tagen per Rad durch das Ruhrgebiet. Im Sommer 2017 fand eine besondere Kooperation der Kreativwirtschaft mit einem politischen Bildungsträger für eine neue Form von Kulturtourismus statt: Der Oberhausener Fotograf Rainer Schlautmann konzipierte eine fünftägige Fahrradtour quer durch das Ruhrgebiet, die in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung aus Dortmund durchgeführt wurde.

"Die Tour ließ die rund 20 Teilnehmer einerseits in die Geschichte und den Strukturwandel der Region eintauchen; andererseits wurden die neuesten künstlerischen und kulturellen Entwicklungen vor Ort intensiv beleuchtet.
 Anlass der Bildungsreise war die Verleihung des Titels „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ an die Stadt Essen. Neben den Umweltthematik lag der Fokus des Seminars auf dem Wandel der Region durch Kultur: von der Folkwang-Idee Karl Ernst Osthaus’ über die Landmarkenkunst der IBA Emscher Park und der verschiedenen Editionen der Emscherkunst-Triennale bis hin zu den neuesten Entwicklungen der jungen Kunstszene und Urban Art, wie z.B. den Projekten der Urbanen Künste Ruhr.
 So bahnte sich die Gruppe unter der Leitung von Rainer Schlautmann ihren Weg von Dortmund aus über Herne, Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Bottrop bis nach Duisburg. Die Tagesetappen hatten dabei jeweils eine Distanz zwischen 40 und 50 Kilometern und füllten den Tag vollends aus. Die Teilnehmer fuhren auf den in den letzten Jahren ausgebauten Radtrassen NRWs den Hauptspielort der Ruhrtriennale an, die Bochumer Jahrhunderthalle, die Brückenskulptur Warten auf den Fluss im Emschertal und die diversen Landmarken, die auf den Halden der Steinkohlenzechen entstanden sind. Neben gesellschaftlichen sowie sozialökonomischen Eindrücken, die durch die Routenplanung entlang neuer und alter Siedlungen diverser Architekturstile und die Auswahl von regionaltypischer Gastronomie entstanden, erlebten die Teilnehmer, welche Innovationskraft dem Ruhrgebiet inne wohnt und um welche zukunftsorientierten und nachhaltigen Perspektiven es sich bemüht. Hierzu beschäftigte sich die Veranstaltung intensiv mit dem von der Europäischen Union an die Stadt Essen verliehenen Titel der „Grünen Hauptstadt Europas“. Mit diesem wurde die ehemals größte Montanstadt Deutschlands für ihre Bemühungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit, der Radfreundlichkeit und öffentlichen Mobilität, aber auch der Verbesserung der Lebensqualität auszeichnet. Im Norden Essens führten die künstlerischen und bildenden Leitstränge der Tour zusammen, als die Teilnehmergruppe am begehbaren Kunstwerk Warten auf den Fluss der niederländischen Künstlergruppe Observatorium auf die Projektverantwortliche der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“, Simone Raskob, traf. Im Dialog stellte die Bau- und Umweltdezernentin der Stadt Essen die Bedeutung von Kunst und Kultur für den Wandel der Stadt und der gesamten Region heraus. Nun sei es an der Zeit, die teils noch bestehenden Vorurteile von Seiten Außenstehender, nach denen das Ruhrgebiet grau und charakterlos sei, endgültig abzubauen. Die Gruppe mit bundesweiter und teils internationaler Herkunft zeigte sich beeindruckt von der Kreativität und dem bürgerlichen Engagement in der Metropolregion. Vor dem Hintergrund der Industriegeschichte sei der Wandel hin zu einem derart kulturellen und künstlerischen Hotspot mehr als bemerkenswert.
 Für das Jahr 2018 ist eine erneute Tour in Kooperation mit Rainer Schlautmann und der Konrad-Adenauer-Stiftung geplant. Der endgültige Ausstieg aus dem Kohlebergbau im Revier Ende des kommenden Jahres wird der Wandel der Region fortgeführt und dient als Leitfaden für eine erneute Auflage der Tour mit dem Schwerpunktthema „Schicht im Schacht – Glückauf Zukunft“."

http://www.rainerschlautmann.com/

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