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#urbanana-Award, © Thomas Baumgärtel

Düsseldorfer Perlen – Das Buch


Eine #urbanana-Projektidee von Markus Luigs

Online ist gut – Print ist anders. Die Düsseldorfer Perlen sind meine persönliche, fotografische Sicht auf die Stadt. Im Fokus stehen nicht die Hot-Spots, sondern eher Orte, die eine schöne Abseitigkeit besitzen.

Begleitend zu meinem Online-Blog „Düsseldorfer Perlen“ , habe ich durch die Crowdfunding-Plattform Startnext einen Teil der Produktionskosten decken können. Neben zahlreichen Abbildungen aus Düsseldorf wird das Buch durch Textbeiträge von Philipp Holstein, Alexandra Wehrmann, Felix Thomas und Sebastian Brück begleitet. Da ich doch bessere Fotos mache, als Texte schreibe, zitiere ich hier noch ein paar Zeilen aus dem Buch:

Düsseldorf ist eine Stadt, die immer mehr sein möchte als sie ist. Mit New York würde man gerne in einer Liga spielen. Mit London. Oder mit Paris. Die Wirklichkeit sieht an den meisten Stellen weniger nach Weltmetropole und mehr nach Dorf an der Düssel aus. Was aber macht eine Stadt eigentlich unverwechselbar? Es sind genau jene Bauten, Plätze und Straßen, die keine klassischen Schönheiten sind, nicht glatt und perfekt daherkommen, sondern den Charme des Windschiefen atmen. „Düsseldorfer Perlen“ nennt Markus Luigs solche Orte. Er findet sie nicht unbedingt im Zentrum der Stadt, eher an der Peripherie. In staubigen Gewerbegebieten, in die sich selten Flaneure verirren. Nur LKW und Lieferwagen. Dort, zwischen Schrottplätzen, riesigen Hallen und Trucker-Imbissen, packt Luigs besonders gerne seine Kamera aus. „Was fotografieren Sie denn da? Da ist doch nichts“, sagt manchmal jemand. Dann tut Herr Luigs das, was er fast noch besser kann als fotografieren: Er schweigt. (Alexandra Wehrmann)

Die Poesie der Zwischenräume

Vielleicht kann man dieses Buch als Zeitkapsel bezeichnen. Als einen Behälter, der Ansichten, Eindrücke und Atmosphären konserviert und in die Zukunft rettet. In den Grundstein eines neuen Hauses werden solche Behältnisse eingemauert, gleichsam als Flaschenpost für künftige Generationen. Wer dereinst die Fotos von Markus Luigs findet und betrachtet, wird einen guten Eindruck davon bekommen, wie es sich anfühlte, in Düsseldorf zu leben.
Markus Luigs ist ein Flaneur. Ein Perlentaucher. Und: ein Augenöffner. Er lehrt die Menschen, auch mal nach oben zu schauen, wenn sie durch die Straßen gehen. Er lehrt sie, den Blick nicht nur schweifen zu lassen, sondern hinzusehen – nur so lässt sich erkennen, dass diese Stadt ziemlich schön ist, sehr besonders und manchmal auch total schräg. Er verhilft dem Unscheinbaren zu seinem großen Auftritt.

Luigs nimmt sich jeden Tag 15 Minuten Zeit, um ein Stück Stadt abzuschreiten. Immer hat er seine Kamera dabei. Menschen tauchen auf seinen Fotografien selten auf, aber sie sind doch anwesend, weil sie Spuren hinterlassen haben. Luigs ist interessiert an den Zwischenräumen, an den Lücken zwischen Körpern und Gebäuden. Sein Sujet ist das Flüchtige, man könnte auch sagen: das Aroma dieser Stadt. Er ist der Dokumentarist des Transit, und Düsseldorf mutet in seinen Arbeiten bisweilen exotisch an, aber durchaus deutsch. Düsseldorf ist ein vergangenheitsseliges Dorf, das an der urbanen Gegenwart teilhat.

Luigs ist stark an Strukturen interessiert, das sieht man seinen Fotos an. Er mag Linien, er mag das Klare. Er findet diese Ordnung überall in seiner Stadt, und das Schöne daran ist, dass die abwesenden Menschen sie stets nur als Gerüst benutzen, das sie individuell verzieren. Der Rheinländer macht es sich gern gemütlich in der Sachlichkeit.

Insofern ist der Fotograf Markus Luigs auch Ethnologe. Die Ansichten, die er von seinen Spaziergängen durch die Stadt mitbringt, sind im Grunde Zeitschriften. Aneinandergelegt ergeben sie eine Chronologie der verwehten Zeit. Und insofern wirkt Luigs nicht so sehr als Stadtführer, sondern vielmehr als Stadt-Aufspürer.

Vielleicht werden sich die Menschen der Zukunft fragen, ob es damals in Düsseldorf echt so gewesen ist, wie auf den Bildern von Markus Luigs. Und wenn man die Gelegenheit hätte, würde man ihnen dieses zurufen: Es fühlte sich jedenfalls genauso an. (Philipp Holstein)

www.kunstprodukt.com/dusseldorfer-perlen

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